Sascha Gramm steht mehr und mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Fernseh-Auftritte beim Hessischen Rundfunk, Hörfunk-Präsenz beim Westdeutschen Rundfunk - und jetzt diese durchschlagende Geschichte: Am vergangenen Wochenende legte der Extremläufer aus Hainzell 300 Kilometer in drei Tagen zurück - und das Beste dieser Maßnahme für den sozialen Zweck: 82.000 Euro sprangen für die Aktion „Mutige Kinder“ heraus.
An Aufmunterung im Vorfeld fehlte es Sascha Gramm, der sich noch Anfang Mai dem Abenteuer in Kirgisistan hingegeben hatte, nicht. Video-Botschaften des Extremsportlers Joey Kelly („das hat mich besonders motiviert“) und des Ehren-Schirmherrn der Initiative Mutige Kinder, Reiner Calmund, des Ex-Managers des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, bekam er. Und das Paket entwickelte sich zu einer goldenen Sache.
Am Vorabend des Fronleichnamstages traf er im „Dorint-Hotel“ in Wiesbaden ein. Tags darauf stand bei herrlichem Sommerwetter von 25 Grad die erste Etappe an: Sie führte von Wiesbaden nach Montabaur. Es ging hoch und runter. Montabaur war Ausgangspunkt des nächsten Tagesabschnittes, Zieleinlauf war in Königswinter - ehe es über das Bergische Land nach Odenthal ging. Und zum Abschluss das toll und in großem Rahmen inszenierte Festival „Bergisch Total“ anstand. Hinter Sascha lag ein überwältigendes Ereignis. „Die Freude stand über allem“, sagte er, „ich hatte keine Beschwerden mehr vom Lauf in Kirgisistan und konnte mir mein Tempo einteilen.“ Er genoss es, wieder unterwegs sein zu können - und er genoss das landschaftliche Ambiente: Taunus, Westerwald und den Rhein entlang. Für den Extremläufer gehörten auch „ganz viele Begegnungen mit Leuten“ dazu.
Der Lauf und die drei Tage hatten sich in Sascha Gramms Kopf festgesetzt. Und bleibenden Eindruck hinterlassen. „Das war der absolute Hammer“, sagte er. „Und die letzten zwei Kilometer war ich mit Vertretern der Sponsoren unterwegs, die sich zu mir gesellt hatten.“ Bis Gramm die Bühne des Festivals betrat. An der Seite anderer. Wieder badete er in der Wanne der Freude. Und des Stolzes. Schon, als er eine kleine, extra für ihn gefertigte Medaille bekam. Es war ein Empfang erster Güte. Reiner Calmund war auf der Festival-Bühne in Odenthal, RTL-Moderatorin Ulrike von der Gröben - und der Bürgermeister des Ortes. Von unten verfolgte Caroline von Bosbach, die Tochter des Politikers Wolfgang Bosbach, das Geschehen.
Und das Unglaubliche, das folgte noch. „Als ich wegfuhr“, fügte Sascha Gramm hinzu, lag die Spendensumme für die Mutigen Kinder bei 82.000 Euro.“ Ehe zum Ende und auch Tage danach sich noch einmal Sascha Gramms Charakter Bahn brach. „Ich bin nur derjenige, der das einbringt, was ich kann, mir angeeignet hab‘ oder, wie in diesem Fall, für eine gute Sache geben. Und ich bin nicht der Einzige gewesen. Da gehörten viele im Team dazu. Wir sind nur diejenigen, die Gelder akquirieren und einlösen.“ Besonderes Highlight: Florian Bethe, Vorstandsmitglied der Bethe-Stiftung, kündigte an, dass die Spenden, die auf dem Spendenkonto eingehen, von der Stiftung verdoppelt werden.
Zum Verein: Die „Mutigen Kinder“ existieren seit sieben Jahren. Was sein Engagement so wertvoll macht: Er unterstützt 600 Kinder an sozialen Brennpunkten. Sascha Gramm ist von Beginn an dabei. Reiner Calmund ist, wie gesagt, Ehren-Schirmherr, der vor Kurzem von Jana Ina Zarrella, der Ehefrau des Schlagersängers Giovanni Zarrella, abgelöst wurde. Auch Leverkusens Ex-Fußballer Jens Nowotny oder Stefan Kießling sind bei den „Mutigen Kindern“, ebenso die Kölner Gesangsgruppe „De Höhner“. Und Sascha Gramm hatte sich wieder einmal als Botschafter erwiesen. Einer der Besten, die es in Osthessen gibt. Die sich in den letzten Jahren herausgeschält haben. Und vielleicht mehr leisten, als Politiker imstande sind. +++ rl









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