Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Freitag eine Rede im Moskauer Luschniki-Stadion gehalten – die Fernsehübertragung brach aber aus ungeklärter Ursache nach wenigen Minuten ab. Zu Beginn seiner Rede hatte Putin bekräftigt, es würden „alle geplanten Maßnahmen“ in der Ukraine umgesetzt. Den Einsatz der russischen Truppen untermauerte er mit Bibelzitaten. Die russischen Soldaten würden tapfer kämpfen. Der Ukraine warf er einen „Genozid“ vor. „Wir hatten lange nicht so eine Einigkeit“, sagte Putin. Dann schaltete das Bild auf die Zuschauer um, ältere Aufnahmen der Veranstaltung wurden noch einmal gezeigt. In dem Stadion sollte der achte Jahrestag des Anschlusses der Krim gefeiert werden.
Scholz hat eine Stunde lang mit Putin telefoniert
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Freitagmorgen erneut mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Das Gespräch habe knapp eine Stunde gedauert, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Es sei „dem andauernden Krieg in der Ukraine und den Bemühungen, diesen zu beenden, gewidmet“ gewesen. Der Bundeskanzler habe gegenüber dem russischen Präsidenten darauf gedrängt, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand, zu einer Verbesserung der humanitären Lage und zu Fortschritten bei der Suche nach einer diplomatische Lösung des Konflikts komme. Wie Putin reagiert hat, wurde nicht kolportiert. Scholz hatte unter anderem letzten Samstag ebenfalls mit dem russischen Präsidenten gesprochen – da war auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit in der Leitung gewesen. +++

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