RKI meldet 11547 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 62,3

Stiko-Experte skeptisch bei Impfempfehlung für Kinder unter zwölf

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 11.547 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 2,0 Prozent oder 233 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 63,6 auf heute 62,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 123.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 8.900 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 76 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 388 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 55 Todesfällen pro Tag (Vortag: 54). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 93.959. Insgesamt wurden bislang 4,27 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese spät  er noch vom RKI korrigiert werden.

Stiko-Experte skeptisch bei Impfempfehlung für Kinder unter zwölf

In der Stiko gibt es Zweifel an einer allgemeinen Empfehlung für Corona-Impfungen bei Kindern unter zwölf Jahren. „Eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder unter zwölf Jahre halte ich aktuell angesichts der nur geringen Erkrankungsrate für schwer begründbar“, sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Er rechne allerdings damit, dass die Stiko eine Empfehlung für vorerkrankte Kinder mit erhöhtem Risiko abgeben werde, so der Pädiater und Immunologe. Bei der Prüfung durch die Stiko gehe es gerade bei Kindern immer um eine Güterabwägung, so Zepp. Die durch eine Impfung erreichbaren gesundheitlichen Vorteile sollten mögliche Nachteile der Impfung, zum Beispiel durch Nebenwirkungen, immer überwiegen. Eine Datengrundlage mit rund 2.500 Kindern in der Studie reiche zwar aus, um die immunologische Impfantwort zu ermitteln, die Teilnehmerzahl sei aber zu klein, um auch die Sicherheit in der Altersgruppe zu beurteilen. Hinzu komme, dass die Krankheitslast bei den jüngeren Kindern noch geringer sei als bei den Überzwölfjährigen. „Zudem ist es fraglich, ob die pandemische Lage am Ende des Jahres, wenn die Zulassung erwartet wird, überhaupt noch so angespannt ist, dass eine besondere Dringlichkeit besteht“, gab Zepp zu bedenken. Der Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer hatte angekündigt, die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für Unterzwölfjährige in Kürze bei der EMA beantragen zu wollen. Erst dann werde die Stiko nach Prüfung der Studiendaten über eine Empfehlung beraten. +++

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