“Schutzengel” auf der A5 bei Alsfeld unterwegs

Leichtverletzt ins Klinikum

Der Fahrer erlitt lediglich leichte Blessuren.

Sprichwörtlich einen Schutzengel hatte in der Nacht zum Mittwoch ein 22-jähriger Mann aus Rumänien bei einem Verkehrsunfall auf der A5. Er prallte mit seinem Kleintransporter auf dem Weg in Richtung Kassel zwischen den Alsfelder Anschlussstellen in das Heck eines ukrainischen Sattelzugs. „Vermutlich aufgrund eines sogenannten Sekundenschlafs“, so eine Polizeisprecherin zum Auslöser des Unfalls gegen 03:20 Uhr.

Die Front des Kleintransporters wurde bei dem Unfall völlig zerstört, der Rest des Fahrzeugs kam nach einer Schleuderpartie auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn zum Stillstand. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld sowie die Besatzungen eines Rettungswagens und des Notarzteinsatzfahrzeugs der Alsfelder Rettungswache eilten dem Unfallopfer zur Hilfe. Dieses befreite sich jedoch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte mit lediglich leichten Blessuren selbst aus dem Unfallwrack. „Das Unfallopfer war bei unserem Eintreffen bereits aus dem Fahrzeug draußen, wir mussten keine Rettungsgeräte einsetzen“, so Einsatzeiter Carsten Schmidt zur Lage vor Ort. Vorsorglich wurde der Leichtverletzte mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert, die er jedoch wenig später wieder verlassen konnte. Der 50-jährige Fahrer des Sattelzugs aus der Ukraine blieb unverletzt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 25.000 Euro.

Aufgrund des Unfalls musste die Autobahn für rund 45 Minuten voll gesperrt werden. Laut Polizeiangaben kam es dadurch zu einem etwa sechs Kilometer langen Stau, in dem keine Rettungsgasse gebildet wurde. „Aufgrund der fehlenden Rettungsgasse wurden die Bergungs- und Abschleppmaßnahmen nicht unwesentlich verzögert“, so eine Polizeisprecherin. Beschleunigt wurden die Aufräumarbeiten durch die Hilfe der mehr als 20 freiwilligen Feuerwehrleute am Unfallort. Sie räumten zwischenzeitlich Trümmerteile beiseite und reinigten die Fahrbahn mit Besen und Schaufeln.

Redaktioneller Hinweis: In der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Osthessens steht, dass der Fahrer des Kleintransporters im Fahrzeug eingeklemmt wurde und durch die Feuerwehr Alsfeld aus dem Fahrzeugwrack befreit werden musste. Dies entspricht nicht den Tatsachen. +++ pw

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