Rheinenergie-Chef kritisiert Bundesregierung wegen Energiewende

Wertvolle Beiträge zum Klimaschutz

Köln. Der Chef des Energieversorgers Rheinenergie, Dieter Steinkamp, hat die Bundesregierung für die Energiewende scharf kritisiert. “Das System wird immer ungerechter”, sagte Steinkamp der “Bild”. “Große Unternehmen sind – um international wettbewerbsfähig zu sein – von Energieabgaben befreit, dafür müssen Privatleute und kleine Betriebe die Zeche zahlen”, kritisierte Steinkamp.

Seit 2010 seien 150 Milliarden Euro von Stromverbrauchern an Betreiber von Ökostrom-Anlagen gezahlt worden. “Das wird in den kommenden Jahren weiter steigen, wenn wir nicht gegensteuern.” Erneuerbare Energien leisteten zwar “wertvolle Beiträge zum Klimaschutz”, sagte der Rheinenergie-Chef, aber sie leisteten “so gut wie keinen Beitrag zur Versorgungssicherheit”. Daher würden herkömmliche Kraftwerke noch “für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte gebraucht”, so Steinkamp.

Der Rheinenergie-Chef forderte in der Zeitung einen Kurswechsel bei der Finanzierung der Energiewende. “Wenn man etwa den Ausstoß von Kohlendioxid verteuern würde und dieses Geld zur Finanzierung der Erneuerbaren Energie nutzt, dann zahlen am Ende vor allem die Umweltverschmutzer die Kosten für den Umbau der Energiewelt – und nicht mehr allein die Verbraucher”, sagte Steinkamp der Zeitung. +++

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2 Kommentare

  1. Es ist nicht “nur” die Natur die auf der Strecke bleibt. Leider hat die Politik, allen voran die Grünen, es geschafft ganze Landstriche mit Windindustrieanlagen zu verwüsten. Hauseigentümer werden kalt enteignet. Wer will schon neben diesen Invasoren leben? Bewohnern von Einzelhäusern oder Splittersiedlung werden Abstände von unter 500 Metern, bei Windradhöhen über 200 Meter, zugemutet, während die Verantwortlichen sich in Regionen zurückziehen, wo die Windkraft nicht möglich ist. So wohnte die Hauptverantwortliche für die Verwüstung des Hunsrück, Evelin Lemke, ehemalige Wirtschaftsministerin der Grünen in RLP, im schönen Ahrtal. Beim Ahrtal handelt es sich um eine landesweit bedeutsame historische Kulturlandschaft, wo keine Möglichkeit für Windkraft besteht. Oder man trifft die Verantwortlichen der sogenannten Energiewende in urbanen Zentren. Und da gerade die Grünen oft erstaunlich gut situiert sind, fährt man im Urlaub ins Ferienhäuschen in die Toskana mit garantiert windkraftfreiem Ausblick. Dort lässt es sich bei einem Glas Roten entspannt über die Transformation der Gesellschaft philosophieren. Tatsachen stören da nur.

  2. Zitat: ” Daher würden herkömmliche Kraftwerke noch “für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte gebraucht” Zitat Ende

    Und in drei Jahrzehnte weht der Wind zuverlässig und die Sonne scheit rund um die Uhr, sodass wir auf konventionelle Stromerzeuger verzichten können.
    Wem will man das denn erzählen?
    Selbst der “wervolle Beitrag zum Klimaschutz” entpuppt sich als ein Märchen, denn trotz 100 GW installierter Windkraft- und PV Leistung, steigt der CO2 Ausstoß bei uns im Land weiter an.
    Die ganze “Energiewende” ist ein reiner Bürgerbetrug und dient einzig und allein zur Geldumverteilung von unten nach oben. Was an Natur dabei auf der Strecke bleibt ist den Profiteuren dieser “Energiewende” völlig egal.

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