Richtfest für die Rathaus-Erweiterung in Neuhof

Fertigstellung für Herbst 2023 geplant - Alles im Kosten- und zeitlichen Rahmen

Nach ziemlich genau 11-monatiger Bauzeit konnte am Freitag (30. September) auf dem Baugrundstück Lindenplatz 4, direkt hinter dem Rathaus Neuhof, für dessen Erweiterung das Richtfest gefeiert werden. Der Bau für die Erweiterung war nötig geworden, da das Rathaus in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und Arbeitsstättenrichtlinien genügt. Die gemeindlichen Gremien planten schon seit Längerem einen Anbau, der den heutigen Anforderungen entspricht. Der Entwurf für das dreistöckige Gebäude, das über einen gläsernen Verbindungstrakt an das bestehende Rathaus angebaut werden soll, wurde von der gemeindlichen Bauabteilung in Eigenregie erarbeitet und mit Hilfe des Neuhofer Architekturbüros Neumann weitergeplant. Die Kosten für das Projekt wurden auf rund sieben Millionen Euro geschätzt.

Richtfest für die Handwerker und hauptsächlichen Akteure

Bürgermeister Heiko Stolz (CDU) hieß die Festgemeinde – unter ihnen Vertreter der gemeindlichen Gremien anlässlich des Richtfests für den Rathaus-Anbau herzlich willkommen. „Ich freue mich, dass wir nach rund 11-monatiger-Bauzeit, die bisher gut und komplikationsfrei verlief, Richtfest feiern können“, so Bürgermeister Stolz in seinen einleitenden Worten zur Begrüßung. „Wir haben uns zu Beginn des Rathaus-Anbaus auf die Fahne geschrieben, dass wir bezugnehmend des Anbaus drei Feste feiern wollen: den Spatenstich für die politischen Akteure, die den Anbau entschieden haben, das Richtfest für die Handwerker und hauptsächlichen Akteure und zu guter letzt – die Einweihung für die Mitarbeitenden und Bürger dieser Gemeinde.“ Bürgermeister Stolz verwies in seinem Redebeitrag auf den „Tag der offenen Tür“ nach Fertigstellung des Anbaus, der allen Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neuhof die Möglichkeit offerieren soll, die Erweiterung des Rathauses in Augenschein nehmen zu können. „Heute freuen wir uns jedoch, dass wir termingerecht Richtfest feiern können. Wir haben diesen Bau bisher mit der Firma Jöckel Bau GmbH & CO. KG als Generalunternehmen sehr, sehr positiv begleitet“, sagte Bürgermeister Stolz am Freitag auf der Baustelle. Das Neuhofer Gemeindeoberhaupt dankte Geschäftsführer Peter Jöckel für das bisherige gute Miteinander und die gute Zusammenarbeit. Ein weiterer Dank vonseiten des Bürgermeisters galt den maßgeblichen Bauleitern, die den Bau bisher begleitet haben. Ferner galt sein Dank Daniela Seidl vom Bauamt der Gemeinde Neuhof, die in der Vergangenheit immer wieder betont habe, wie zufrieden auch sie mit dem Bauablauf ist.

Voraussetzung für reibungslosen Bauprozess ist gute Zusammenarbeit aller

Nach 11 Monaten Bauzeit sei man, so Bürgermeister Heiko Stolz, voll und ganz im Kosten- und zeitlichen Rahmen. Lediglich zu Beginn der Bauzeit habe es etwas Verzug durch die Arbeiten des Kellers gegeben, betonte er. Aktuell gehe man davon aus, dass es auch zukünftig keine Vorkommnisse oder negative Einschränkungen geben wird. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Jeder, der in der Baubranche tätig ist, weiß das.“ Das es bis jetzt auf der Baustelle so gut gelaufen ist, liege nach Bürgermeister Stolz vor allem an „der guten Zusammenarbeit“ und „der guten Abstimmung“ untereinander. Stolz dankte allen am Erweiterungsbau Beteiligten, allen voran der Firma Jöckel als Generalunternehmen sowie den maßgeblichen Bauleitern Herrn Stanzel und Herrn Faust. Bislang kamen beim Erweiterungsbau acht Firmen davon vier von ihnen aus der Gemeinde Neuhof zum Einsatz; drei weitere Firmen kommen aus dem näheren Umfeld der Region Fulda. Lediglich ein Unternehmen stammt nicht aus der Region. „Wenn man die Fachplaner und die Planungsbüros mit dazu nimmt, sind es 14 Firmen aus der Region“, so Stolz. Und weiter: „Man kann sagen, die Erweiterung des Rathauses ist ein Bau, der in der Region von Handwerkern aus der Region entsteht. Ich glaube, darauf können wir echt stolz sein.“ Bürgermeister Stolz bezeichnete daher den Anbau als Prestigebau für die Region, der von Handwerkern aus der Region ausgeführt werde. „Ich bin frohen Mutes, dass wir nach dem heutigen Richtfest auch in Zukunft erfolgreich zusammenarbeiten werden“, so Bürgermeister Stolz abschließend.

Nahezu alle am Bau beteiligten Unternehmen aus der Gemeinde und der Region

Im Anschluss an Bürgermeister Stolz ergriff Daniela Seidl von der Bauabteilung der Gemeinde das Wort. „Ein Richtfest ist dafür da, danke zu sagen an alle beteiligten Firmen, allen voran, allen Jöckelanern, die an diesem Bau bisher tätig waren und sind“, so Seidl. Ein weiterer Dank vonseiten der Bauabteilung galt den ausführenden Handwerksbetrieben, die, so Seidl, in diesem Sommer, dem Jahrhundertsommer wirklich besonderes geleistet hätten. „Bei der Hitze, wie wir sie in diesem Sommer hatten, ist es kein leichtes Unterfangen auf einer Baustelle zu arbeiten; für diese Leistung meinen vollen Respekt und herzlichen Dank. Ein weiterer Dank ging an das Neuhofer Architekturbüro Neumann. An Inhaber, Diplom Ingenieur (FH) Frank Neumann gerichtet, sagte Seidl: „Frank, Du warst für uns immer erreichbar und warst Du es einmal nicht, so hat ein Rückruf meist nicht lange auf sich warten lassen.“ Weitere Dankesworte gebührten allen bauausführenden Firmen sowie den gemeindlichen Gremien „für ihr entgegengebrachtes Vertrauen“. Seidl: „Wir haben immer versucht, alles offen darzulegen; ich hoffe, das ist uns bis heute weitestgehend gelungen?!“ Dank galt ebenso Hubert Enders, der das Projekt zusammen mit dem Bauamt der Gemeinde plante und bisher mit betreute. „Lieber Hubert, es war alles super. Vielen Dank auch Dir und Deinem Engagement in dieser Zeit“, so Seidl. Weiter dankte Daniela Seidl ihren Kolleginnen und Kollegen der Bauabteilung, allen voran Jan Schmitt, der das Projekt zusammen mit ihr betreut sowie Amtsleiter Joachim Bug, der ihr in allen Fragen der Tiefbauangelegenheiten „Rede und Antwort“ gestanden habe. Nicht vergessen zu erwähnen durften auch die Kollegen des Bauhofes nicht, die auf Zuruf immer Einsatzbereit gewesen waren, den Mitarbeitenden des Rathauses für ihre Geduld sowie allen Nachbarn für ihr Verständnis und Einsehen die Baustelle betreffend, hierzu auch die Einengung auf dem angrenzenden Parkplatz zähle.

Frank Neumann: Beauftragung von Generalunternehmen wird Zukunftsmodell werden

Weiterer Redner auf dem Richtfest war Architekt Diplom Ingenieur (FH) Frank Neumann, Inhaber und Namensgeber des Architekturbüros Neumann aus Neuhof. Neumann richtete seine Dankesworte an seine Mitarbeiter und den ausführenden Handwerkern. „Ihr seid ein super Team!“, so Neumann. Vor dem Hintergrund der kritischen Stimmen, die angesichts des beauftragten Generalunternehmens Jöckel Bau laut geworden waren, sagte er: „Ich denke, dass so etwas Zukunftsmodell werden wird und dass immer mehr solche Vergabeverfahren gestaltet werden – auch aufgrund der Kostenunsicherheiten etc. Das Gute ist aber auch, dass viele heimische und in der Region ansässigen Handwerksbetriebe bedacht wurden und auch welche aus unserer Gemeinde. Das ist denke ich wichtig.“ Der Architekt dankte allen am Bau Beteiligten und dafür, dass der Bauprozess bisher so fair und kollegial abgelaufen sei. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Energiekrise sagte Neumann: „Wir haben hier ein Bauwerk, dass zum Glück ohne Gasanschluss verwirklicht wird. Vorgesehen ist, das alles mit Photovoltaik-Anlagen zu bestücken zuzüglich einem zusätzlichen Speicher. Wir versuchen so autark wie nur möglich zu bleiben und die Gemeine Neuhof trägt diese Entscheidung mit.“

Peter Jöckel: Bau bedeutet auch Meilenstein für unsere Historie

Abschließend sprach Peter Jöckel, einer der beiden Geschäftsführer der Jöckel Bau GmbH & CO. KG mit Stammsitz in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis): Jöckel beglückwünschte den jüngst wiedergewählten Bürgermeister Stolz zu dessen Wiederwahl und seinem überragenden Ergebnis. „Knapp 94 Prozent Zustimmung zeugen davon, dass Sie in Ihrer bisherigen Amtszeit sehr viel richtig gemacht haben. Ich bin mir sicher, dass Sie genauso zielstrebig und fadengerade Ihre Pläne für die kommenden sechs Jahre verfolgen und erreichen werden.“ Und weiter: Apropos zielstrebig und fadengerade – so kann man auch den bisherigen Bauverlauf der Erweiterung des Rathauses bezeichnen. Wir als Generalunternehmer können am heutigen Richtfest eine Bilanz ziehen, die zufrieden stellt. Das Projekt liegt voll und ganz im Zeitplan, und das finanzielle Budget wurde nicht überschritten. Beides ist in der aktuellen Zeit wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Beim Spatensicht hatten wir folgendes versprochen: In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Gemeinde Neuhof und den Verantwortlichen von Neumann Architektur werden wir das Bauvorhaben gemeinsam zielgerichtet voranbringen. Und Stand heute kann ich mit Fug und Rech sagen, dass wir sowie alle Projektbeteiligten haben Wort gehalten. Im Herbst 2023 wollen wir dieses Projekt, das für unser Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert hat, und auch ein Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte darstellt, abgeschlossen haben. Dann, lieber Herr Bürgermeister Stolz, haben wir alle erreicht, was wir beabsichtigten und das zielstrebig und fadengerade.“ Im Nachgang an die Grußworte hielt Gregor Faust den Richtspruch. Am Dienstag (4. Oktober) soll mit Arbeiten an der Fassade begonnen werde. In dem Anbau des Rathauses werden 30 Mitarbeiter auf einer Fläche von mehr als 1000 Quadratmeter ihre Tätigkeit ausführen. Die Einweihung und Inbetriebnahme des Anbaus sind für Herbst 2023 vorgesehen. Die Voraussetzung dafür ist, es läuft wie bisher alles nach Plan. Bürgermeister Stolz und alle anderen am Bau Beteiligten hoffen weiterhin auf eine gute, kollegiale Zusammenarbeit. Für das leibliche Wohl mit Würsten vom Grill und kühlen Getränken beim Richtfest sorgten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hattenhof. +++ jessica auth

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