RKI meldet 6604 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 82,9

Corona verbot1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 6.604 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 32 Prozent oder 1.593 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg  laut RKI-Angaben von gestern 79,1 auf heute 82,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Bund und Länder haben vereinbart, die Lockdown-Maßnahmen schrittweise zu lockern, wenn eine Inzidenz von unter 50 dauerhaft unterschritten wird, auch unter 100 gibt es bestimmte Erleichterungen. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 137.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 15.000 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 47 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.484 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 212 Todesfällen pro Tag (Vortag: 210). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 73.418. Insgesamt wurden bislang 2,58 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Lauterbach: Mutation für Mehrheit der neuen Fälle verantwortlich

Der Epidemiologe und SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht davon aus, dass der aktuelle Anstieg der Corona-Fallzahlen zu zwei Dritteln durch die neue Mutation B117 verursacht wird. „Ich habe ausgerechnet, dass etwa zwei Drittel der Erhöhung der Fallzahlen auf die neue Mutation B117 zurückgehen“, sagte Lauterbach dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das weitere Drittel an steigenden Fallzahlen erklärt sich der Gesundheitsexperte aus der Kombination aus Lockerungen, die steigernd wirken, und mehr Schnelltests, die die Verbreitung des Virus abbremsen. „Das dürfte ungefähr den Anstieg erklären“, sagte Lauterbach. Er forderte die „routinemäßige Testung“ von Stichproben auf Virusvarianten. „Weil sonst verlieren wir den Überblick über die Dunkelziffer und den Testeffekt“, sagte Lauterbach. Eine solche Stichprobe sei in England sehr wertvoll und werde regelmäßig gemacht. +++


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