ReserveCup: FT im 6. Jahr in Folge die beste Platzierung

Foto: privat

„Das war unsere beste Platzierung beim ReserveCup. Im sechsten Jahr in Folge“, strahlte der spielende Torwart Philipp von Pazatka-Lipinski. Zuvor scheiterte FT, der mit Abstand älteste Verein in Fulda, oft im Viertelfinale. „Wir waren technisch versiert und hatten viele Ballstafetten in unserem Spiel“, schob der Keeper, der eigentlich kein „echter“ ist, nach. „Wir wollten viel durchkombinieren“, ergänzte er in Fußballer-Sprache, „letzten Sonntag in der Vorrunde haben wir schon gemerkt, dass wir eine gute Truppe beisammen haben. Wir waren aber selbst überrascht, dass es so gut läuft“.

„Mit breiter Brust und gutem Selbstvertrauen in die Finalrunde“

Was den Keeper veranlasste, nach vorn zu schauen. „Mit breiter Brust und gutem Selbstvertrauen sind wir dann zur Finalrunde gefahren“, schob der Keeper nach. Sein Gefühl täuschte ihn nicht: Zweiter beim ReserveCup. Und seine prägende Auslegung der Torwart-Rolle beschrieb von Pazatka-Lipinksi so: „Im Hallenfußball brauchst du einen technisch versierten Torwart. Um offensiven Fußball zu zeigen und besser nach vorne verteidigen zu können. Und um die Überzahl zu nutzen, die du durch den Torwart hast.“ Kein Wunder und fast zwangsläufig, dass dem 28-Jährigen selbst zwei Tore gelangen: eines in der Vorrunde und eines im ersten Spiel der Zwischenrunde.

Von Pazatka-Lipinski? Klar, Philipp ist der vier Jahre jüngere Bruder von Adrian. Beide wuchsen einen Steinwurf von FT auf: an der Traditionsstätte Waidesgrund beim RSV Petersberg. Fünf Jahre spielten sie mehr oder weniger zusammen – Adrian in der Ersten voller namhafter Spieler wie Boris Aschenbrücker oder Andreas Brzoza, Philipp kickte meist in der Zweiten. 20 Jahre war Philipp für den RSV aktiv, ehe er sich 2024 – in dem Jahr, als der RSV seine Zweite abmeldete am Spielbetrieb, für eine Luftveränderung nur ein paar Meter weiter entschloss: zu den „Turnern“ an die Magdeburger Straße. Mit Beginn dieser Saison meldete der RSV Petersberg wieder eine zweite Mannschaft, Trainer ist der junge Linus Wittke. Und wie so oft, gibt es schneller ein Wiedersehen, als man denkt. Sowohl der RSV als auch FT kicken im Freien in der B-Liga Fulda-West. Frischauf führt die Tabelle an, auch der RSV hat noch gute Chancen auf den Aufstieg. Und Philipp von Pazatka-Lipinskis FT-Team, das zu großen Teilen auch in Ransbach spielte, ist Sechster.

Hier noch einige statistische Angaben zum ReserveCup des TSV Ransbach. Bei seiner 32. Austragung fielen in 100 Spielen 464 Tore – ein Schnitt von 4,6 pro Spiel. Der kommt dem Allzeitschnitt von 4,7 nahe. Denn in insgesamt 498 Spielen zappelte die Kugel 16.517-mal im Netz. Als Überraschungsmannschaft gehen durchaus die bisher „Alten Herren SG Hohenroda“ durch – jetzt nannten sie sich „Hohenroda Classics“. Sie bildeten das Stückchen Lokal-Kolorit. Und das ohne Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda. Der weilte mit Ehefrau Olivia im Urlaub und ließ die besten Grüße ausrichten. Am Donnerstag wird er 40.

Turniersieger Niederaula/Kerspenhausen erzielte mit 45 Toren die deutlich meisten in diesem Jahr. Mit Abstand gefolgt von der FSG Jossatal (33) – und eben FT Fulda (31). ++ rl


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