RKI meldet 22.046 Corona-Neuinfektionen - Wieder viele Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen 22.046 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 1,0 Prozent weniger als am Donnerstagmorgen vor einer Woche, als durch das RKI 22.268 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden waren. Damit bewegen sich die Neuinfektionen weiter in einer recht stabilen Seitwärtslage. Außerdem meldete das RKI nun 479 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Dabei ist aber stets unklar, ob sich die Todesfälle wegen oder nur mit dem Virus ereignen. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Donnerstagmorgen 3.952 Covid-19-Patienten intensiv behandelt.

Kommunen für "längerfristige Perspektiven" bei Corona-Bekämpfung

Nach der Verlängerung des Lockdowns bis zum 10. Januar hat der Städte- und Gemeindebund "längerfristige Perspektiven" bei der Corona-Bekämpfung gefordert. "Ein mehrmonatiger Lockdown, der auch zu Beginn des Jahres 2021 fortbesteht, ist nur schwer vorstellbar", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Dies gilt nicht nur aus der Perspektive der betroffenen Unternehmen und der Wirtschaft, sondern auch aus Sicht der Menschen, die sich zurecht ein wenig Normalität zurückwünschen." Die Verlängerung des Lockdowns über die Jahreswende hinaus nannte Landsberg einen "harten, aber unvermeidbaren Ansatz". Die Infektionszahlen seien trotz der seit Anfang November geltenden Einschränkungen nach wie vor deutlich zu hoch.

Lauterbach verlangt Impfung der Deutschen "in Rekordzeit"

Nach der Zulassung des Biontech-Impfstoffs in Großbritannien fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine beschleunigte Corona-Impfung auch in Deutschland. Die Bevölkerung müsse "in Rekordzeit" geimpft werden, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wenn wir genügend Impfstoff bekommen, muss es uns gelingen, innerhalb weniger Monate jeden impfbereiten Deutschen gegen das Coronavirus zu impfen." Lauterbach äußerte die Erwartung, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna "sehr schnell auch in Deutschland zugelassen werden - etwa per vorläufiger oder eingeschränkter Zulassung". Diese beiden Impfstoffe sind nach seiner Einschätzung "absolut zulassungswürdig". Lauterbach weiter: "Wir sollten da keine Zeit verlieren, auch wenn andere EU-Staaten noch nicht so weit sind." Die Vakzine von Biontech und Moderna reichten allerdings nicht aus, schränkte der Mediziner ein. "Mit den Mengen, die wir uns über die EU gesichert haben, können wir in Deutschland nur schätzungsweise 26 Millionen Menschen impfen", sagte er. Der Rest müsste von Astrazeneca und anderen Impfstoffherstellern abgedeckt werden. Auch der Astrazeneca-Impfstoff werde voraussichtlich bald die Zulassung bekommen. "Wir müssen auf jeden Fall in der Lage sein, den Impfstoff, den wir bekommen, sofort zu verimpfen", forderte Lauterbach. +++


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