Rauchmeldertag: Denn die Nase schläft Nachts mit

Fulda. Bei einem Brand ist vieles abgesichert: das Auto, das eigene Haus, das Inventar. Alles ist ersetzbar. Doch wie sieht es mit dem Leben der Wohnungsbewohner aus? Wer beschützt sie bei einem Brand in den eigenen vier Wänden? Die Antwort lautet: Rauchmelder können ihr Leben retten. Nicht von ungefähr sind die Geräte daher mittlerweile in 13 Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Viele Vermieter sind ihrer Pflicht zur Installation bereits nachgekommen und haben die Wohnungen auf ihre Kosten ausgerüstet. Für die Wartung sind im Anschluss übrigens die Mieter verantwortlich.

Als erfreulich wertet Thomas Helmer, Leiter der Feuerwehr Fulda, dass mittlerweile viele die Notwendigkeit von Rauchmeldern erkannt hätten. Denn sollte es zu einem Brand in den eigenen vier Wänden kommen, hilft ein Melder in jedem Raum, Betroffene rasch zu warnen, um so schnell wie möglich die Wohnung zu verlassen. Schließlich bedeuten Rauchgase eine absolut ernst zu nehmende Gefahr. Trotzdem sei es noch ein „langer Weg“, um alle überzeugen zu können. Vor diesem Hintergrund hält Fuldas Brandschutzamtsleiter eine Kampagne wie die zum Rauchmeldertag für ungemein wichtig und notwendig. „Rauchmelder sind ein aktiver Bestandteil des Selbstschutzes und können mit dazu beitragen, unversehrt aus den eigenen vier Wänden zu kommen.“

Der Vogelsberger Landrat Manfred Görig und der Kreisbrandinspektor des Vogelsbergkreises, Dr. Sven Holland machen die Bürgerinnen und Bürger auf den hohen Nutzen von Rauchmeldern in der eigenen Wohnung aufmerksam. „Es ist nur eine kleine Investition, die wirklich das eigene und das Leben der Familie retten kann“, unterstreicht der Landrat in einer Mitteilung. Für den Chef der Gefahrenabwehr, Dr. Sven Holland, ist es besonders wichtig, auf die gute Auswahl des Geräts zu achten. Er weist auch darauf hin, dass die Übergangsfrist für Bestandsgebäude in diesem Jahr ausläuft. Spätestens bis 31. Dezember 2014 müssen in jeder Wohnung in Hessen Rauchmelder installiert sein.

Rauchmelder müssen mit dem CE-Zeichen inklusive Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sein. Aufgrund der Tatsache, dass das CE-Zeichen an einem Rauchmelder aber keine Aussage über dessen Qualität trifft, sondern nur besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf, gibt es seit 2012 das unabhängige Qualitätszeichen „Q“. Rauchmelder mit dem „Q“ werden einer erweiterten Qualitätsprüfung unterzogen. Sie werden auf ihre Langlebigkeit geprüft, weisen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen auf, haben eine erhöhte Stabilität, beispielsweise gegen äußere Einflüsse, und eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren verfügt. „Damit Käufern, die besonderen Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit legen, eine verlässliche Entscheidungshilfe geboten werden kann, gibt es das „Q“ als unabhängiges Qualitätszeichen“, erklärt Christian Rudolph, Vorsitzender des Forums Brandrauchprävention e.V.

Laut den Bauordnungen der Bundesländer mit Rauchmelderpflicht müssen Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern sowie in Fluren angebracht werden. Damit die Melder vom Brandrauch ungehindert erreicht werden und so schon Brände in der Entstehungsphase erkennen können, ist es wichtig, dass sie an der Decke möglichst in der Raummittemontiert sind. Wer über eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Etagen verfügt, sollte auch den Keller beziehungsweise den Dachboden nicht vergessen, darauf weisen die Experten hin.

Der beste Rauchmelder kann im Ernstfall nicht funktionieren, wenn die Batterie leer oder der Rauchmelder stark verschmutzt ist. Daher ist eine regelmäßige Wartung unbedingt notwendig. „Eigentümer, die ihre Wohnung oder ihr Haus selbst bewohnen, sind für die Funktionsfähigkeit ihrer Rauchmelder persönlich verantwortlich. Die Wartung beinhaltet unter anderem das Drücken der Prüftaste nach Herstellerangaben, um zu schauen, ob die Batterie und der Alarmgeber noch funktionieren. Außerdem sollte auch genau kontrolliert werden, ob die Öffnungen am Rauchmelder frei von Staub und Flusen sind. Unabhängig vom Drücken der Prüftaste ist ein Batteriewechsel erforderlich, wenn der Rauchmelder einen Warnton aussendet, Wer mit der Installation und der Wartung ganz auf Nummer sicher gehen will, beauftragt am besten einen Dienstleister, der den bundesweiten Standard des Forums Brandrauchprävention „Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder“ erfüllt und damit über die geeigneten Qualifikationen verfügt. +++ fuldainfo

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