Regierungspräsidium Kassel untersagt Betrieb des Windparks Hofbieber

Rock: "Der Fall hat überregionale Bedeutung"

Fulda. Heute ist bekanntgeworden das auf Anordnung der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel der Windpark Hofbieber dauerhaft abgeschaltet wird. Dazu hat René Rock, Vorsitzender der FDP Fraktion im Hessischen Landtag erklärt: „Der Fall hat überregionale Bedeutung. Das Regierungspräsidium Kassel hat den Betrieb eines Windparks aus drei Anlagen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt. In den Nachtstunden galt bereits ein Abschaltzwang zum Schutz von Fledermäusen. In der Konsequenz stehen nun in hochsensiblen Schutzgebieten Windkraftanlagen, die sich nun aber aus genehmigungsrechtlichen Gründen nicht mehr drehen dürfen. Dieses Fiasko war von Anfang an absehbar, denn anerkannte Naturschutzverbände hatten auf die Bestände an geschützten Arten hingewiesen. In unmittelbarer Nähe führt das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ein Artenschutzprojekt für den Rotmilan durch.“

„Das Beispiel zeigt, weil die schwarz-grüne Landesregierung die Windkraft mit der Brechstange durchdrücken wollte wurden Genehmigungen erteilt, die niemals hätten erteilt werden dürfen. Nun ist der Wald abgeholzt und drin steht eine Investitionsruine. Geschädigt sind auch gutgläubige Bürger, die als Teil der regionalen Energiegenossenschaft Eichenzell für 14,6 Millionen Euro die Windkraftanlagen von der Firma Abo-Wind abkauften und nun möglicherweise nicht nur das Geld verlieren, sondern auch den Rückbau bezahlen müssen. Aus der vermeintlichen Goldgrube Windkraft kann schnell ein Millionengrab werden”, so Rock.

„Um sicherzustellen, dass am Ende nicht die öffentliche Hand für millionenschwere Rückbaukosten aufkommen muss, wollen wir einen Landessicherungsfonds, in den Betreiber einzahlen müssen, um den Rückbau sicherzustellen. Es dürfen nicht die gleichen Fehler wie bei den Atomkraftwerken gemacht werden, für dessen Rückbau nun der Steuerzahler haften muss“, erklärte Rock abschließend. +++

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5 Kommentare

  1. Meinen Glückwunsch an den RP in Kassel, daß er diesem Schwachsinn gewissenloser Geschäftemacher endlich Einhalt geboten hat.

    Im Übrigen: Der Ganze Unsinn, AKW´s abzuschalten wird uns erst dann bewußt werden, wenn sie alle aus sind, der Strom nur noch aus Polen oder Frankreich (billige AKWs u.a.) kommt und wir unseren teuer produzierten Windstrom nirgendwo los werden. Oder noch besser: wenn dann das Licht ausgeht, weil der Wind nicht bläst, wird´s auch der letzte Depp begreifen: so gehts nicht!

    Etwas Dümmeres als diese sogenannte Energiewende hat Deutschland schon lange nicht mehr gesehen. Freuen tun sich darüber nur die oben erwähnten “Businessmen”!

    Daher: back to the roots, back to AKW!

    Und den Atommüll könnt ihr gerne bei mir im Garten vergraben.
    Da ist noch jede Menge Platz! 😉

  2. Das hätte ich dem sonst liebentreuen und 1:1 durchsetzenden RP nicht zugetraut. Scheinbar sind nicht alle grün/rot verpeilt.
    Glückwunsch !!!

  3. Zu Rene Rock: Da träumt ein “Realpolitiker” von Kernfusion als Alternative zur Windkraft (Live-Interview im HR-TV). Das wäre kein Millionengrab – es wäre ein Milliardengrab, und zwar für den Steuerzahler. Dass Kohle und Atom Auslaufmodelle und der Klimawandel Realität sind, wollen solche Leute immer noch nicht wahr haben. Bürger versuchen mit der Eichenzeller EG Verantwortung zu übernehmen, leider nicht ganz ohne Risiko. Ich kann nur an die Vernunft der Wähler appellieren und hoffen, dass diese Partei mit diesem Vorsitzenden an der 5%-Hürde scheitert.
    Zur E-Mobilität: Sie wird kommen, ob es VW & Co. wollen oder nicht. China macht es uns vor.
    Zum Rotmilan: Dass er geschützt wird, ist absolut notwendig. Das wird im Normalfall im Genehmigungsverfahren berücksichtigt. Eine Abschaltung über Monate erscheint mir unverhältnismäßig. Da müssten alle Diesel-Kfz sofort stillgelegt werden, da sie unsere Gesundheit gefährden. Und ob der Rotmilan durch Windräder überhaupt gefährdet wird, ist strittig, da seine Futtersuche in einer Höhe stattfindet, wo die Rotoren noch gar nicht hinkommen.

  4. BRAVO, die Stadt Hünfeld hat etwas geschafft. Es wird wohl bei solchen Raufbrüdern gegen die Windenergie, Photovoltaik und Stromleitungen bald keinen Investor mehr geben der es riskiert in die Windenergie im Raum Hünfeld zu investieren. Hoffentlich kostet der Strom, durch die großen Konzerne angelieferte Strom, in Hünfeld bald das Doppelte. Auch Ladestationen für E-Autos findet man in Hünfeld nicht. Hoch lebe unser Diesel.

    • Lieber Herr Frohnapfel,
      Haben Sie sich schon mal mit den Mechanismen der Strompreisbildung und den einzlnen Bestandteilen des Strompreises auseinander gesetzt? Kann ich nur empfehlen.
      Besitzen Sie schon ein E-Auto und laden dieses mit Ökostrom?
      Was schätzen Sie, wie viele E- Autos es im Kreis Fulda gibt?
      Wo werden die wohl geladen? Zuhause oder an öffentlichen Ladesäulen?
      Einer muss anfangen. Ich denke es ist der falsche Weg immer auf den Staat zu setzen. Jeder sollte erst mal bei sich selbst anfangen und den Schritt weg vom Verbrennner machen. Mit dem Zweitwagen kann man ja schon mal anfangen.
      Zum Thema Windpark Hofbieber kann man sagen, Gier frisst Verstand. Hier wollte man die Energiewende mit der Brechstange durchsetzen. Abowind hat’s erkannt und das Projekt rechtzeitig abgestoßen und genügend dumme gefunden, die das Projekt übernehmen. Die Eichenzeller Genossen dürfen die Gier und die mangelnde Risikoabwägung der Initiatoren jetzt ausbaden.
      In Deutschland gibt’s nun mal Gesetzte und Regeln und die gelten auch Windkraftbeführworter, als auch Gegner.
      Dann zur Motorsäge zu greifen ,ist einfach nur kriminell!

Demokratie braucht Menschen mit Mut!

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