RKI meldet 4971 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 65,8

Apotheker wollen gegen Corona impfen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 4.971 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 3,6 Prozent oder 172 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank trotzdem laut RKI-Angaben von gestern 66,5 auf heute 65,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Dass die Zahl der neuen Fälle gegenüber der Vorwoche steigt, der Inzidenzwert aber gleichzeitig sinkt, ist nur möglich, weil das RKI aktuell zahlreiche Nachmeldungen aus früheren Zeiträumen hat, die in die Inzidenzwertberechnung nicht mehr eingehen.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 117.800 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 5.100 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 88 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 414 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 59 Todesfällen pro Tag (Vortag: 59). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 94.297. Insgesamt wurden bislang 4,32 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Bund zahlte rund 5 Milliarden Euro für Gratis-Bürgertests

Nach dem Ende der kostenfreien Corona-Bürgertests steht bereits fest, dass sich die Ausgaben des Bundes dafür auf mehr als 5 Milliarden Euro belaufen haben. Das berichtet die „Rheinischen Post“ unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Bis Mitte September 2021 wurden bereits 5,2 Milliarden Euro über den Gesundheitsfonds abgerechnet. Demnach zahlte der Bund bis zum 15. September allein für Leistungen der Labordiagnostik 1,124 Milliarden Euro, die Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) beliefen sich auf 1,4 Milliarden Euro, weitere Leistungen wie die Abstrichnahmen kosteten 2,4 Milliarden Euro. Zusätzlich zahlte der Bund bis Mitte September rund 92 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Obdachlosenunterkünften.

Apotheker wollen gegen Corona impfen

Der Apothekerverband Nordrhein hat gefordert, dass Corona-Impfungen künftig auch in Apotheken durchgeführt werden können. „Hier an Rhein und Ruhr sind wir dafür gut vorbereitet“, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes, Thomas Preis, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Mit etwa 1.000 für das Impfen ausgebildeten Apothekern könnten Corona-Impfungen „unverzüglich“ in 500 Apotheken im Rheinland angeboten werden. Das sei immerhin jede vierte Apotheke, sagte Preis. Zuvor hatte auch SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erklärt, die Apotheken könnten Corona-Impfungen problemlos übernehmen, da es bei diesen „so gut wie nie“ Komplikationen gebe. „Den Vorschlag begrüßen wir“, sagte Preis. +++

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