
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstagnachmittag den Verkehr auf der B49 zwischen Grünberg und Reiskirchen-Lindenstruth lahmgelegt und ein Großaufgebot an Rettungskräften ausgelöst. Gegen 14.30 Uhr kam es auf der Bundesstraße zu einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge, bei dem drei Menschen schwer verletzt wurden. Die Unfallursache ist bislang unklar.
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 84-jähriger Mann aus Pohlheim gemeinsam mit seiner Frau von Grünberg in Richtung Reiskirchen unterwegs. Kurz vor dem Reiskirchener Ortsteil Lindenstruth verlor der Senior aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Mercedes und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort kam ihm eine Frau Mitte 40 aus Grünberg in einem Ford Focus entgegen. Beide Fahrzeuge prallten frontal zusammen.
Die Wucht des Aufpralls hatte erhebliche Folgen: Der Ford wurde von der Fahrbahn geschleudert und kam im Straßengraben zum Stehen. Der Mercedes überschlug sich und blieb schließlich am rechten Fahrbahnrand auf der Seite liegen. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt.
Alle drei Insassen erlitten schwere Verletzungen. Während sich die Fahrerin des Ford selbstständig aus ihrem Fahrzeug befreien konnte, wurden die beiden Insassen des Mercedes im Wagen eingeschlossen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Reiskirchen mussten sie mit technischem Gerät aus dem Fahrzeug befreien.
Aufgrund der Schwere des Unfalls alarmierte die Leitstelle ein umfangreiches Aufgebot an Rettungskräften. Neben drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug waren auch ein leitender Notarzt sowie ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Zusätzlich wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 2“ aus Frankfurt zur Unfallstelle beordert. Der Fahrer des Mercedes wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen, während die beiden Frauen mit Rettungswagen in die Universitätsklinik nach Gießen transportiert wurden.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die B49 vollständig gesperrt. Erst nach Abschluss der Maßnahmen und der Bergung der Fahrzeuge konnte die Strecke gegen 16.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus der Kernstadt Reiskirchen sowie den Ortsteilen Lindenstruth und Saassen im Einsatz. Auch die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. +++

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