Quartier rund um das Stadthaus und Klausstraße wieder Fußgängerzone

Wildes Parken und zu schnelles Fahren

Klaustor

Bad-Hersfeld. Das Quartier rund um das Stadthaus und die Klausstraße wird jetzt wieder als Fußgängerzone ausgewiesen. Das hat der Magistrat der Kreisstadt im Juni beschlossen.
Das Gebiet soll zudem eine weitere Aufwertung erfahren und im Rahmen eines Hessentagsprojektes zum Quartiersplatz der Nachhaltigkeit umgestaltet werden. Der Bebauungsplan der Kreisstadt Bad Hersfeld aus dem Jahre weist seit 1986 ohnehin den unteren Bereich der Klausstraße (ab der Einmündung Badestube), die Straße Klaustor bis zur Löhrgasse sowie kleinere Teile der Straßen „An der Obergeis“ und „An der Untergeis“ als Fußgängerzone aus.

Nach wechselhaften Jahren mit unterschiedlichen rechtlichem Status, mit Modellversuchen und Ausnahmeregelungen wird die ursprüngliche Regelung jetzt wieder hergestellt – und durch eine entsprechende Beschilderung zur Zeit auch für jedermann klar erkennbar sein. Damit wird vor allem die Befahrung mit Kraftfahrzeugen und das Parken gegenüber der Vergangenheit deutlich eingeschränkt – wie in jeder Fußgängerzone. Dazu sah sich der Magistrat veranlasst, weil in den letzten Monaten und Jahren wildes Parken und zu schnelles Fahren in diesem Teil der Innenstadt überhandnahmen.

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Vor 1986 war der Bereich rund um das Stadthaus und Klausstraße verkehrsberuhigter Bereich. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens vor über 30 Jahren erfolgte dann aber die „straßenrechtliche Teileinziehung“ der öffentlichen Straßen, Straßenteile und Plätze und die planungsrechtliche Ausweisung als Fußgängerzone. Im Laufe der Zeit zeichnete sich ein Rückgang der Geschäftstätigkeit des Einzelhandels mit Wegfall alteingesessener Geschäfte im Bereich des Stadthauses ab. Es kam zu vermehrten Leerständen bei Laden- und Büroflächen und schnellen Wechseln von Geschäftsinhabern. Um den Bereich wiederzubeleben, stellte die CDU-Fraktion im Jahre 2001 einen Antrag, in einem zeitlich befristeten Versuch (und abweichend vom Bebauungsplan) die Fußgängerzone im Bereich des Stadthauses in einen verkehrsberuhigten Bereich mit Kurzzeitparkplätzen zurückzuverwandeln. Nach einigen Diskussionen wurde dann auch ein Modellversuch gestartet, bei dem versuchsweise ein Befahren des Stadthausbereichs wieder zugelassen wurde. Obwohl der Versuchszeitraum lange abgelaufen ist, wurde der Modellversuch tatsächlich nie offiziell beendet, die damaligen Regelungen wurden bis heute aber weiterhin geduldet. Stimmen von Anwohnern und Geschäftsleuten sprechen dafür, dass eine weitere negative Entwicklung des Gebiets eingetreten ist. Die Befahrbarkeit des Gebiets dient so beispielsweise nicht der besseren Erreichbarkeit und der Belebung, sondern wird häufiger für illegale Autorennen genutzt. +++ pm