RKI meldet 21.237 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen 21.237 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 5,4 Prozent oder 1.222 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche, als 22.459 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Insgesamt geht das Institut derzeit von rund 321.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus - etwa 31.200 weniger als vor einer Woche. Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand. Außerdem meldete das RKI nun 1.019 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Aufgrund von Feiertagseffekten inklusive möglicher Nachmeldungen sind die Zahlen wohl noch einige Tage schwer zu interpretieren. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Mittwochmorgen 5.655 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Dienstagmittag waren es 23 mehr.

Bouffier: "Lage ist ernst"

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte am Dienstag nach der Schalte mit den Regierungschefs aus Bund und Ländern: "Die Lage ist nach wie vor außerordentlich ernst." Der Lockdown wurde bis zum 31. Januar verlängert. Zudem dürfen sich künftig nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer haushaltsfremden Person im öffentlichen Raum treffen. Bei 7-Tage-Inzidenzen ab 200 wird die Freizeit-Bewegungsfreiheit auf 15 km begrenzt. Wie es mit dem Schulunterricht nach Ende der Weihnachtsferien in Hessen weitergeht, ist noch unklar. Am Mittwoch werde das Corona-Kabinett eine finale Entscheidung treffen, so Bouffier. Für die Kitas werde er eine grundsätzliche Empfehlung zum Offenhalten abgeben. Die Ferien in Hessen enden diese Woche.

Eltern der Kita-Kinder fordern mehr finanzielle Unterstützung

Die Bundeselternvertretung für Kita-Kinder befürwortet vor dem Hintergrund längerer Kita-Schließungen die beschlossenen zusätzlichen bezahlten Betreuungstage, dringt aber auf mehr finanzielle Unterstützung für Familien. "Wir nehmen wahr, dass die Politik die Probleme der Familien sieht und begrüßen die zehn zusätzlichen Betreuungstage pro Elternteil", sagte Katharina Queisser, Sprecherin der Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (Bevki) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das reiche für den Januar. Aber der Druck auf den Familien bleibe hoch, so die Elternvertreterin. "67 Prozent des Einkommens bedeuten für viele Familie ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten", sagte Queisser. "Das trifft diejenigen Familien und Kinder am härtesten, die ohnehin schon in prekären Situationen leben und um Teilhabe kämpfen müssen." Bevki fordert deshalb eine Neuauflage des Corona-Kinderbonus von 1.000 Eu ro pro Kind und Monat. "Damit lässt sich diese Schieflage ausgleichen." Bund und Länder hatten am Dienstag beschlossen, dass Kitas bis Ende Januar geschlossen bleiben sollen. Eltern sollen dafür zehn zusätzliche bezahlte Betreuungstage pro Elternteil bekommen, Alleinerziehende zwanzig.


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*