Seeheimer-Chef: SPD-Kanzlerkandidatur “vernünftig” vorbereiten

Man brauche eine gut vorbereitete Kampagne

Dirk Wiese, Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Führung seiner Partei dazu aufgefordert, die Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl 2021 akribisch vorzubereiten. Ihm sei wichtig, “dass wir die Kandidatur organisatorisch und strukturell vernünftig vorbereiten und nicht, wie es zuletzt zwei Mal der Fall war, in eine Kandidatur hineinstolpern”, sagte Wiese der “Welt”. “Das möchte ich nicht noch einmal erleben.” Man brauche eine gut vorbereitete Kampagne. “Darauf arbeiten wir gerade hin, danach treffen wir die Personalentscheidung.” Der Seeheimer-Chef sagte, er freue sich darüber, “dass wir in der SPD wieder zu der klaren Linie zurückgefunden haben, dass es das Selbstverständnis der Sozialdemokraten als Volkspartei sein muss, einen Kanzlerkandidaten aufzustellen”. Da habe es auch mal “andere Töne” gegeben. Wiese lobte das vom Koalitionsausschuss vorgelegte Konjunkturprogramm zwar als “umfassendes und gutes Paket”. Aber: “Es wird in den parlamentarischen Beratungen also sicher noch den einen oder anderen Punkt geben, an dem man noch einmal genau hinschaut.” Zur vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer sagte Wiese: “Der Punkt ist in unserer Bundestagsfraktion seit ein, zwei Wochen intensiv diskutiert worden, weil wir ja wissen, dass eine solche Maßnahme prozentual gerade den kleineren und mittleren Einkommen besonders zugutekommt. Ich halte das jedenfalls für einen richtigen Impuls, um die Konjunktur anzustoßen.” +++

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