RKI meldet 294931 Corona-Neuinfektionen – Wieder Höchstwert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 294.931 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 12,2 Prozent oder 32.179 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 262.752 neuen Fällen binnen eines Tages. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1607,1 auf heute 1651,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 3.721.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 305.200 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 278 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.397 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 200 Todesfällen pro Tag (Vortag: 197). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 126.420. Insgesamt wurden bislang 17,99 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz steigt weiter – 7,58

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gestiegen. Das RKI meldete am Donnerstagmorgen zunächst 7,58 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch ursprünglich: 7,45, Donnerstag letzter Woche ursprünglich 6,74). Das Rekordhoch, was mit acht Einweisungen pro Woche und 100.000 Einwohner an Weihnachten 2020 erreicht worden war, rückt damit immer näher. Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, in Thüringen (18,25). Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (18,13), Sachsen-Anhalt (12,15), Saarland (10,98), Nordrhein-Westfalen (7,78), Sachsen (7,74), Baden-Württemberg (7,66), Bayern (7,30), Hessen (7,01), Brandenburg (6,72), Rheinland-Pfalz (6,71), Niedersachsen (5,70), Schleswig-Holstein (5,46), Bremen (5,15), Hamburg (3,72) und Berlin (3,58). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzi  denz bundesweit vorläufig bei 7,43, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 2,62, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 4,03, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,91, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 9,87 und bei den Über-80-Jährigen bei 35,86 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

GEW gegen rasches Ende der Maskenpflicht in Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor einem raschen Ende der Maskenpflicht in den Schulen. „Von der Ministerpräsidentenkonferenz muss ein deutliches Signal ausgehen: Die Maskenpflicht in den Schulen darf noch nicht abgeschafft werden“, sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Dass sie durch das Infektionsschutzgesetz schon ab der kommenden Woche nicht mehr zum generellen Instrumentenkasten der Länder in der Pandemiebekämpfung gehören soll, ist falsch“, fügte sie hinzu. Masken zu tragen, sei eine wichtige Schutzmaßnahme, so die GEW-Chefin. „Gerade in der aktuellen Situation, in der die Inzidenzwerte bundesweit wieder deutlich steigen und an den Schulen noch einmal ein ganzes Stück höher liegen als im gesellschaftlichen Schnitt, gilt: Schulen sind keine sicheren Orte, sie dürfen nicht zu Infektionstreibern werden.“ Man mache sich dafür stark, dass an Schulen weiterhin Masken getragen, Hygienekonzepte beachtet und regelmäßige Tests für Schüler, Lehrkräfte sowie alle weiteren an Schule Beschäftigten sichergestellt werden müssen. „Wir brauchen endlich bundesweit geltende Leitlinien.“ Die GEW-Chefin warnte: „Jetzt über Hotspot-Regelungen die Zügel aus der Hand zu geben, führt zu einem kommunalen Flickenteppich.“ Damit sei vorprogrammiert, dass Maßnahmen wie das Tragen von Masken zu Konflikten vor Ort führen würden und die für den Gesundheitsschutz notwendige Akzeptanz nur sehr schwer herzustellen sei. +++


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