Radfahrer von Zug erfasst – Gaffer behindert Rettungskräfte

Rettungsdienst

Ein tragischer Unfall ereignete sich gestern Abend gegen 17:42 Uhr im Bereich Anneröder Siedlung/Gießen-Waldstadion. Ein 51-jähriger Radfahrer wurde von einem Zug der Hessischen Landesbahn erfasst und schwer verletzt.

Der Mann befuhr den parallel zur Bahnstrecke Gießen-Fulda verlaufenden Fahrradweg und kreuzte plötzlich die Gleise in Höhe der Umlaufsperre. Trotz sofortiger Schnellbremsung und Achtungspfiff konnte der Lokführer den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Radfahrer wurde von dem Zug erfasst und zur Seite geschleudert. Er erlitt schwere Verletzungen und musste in das Gießener Uni-Klinikum gebracht werden. Die 22 Reisenden im Zug blieben unverletzt.

Neben der Bundespolizei waren auch der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG und ein Notarzt im Einsatz. Die Rettungsarbeiten wurden jedoch durch einen 24-jährigen Gaffer behindert. Der Mann betrat den abgesperrten Bereich und weigerte sich, diesen trotz mehrfacher Aufforderung zu verlassen. Die Beamten mussten ihn unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt aus dem Bereich bringen. Anschließend beleidigte der 24-Jährige die Polizisten und versuchte zu fliehen. Er konnte jedoch nach kurzer Zeit gestellt und zur Dienststelle gebracht werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 1,8 Promille. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung und weiterer Delikte eingeleitet. +++


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