RKI meldet 958 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 14,3

Zahl der Corona-Intensivpatienten legt wieder zu

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 958 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 75 Prozent oder 412 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 13,8 auf heute 14,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 19.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 5.500 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 3 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 164 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 23 Todesfällen pro Tag (Vortag: 23). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 91.527. Insgesamt wurden bislang 3,76 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Zahl der Corona-Intensivpatienten legt wieder zu
Die Zahl der Corona-Intensivpatienten legt erstmals seit Abklingen der dritten Welle wieder deutlich zu. Am Sonntag wurden 372 Patienten mit Covid-19 auf den Intensivstationen gezählt, 17 Fälle oder deutliche 4,8 Prozent mehr als am Vortag. Der Trendwechsel war erwartet worden, da seit gut drei Wochen auch die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt – und die der Intensivpatienten erfahrungsgemäß stets nachzog. Gleichwohl ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen noch vergleichsweise gering: auf dem Höhepunkt der zweiten Welle waren es Anfang Januar knapp 5.700, auf dem Höhepunkt der dritten Welle Ende April knapp über 5.000. Aktuell sind in Deutschland insgesamt 18.338 Intensivbetten belegt und 4.025 frei, weitere 10.266 sind als Notfallreserve innerhalb von sieben Tagen aufstellbar.

Mützenich fordert alltagsnahe Impfangebote
Der Fraktionschef der SPD im Bundestag, Rolf Mützenich, hat gefordert, die Anstrengungen zu erhöhen, um den Menschen alltagsnahe Impfangebote zu machen, bis hin zu Impfmobilen an Standorten, wo junge Menschen sich abends treffen. „Wenn die Menschen nicht zur Impfung kommen, dann muss die Impfung zu den Menschen kommen“, sagte Mützenich dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Ich finde es gut, wenn auch in Einkaufzentren, Stadien, Konzerthallen oder an größeren Bahnhöfen möglichst viele Menschen geimpft werden“, setzte er hinzu. Die bisherigen Erfahrungen damit, Impfmobile in bestimmte Stadtviertel zu schicken, seien gut, sagte er zudem. „Diese Möglichkeiten müssen wir komplett ausreizen.“ Auch für jüngere Menschen brauche es zielgenaue Angebote, forderte Mützenich. „Die Impfmobile sollten in größeren Städten abends an den Plätzen stehen, wo junge Menschen sich treffen“, sagte er. „Der Kreativität dürfen keine Grenzen gesetzt sein, wen  n es darum geht, alle Impfwilligen zu erreichen.“ Mützenich warnte: „Die Gefahr einer vierten Welle in der Corona-Pandemie ist höchst real.“ Die Deltavariante sei dominant, die Infektionszahlen stiegen an. „Wir müssen das Impftempo erhöhen, damit wir im Wettlauf mit dem Virus nicht zurückfallen“, forderte der SPD-Politiker. „Das Robert-Koch-Institut geht auf der Grundlage von Umfragen davon aus, dass insgesamt 85 Prozent der Bevölkerung bereit sind, sich impfen zu lassen. Diese Menschen müssen wir alle erreichen“, sagte er. +++

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Demokratie braucht Teilhabe!