Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen 23.679 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das ist die höchste in der bisherigen Pandemie veröffentlichte Zahl. Zudem sind es 7,4 Prozent mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche, als durch das RKI 22.046 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden waren. Es ist der siebte Tag in Folge, dass die RKI-Zahlen höher sind als jeweils sieben Tage zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 440 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Dabei ist aber stets unklar, ob sich die Todesfälle wegen oder nur mit dem Virus ereignen. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Donnerstagmorgen 4.291 Covid-19-Patienten intensiv behandelt.
Stiko-Mitglied erwartet keine schnelle Rückkehr zur Normalität
Auch nach dem Start der Corona-Impfungen erwartet Eva Hummers, Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko), keine schnelle Rückkehr zur Normalität. Die Lage im Sommer 2021 könnte sich zwar wieder etwas entspannen, sagte Hummers dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Aber was im nächsten Winter passiert und wie viele Menschen bis dahin wirklich geimpft sind, bleibt abzuwarten. Zu denken, dass nächstes Jahr Weihnachten alles wieder wie früher ist, halte ich für zu optimistisch", so die Professorin für Allgemeinmedizin. Es sei zu riskant, die Hygiene- und Abstandsregeln nach den ersten Impfungen im Jahr 2021 aufzugeben. Es sei noch unklar, ob die kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffe auch davor schützen, das Virus an andere Menschen weiterzugeben. "Es muss offen darüber gesprochen werden, dass wir das über die Impfstoffe noch nicht wissen", sagte Hummers dem RND. "Wir wissen nur, dass sie vor symptomatischen Erkrankungen schützen." +++

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