Fulda. Die FDP Fraktion hatte sich bereits in der Vergangenheit bei dem Magistrat nach dem Zustand und der Zukunft der Gebäudeanlage der ehemaligen Rhönmöbelfabrik am Horaser Weg in Fulda informiert. Diese wurde vor einigen Jahren unter Denkmalschutz gestellt und der soweit noch verbliebene Gebäuderest wurde mittels einer Holzkonstruktion gesichert. Seit dieser Zeit hat sich nichts getan. Dies ist für jedermann offenkundig und unbefriedigend. Die Antworten der Stadt Fulda vom September 2016 sind nach Auswertung der Stellungnahme des Stadtbaurates hierzu nicht ausreichend konstruktiv.
Für alle, die am Horaser Weg vorbeilaufen, vorbeifahren oder dort ansässig sind, stellt dieser alte und unansehnliche sowie offenkundig vernachlässigte Gebäuderest einen Schandfleck dar, so der Fraktionsvorsitzender Michael Grosch. Für die FPD ist der derzeitige Bauzustand zu bemitleiden; neben dem Hallen-Torso sind am Villengebäude defekte Fenster auszumachen. Daher will die FDP Fraktion, dass die Bedingungen für einen möglichen Investor so aufgestellt sind, dass auch eine machbare und wirtschaftliche Umsetzung erfolgen kann. Nach den der FDP vorliegenden Informationen haben sich in der Vergangenheit mehrere Projektentwickler für das Objekt interessiert, haben jedoch das Interesse verloren, da der Denkmalschutz aufrecht erhalten wird und letztlich auch unklar ist, ob ein gewerbliches oder wohnbauliches Konzept umgesetzt werden kann.
Aus Sicht der FDP ist Handlungsbedarf gegeben, diesen hässlichen Fleck zu beseitigen bzw. diesen mit einer zeitgerechten und attraktiven Nutzung zu füllen. Hierzu sollte die Stadt sich erklären und entsprechende konkrete Vorgaben einleiten. Aus Sicht der FDP wurde das Objekt zwar seinerzeit unter Denkmalschutz gestellt, jedoch sorgt man sich nicht um eine genügende Erhaltung, die nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz erforderlich ist und gesetzlich verlangt wird, so Thilo Sprengel, Mitglied des Bauausschusses. Durch die lange Zeit, die das Objekt bereits leer steht und weder gelüftet noch beheizt wird sowie durch die Dach- und Fassadenundichtigkeiten wird das Objekt in den nächsten Monaten derart in seiner Substanz geschädigt, dass dann eine Unzumutbarkeit zur Erhaltung eintreten dürfte. Da die Stadt Fulda vor einigen Jahren als Sicherung das Verfahren der tragswerkssichernden Holzkonstruktion eingeleitet hat, wird nun die folgerichtige Aufsichtspflicht vermisst.
Die Lösung und bauliche Neukonzeption der ohnehin reduzierten und unbefriedigenden Überlieferung des Ursprungszustandes könnte bspw. durch einen Architekten- oder Studenten-Wettbewerb erhellt werden. Jedenfalls ist es an der Zeit, dass hier etwas passiert. +++

Einfache Lösung: Christo beauftragen und das Ganze verpacken lassen. Dann tut der Anblick auch nicht mehr so weh. ;-)
Wie wir vom Löhertor Center ja wissen, brauchen Baugrundstücke in Fulda mitunter ein paar Jahrzehnte, bis sie „gut abgehangen“ sind, d.h. bis von Seiten der SVV und des Magistrats für die Bebauung kein Widerstand mehr zu erwarten ist. Und das dauert eben. Und dauert. Und dauert!
Irgendwann jedoch fängt auch das beste Stück gut abgehangenes Grundstück an zu stinken! Und dieser Zeitpunkt rückt immer näher.
Also lieber Herr Dr. Wingenfeld. Handeln sie endlich. Oder wollen sie noch 20 Jahre warten, bis dann endlich das marode Restgebäude völlig in sich zusammengefallen ist?
Wäre das dann im Sinne der Investoren?
Ach der Denkmalschutz in Fulda-was für ein leidiges Thema! Wo andernorts, ich bin immer noch in Fulda, historische Gebäude schnell und gnadenlos Investoren geopfert werden, eiert der hauptamtliche Magistrat der Stadt Fulda rum und schafft es dort mit konstanter Unfätigkeit ebenfalls Ärger zu provozieren.