Schulportrait Ulstertalschule: beeindruckendes Nachmittagsprogramm und Umweltbewusstsein

Bestens aufgestellt für die Zukunft

Eine Wildblumenwiese mit einem Hotel für Wildbienen. Die Fotomontage zeigt das Projekt, mit dem die Ulstertalschule das Zertifikat UNESCO-Schule erhalten möchte. Im nächsten Jahr ist Projektstart. Fotomontage: Ulstertalschule

„Nachhaltigkeit lernen“ besagt das Logo, das die Ulstertalschule Hilders ihrem Schulprogramm vorangestellt hat. Der mittlerweile oft überstrapazierte Begriff provoziert Fragen: Wie lehrt und lernt man „Nachhaltigkeit“, in welcher Klasse, welchen Fächern, welcher Form können Kindern entsprechende Kenntnisse vermittelt werden? Nachhaltigkeit bedeutet Neuorientierung, generelles „Um- und Andersdenken“. So war es vor 300 Jahren, als man die Wälder fast abgeholzt hatte, ehe die Forstwirtschaft einsah, dass nicht mehr Bäume gefällt werden dürfen als nachwachsen. Das Wort wurde zum Ausdruck einer notwendig anderen Wirtschaftsweise. So ist es heute, wo viel mehr auf dem Spiel steht. Im Sinne von Nachhaltigkeit müssen neue Verhaltens- und Handlungsprinzipien anerzogen werden, die sich bewusst absetzen von Altgewohntem.

Stolz berichtet Schulleiterin Annette Abrecht über das breitgefächerte Angebot an ihrer Schule. Foto: S. KraußAuf der Höhe der Zeit liegt jedoch nicht nur das Schulmotto, sondern auch Form, Struktur und Inhalt des als Ganztagsschule ausgelegten Mittelstufengymnasiums. Das großenteils neu errichtete, sehr ausgestattete Schulgebäude bietet 216 Schülern von der 5. bis zur 10. Klasse beste Bedingungen für Unterricht und Freizeitgestaltung. Ohne großzügige Hilfe durch den Landkreis Fulda, zugleich auch Träger der Ulstertalschule, wäre vieles nicht möglich, bekennt Direktorin Annette Albrecht. Programme und Projekte, von denen sie spricht, lassen staunen. An allen fünf Schultagen werden die Schüler bis jeweils 15.30 Uhr mehr als nur beschäftigt, unterhalten oder gar verwahrt. Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht und jede Menge Kultur oder Sport gibt es da, sind für jeden Jahrgang sogar Präventionskonzepte erarbeitet worden.

Mit dem ADAC haben die Fünftklässler Verkehrstraining, über Gebrauch und Gefahren des Internets informiert der „Web-Clicker“ Schüler der 6. Klasse, den Älteren bietet „Snake“ einen Kurs zur Konzentrationssteigerung und zum Umgang mit Stress, in Zusammenarbeit mit der osthessischen Polizei beugt „Cool sein – cool bleiben“ Gewalt und Mobbing vor, und klassenübergreifend tritt „Be smart, don’t start“ gegen das Rauchen an. Beim Reizthema Handy zeigt sich Annette Albrecht gelassen; nicht Missbrauch, sondern sinnvollen Gebrauch will man in Hilders, und auch mit der oft zitierten Inklusion hat die Ulstertalschule, die Teil des inklusiven Schulbündnisses Gersfeld ist, aktuell keine Probleme. Dass neben den Fremdsprachen Englisch, Französisch und/oder Latein im Rahmen eines Pilotprojekts für Begabte auch Chinesisch, Hebräisch und Griechisch gelehrt werden, ist ebenso beachtlich wie verschiedene, die MINT-Fächer bereichernde Angebote der Schülerakademie „Uhu“, vergleichbar mit „Jugend forscht“.

Ob Fußball, für Jungs wie für Mädchen, ob Leichtathletik oder Segeln – Sportfans bleiben hier in jedem Fall in Bewegung. Die mit dem TSV Hilders kooperierende, erfolgreiche Volleyballmannschaft schafft es immer zum Regionalentscheid, häufig noch weiter, was nicht zuletzt der Sportlehrerin Iris Graul zu danken ist. Ähnliches Engagement zeigen Michael Gass und Veronika Schmitt, beides Deutschlehrer, oder der Musiklehrer Axel Daniel, wenn es um die jährlichen Theater- beziehungsweise Musical-Aufführungen geht. „Einsame Spitze“ seien die jedes Mal, schwärmt Annette Albrecht, jeder dritte Schüler wirke mit, und selbstverständlich bringe sich auch der „Voice-Kids“-Star Matteo Colella ein. Für 2019 kündigt sie Jerry Bocks „Anatevka“ an, wofür bereits fleißig geprobt wird.

Wie stolz die Direktorin auf die Arbeit ihres Pädagogen-Teams, auf die Unterstützung seitens Eltern und Außenstehender und nicht zuletzt auf ihre Ulstertalschüler ist, merkt man sofort. Das Zertifikat „Umweltschule“, das im Biosphärenreservat Rhön naheliegt, besteht seit 2012. Derzeit ist man auf dem besten Wege, UNESCO-Schule zu werden, und darf in diesem Zusammenhang auch auf 7.000 Euro verweisen, die 2017 mit Sponsorenlauf und Spendenaktion für einen Schulneubau in Burundi gesammelt wurden. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, ein von der UNESCO weltweit gefördertes Ziel, entspricht dem Charakter der Ulstertalschule, die in ihrer kulturellen Vielfalt und mit ihren den Problemen der Zeit verpflichteten Aktivitäten bestens aufgestellt scheint für die Zukunft. +++

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