Reallöhne 2019 gestiegen

Vollzeitbeschäftigte im Osten verdienten im Durchschnitt 41.534 Euro

Lohnabrechnung

Der Reallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2019 um durchschnittlich 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Nominallöhne lagen im Jahr 2019 um 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert, während sich die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent erhöhten, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung am Mittwoch mit.

Verglichen mit der Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 schwächte sich sowohl die reale als auch die nominale Verdienstentwicklung im vierten Quartal 2019 etwas ab: Gegenüber dem vierten Quartal 2018 ergab sich für den Reallohnindex ein Wachstum von 0,7 Prozent bei einem Nominallohnzuwachs von 2,0 Prozent und einem Anstieg der Verbraucherpreise um gut 1,2 Prozent. Während die Verdienste in Westdeutschland (einschließlich Berlin) im Jahr 2019 nominal um 2,5 Prozent stiegen, hatten Beschäftigte in Ostdeutschland einen nominalen Lohnzuwachs von 3,6 Prozent. Trotz des vergleichsweise starken Zuwachses in den ostdeutschen Bundesländern, blieb ein großes Lohngefälle zwischen West und Ost: Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern im Westen bei 54.550 Euro.

Vollzeitbeschäftigte im Osten verdienten im Durchschnitt 41.534 Euro und damit fast ein Viertel (24 Prozent) weniger als Vollzeitbeschäftigte im Westen. Im gesamtdeutschen Durchschnitt kamen vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer auf einen Bruttojahresverdienst von 52.803 Euro. Auch im längerfristigen Vergleich haben sich die nominalen Arbeitnehmerverdienste in West und Ost angenähert: Während die Nominallöhne in Westdeutschland von 2007 bis 2019 um 31,2 Prozent stiegen, betrug der Zuwachs in Ostdeutschland 41,0 Prozent, so die Statistiker. +++

 
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