Private BA Fulda hieß Erstsemesterstudierende willkommen

16 Studierende haben am 1. Oktober ihr Studium im Bildungsunternehmen Dr. Jordan aufgenommen

16 Studierende haben am 1. Oktober ihr duales Studium an der Privaten Berufsakademie Fulda (BA) des Bildungsunternehmens „Dr. Jordan“ in Fulda begonnen. Bei der Akademischen Begrüßungsveranstaltung am Montag wurden sie vonseiten der Geschäftsführung des Bildungsunternehmens, Professor Dr. Lothar Jordan und dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration a.D. Dr. Wolfgang Dippel, offiziell willkommen geheißen. Hatten sich noch im vergangenen Jahr die Hälfte für die Studiengänge „Sozial- und Gesundheitsmanagement“ oder „Mittelstandsmanagement“ immatrikuliert, freute man sich, in diesem Jahr doppelt so viele Erstsemesterstudierende im Bildungsunternehmen begrüßen zu dürfen. Insgesamt studieren aktuell 36 junge Menschen an der Privaten Berufsakademie.

Professor Dr. Lothar Jordan, Vorstand der Direktion des gleichnamigen Bildungsunternehmens, hieß die Neuankömmlinge im Bildungsunternehmen vonseiten der Geschäftsführung herzlich willkommen. Dass der Hörsaal beinahe vollständig gefüllt sei, deutete Jordan als „schöne und beruhigende Feststellungen“. Der Direktor ging in seiner Rede zur Begrüßung auf die Immatrikulationsanzahl in diesem Jahr ein, diese mit aktuell 16 Erstsemesterstudierenden die höchste Anzahl seit 2007 ist. Diese Anzahl sei, so Prof. Dr. Jordan, „kein Naturzustand“, könnte aber wohl darauf hindeuten, „dass in Fulda und Umgebung, die parteiübergreifende und richtige Erkenntnis, dass Bildung das Wertvollste ist, was Deutschland zu bieten habe, zitierte er Bundeskanzlerin Angela Merkel, nun eine steigende Wertigkeit erfahre.

„Lernen ist Vorfreude auf sich selbst“ (Peter Sloterdijk)

Weiter ging der Geschäftsführer auf den Charakter der Privaten Berufsakademie ein, diese zwar die kleinste Berufsakademie Hessens sei, sich deshalb aber keineswegs verstecken müsse: „Wir sind darauf, dass wir die kleinste Berufsakademie in Hessen sind – hinsichtlich unseres Arbeitsergebnisses – sogar ein wenig stolz und auch auf unser kompetentes Führungsteam, bestehend aus Dr. Wolfgang Dippel, Professor Dr. Meyer und Patricia Jordan.“ Der Direktionsvorstand nutzte die gestrige Gelegenheit, um auch an das geschätzte Kollegium herzliche Dankesworte zu adressieren. Den Studienanwärterinnen und – anwärtern wünschte er „lehrreiche und prägnante Zeiten“ im Bildungsunternehmen. Er schloss mit einem Zitat des bekannten deutschen Philosophen Peter Sloterdijk, der einst in Bezug auf Bildung gesagt haben soll: „Lernen ist Vorfreude auf sich selbst“. „Es ist schön, junge Menschen zu sehen, die darauf brennen, zu lernen und neugierig sind, auf das, was kommt“, so Dr. Wolfgang Dippel, Direktionsmitglied im Bildungsunternehmen Dr. Jordan in seinen einleitenden Worten zur Begrüßung. Er hieß die Studierenden in der Berufsakademie herzlich willkommen und fuhr fort: „Wir freuen uns, dass Sie bei uns sind. Es ist heute ein wichtiger Tag für Sie und ein guter Startschuss für die nächsten drei Jahre.“ An die Partner der Privaten Berufsakademie Fulda gerichtet, sagte er: „Sie haben erkannt, um was es geht. Ihnen ist bewusst, dass wir dringend Führungsnachwuchs brauchen im Mittelstandsmanagement und in anderen Bereichen. Dies ist mit ein Grund, warum wir seit ein paar Jahren mit Ihnen zusammenarbeiten – mit tegut…, mediana oder R+S, um nur ein paar zu nennen. Ich freue mich, dass wir auch neue Partnerbetriebe für unsere Akademie gewinnen konnten, wie zum Beispiel die Firma Büchel.

„Ein duales Studium ist ein wertvolles Studium“

Sie schenken uns Ihr Vertrauen und wir wollen natürlich, dieses Vertrauen auch vonseiten der Berufsakademie rechtfertigen. Das ist uns ganz wichtig, gerade in einer Zeit, in der sich ganz, ganz viel verändert.“ Über das Duale Studium sagte er: „Ein duales Studium ist ein wertvolles Studium. Unsere Berufsakademie – Herr Jordan hat es gesagt – ist klein und fein und ich denke, das ist auch gut so, denn wir begleiten Sie auf Ihrem Weg nach oben sehr persöhnlich.“ Die Studierenden bat er, dass Sie keine Mühen scheuen sollen, falls Sie etwas bedrücken sollte, dies nicht auch zur Sprache zu bringen. „Ich bin ein Befürworter von sachlicher Kritik und diese ist auch ganz wichtig, um Dinge ändern zu können“, so Dippel. Gleiches gelte aber auch für Lob. Und weiter: „Ich denke, dass Sie bei uns sehr gut ausgebildet werden und die Tugenden, die Sie im Grunde ja kennen wie Pünktlichkeit, Fließ, Motivation – diese sind nicht nur beim Sport erforderlich, sondern auch bei einem solchen Studium; nicht zu vergessen, das Sozialverhalten. Denn wenn Sie Ihren Abschluss erworben haben, werden Sie Führungskraft sein und mit Menschen zusammen sein.“ In Bezug auf die Lehrenden an der Berufsakademie sagte der ehemalige Bürgermeister der Stadt Fulda: „Wir haben sehr erfahrene Dozentinnen und Dozenten, die wissenschaftlich fundiert arbeiten, aber auch große Verantwortung im Beruflichen und Praktischen geleistet haben.“ Aus eigener Erfahrung gab Dr. Wolfgang Dippel den Studierenden weiter mit auf den Weg: „Ich weiß – und das war zu meiner Zeit des Lernens auch nicht anders -, dass man am Anfang noch etwas unsicher ist, man das Gefühl hat, man stehe vor einem scheinbar unüberwindbaren akademischen Gipfel, den man in drei Jahre erklommen haben möchte. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Ihnen das gelingen wird.“

„Das Wichtigste ist jetzt, zielgerichtet nach vorne zu schauen“

Sinngemäß verwies der ehemalige Staatssekretär im Hessischen Ministerium auf das Stufengedicht von Hermann Hesse: „Stufe für Stufe, begleiten, leben, neuorientieren, verändern – und natürlich auch zurückschauen. Ich hoffe, Sie können am Ende Ihres Studiums zufrieden zurückschauen. Das wichtigste ist jetzt, dass Sie zielgerichtet nach vorne schauen. Ich bin mir sicher, die Hüte fliegen in drei Jahren und Sie wissen, was das bedeutet… Sie leben in einer Region – und das wird oftmals vergessen – mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in Hessen und nach wie vor mit einem starken Mittelstand. Ich danke an dieser Stelle den Mittelstandsunternehmen, dass Sie hier hart arbeiten, investieren und Verantwortung tragen.“ Um die Weiterbildung und Förderung junger Menschen auch in Zukunft in den Fokus zu stellen, ist die R+S Group AG mit ihrem Stammsitz in Fulda vor einiger Zeit eine Kooperation mit der Privaten Berufsakademie Fulda (BA) unter dem Dach des in Fulda ansässigen Bildungsunternehmens „Dr. Jordan“ und der Hochschule Fulda eingegangen. Für die R+S Group AG als Partnerunternehmen der Berufsakademie sprach am Montag der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Ralph Burkhardt. „Für uns als handwerklich geprägtes Unternehmen ist es seit jeher sehr elementar gewesen, dass wir gerade die duale Ausbildung fördern“, so der Vorstandsvorsitzende der R+S Group AG Ralph Burkhardt bei der Begrüßungsveranstaltung der Erstsemesterstudierenden der BA Fulda am Montag im Bildungsunternehmen Dr. Jordan. Und weiter: „Wir stehen vor der täglichen Herausforderung, dass sich die Gesellschaft – natürlich auch durch den Wandel der Digitalisierung, aber auch durch die Pandemie – sie werden es festgestellt haben – maßgeblich verändert hat. Es gibt viele Veränderung, vor denen wir stehen und Sie sehen heute an den verschiedensten Märkten, dass gerade die Digitalisierung nicht immer so einfach zu greifen ist.“

Burkhardt weiter: „Für uns als Unternehmen ist es wichtig, dass wir den Menschen den Mehrwert aufzeigen. Gerade in der Pandemie haben wir feststellen müssen, dass wir uns Herausforderungen stellen müssen, die ich in der Generation nie kennengelernt habe. Sie, die Sie jetzt den dualen Weg gehen, werden Fachkenntnisse an die Hand bekommen, um möglicherweise solchen Themen schneller entgegentreten zu können.“ Auf das eigene Unternehmen bezogen, sagte er: „Wir sind heute jeden Tag damit konfrontiert, zu sehen, wie sich nicht nur die Digitalisierung oder die Pandemie aufs Unternehmen auswirken, sondern wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verändern. So stehen wir vor der täglichen Herausforderung, dass wir in den Märkten deutlich schneller reagieren müssen wie noch vor 10, 15 Jahren.“ „Wenn Sie jetzt auf Ihre drei Jahre Ausbildung in der Berufsakademie blicken, so hat sich die Technologie um das 10-fache verändert. Das, was Sie heute erlernen – die Methodiken und Vorgehensweisen sind elementar wichtig. Die BA ermöglicht Ihnen, dass Sie neben Ihrem Studium auch praxisorientiert arbeiten werden. Gerade der Bereich Mittelstandsmanagement ist eingefordert, dass in der Zukunft möglichst zügig Entscheidungen getroffen werden müssen. Das möchte ich Ihnen in Ihren jungen Jahren mit auf den Weg geben.“ Der Vorstandsvorsitzende weiter: „Es hilft nicht immer, die 100-Prozent-Regel zu finden, die 80-Prozent-Regel ist meistens schon ausreichend, um Entscheidungen treffen zu können, mit der Sie in Ihrem Unternehmen oder Zuständigkeitsbereich weiterkommen.“

Respektvoller Umgang, das A und O für den Unternehmenserfolg

Was sich elementar verändern werde sei das Management. „Generationen verändern sich. Wir müssen auch Mittel und Wege finden, wie wir in der Zukunft das, was Sie in der neuen Zeit, in der Digitalisierung kennenlernen, mit Menschen im Unternehmen verbinden und diese auch abholen. Und das ist auch ein wesentlicher Punkt, denen ich Ihnen vermitteln möchte. Es bringt nichts, wenn Sie nachher imstande sind, Intelligenz- und Methodenkompetenz anwenden zu können, sondern, sie müssen die Gläser auch auf die Straße bringen können. Was ich Ihnen damit sagen möchte, Sie müssen sich auf individuelle Menschen einstellen können und auf individuelle Herausforderungen. Das gleiche gilt übrigens in der Pflege. Bei diesem Thema ist sehr, sehr viel Sozialkompetenz gefordert und Sie müssen auf Verschiedenste Individuen eingehen.“ Wesentlich für eine gute Unternehmensführung sei auch ein respektvoller Umgang mit den Menschen im Unternehmen. „Es hat Riesenvorteile, sich zu positionieren, aber auch – und das ist wesentlich – den Menschen folgen zu können. Sie müssen nicht alles von jedem einzelnen Mitarbeiter wissen, aber Sie sollten schon über die Nöte und Befindlichkeiten in den unterschiedlichsten Hierarchien Bescheid wissen, weil eines ist klar – egal, ob Sie später mal im Management stehen oder ein Unternehmen leiten – Sie allein werden den Erfolg nicht produzieren; es sind die Menschen, die für Sie arbeiten, Ihre Kolleginnen und Kollegen.“ Gerade im Mittelstandsmanagement und Mittelstand seien viele Veränderungen notwendig, um Dinge zu bespielen oder nach vorne zu bringen.

Burkhardt: Man muss auch den Mut haben, sich selbst infrage zu stellen

Bezug genommen auf das, was die jungen Menschen möglicherweise nach ihrem Abschluss erwartet, sagte Burkhardt: „Man muss auch den Mut haben, sich infrage zu stellen. Sie müssen mitnehmen, dass Sie in Zukunft viel mehr Entscheidungen zu treffen haben; Und zwar nicht gegen irgendeine Entscheidung, sondern für das, was Sie in Ihren Teams erreichen wollen. Sie müssen lernen, aus Niederlassungen Energie zu schöpfen, um dann daraus das Positive für Ihr Unternehmen herauszuziehen. Es werden Sie unterschiedliche Herausforderungen im Ressourcenmanagement fordern. Auch werden Sie viel mehr Restriktionen haben in der Zukunft, ganz gleich, ob das Umweltschutz oder Gesundheitsschutz ist. Ein weiterer Baustein ist lösungsorientiertes Denken und Arbeiten. Hohe Flexibilität ist ein hohes Gut, was Sie mitbringen müssen. Sie müssen belastbar sein nicht zuletzt müssen Sie Entscheidungen treffen.“ Abschließend wünschte der Vorstandsvorsitzende der R+S Group AG den Studienanwärterinnen und -anwärtern für Ihre Zeit an der Berufsakademie Fulda viel Erfolg und viel Durchhaltevermögen und verblieb: „Sie sind hier gut aufgehoben und Sie werden ganz sicher gut betreut.“ Professor Dr.-Ing. Bernd E. Meyer, Wissenschaftlicher Leiter sowie Professor für Informatik, Wirtschaftsmathematik und Management an der BA Fulda des Bildungsunternehmens Dr. Jordan gab einen Überblick über die Studieninhalte des Studiengangs „Mittelstandsmanagement“. Der Studiengang hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und führt nach Ablegung der Bachelor-Thesis zum Studienabschluss „Bachelor of Arts“ (B.A.). Hanna Mähler, Studierende an der Privaten Berufsakademie Fulda, berichtete den Neuankömmlingen von Ihren Anfängen und gab ihnen Wissenswertes mit auf den Weg. +++ jessica auth

Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der R+S Group AG Ralph Burkhardt

Hintergrund
Um jungen, ambitionierten Menschen eine bestmögliche Weiterbildung und gezielte Förderung innerhalb des Unternehmens zu ermöglichen, vergibt die R+S Group AG mit Stammsitz im osthessischen Fulda seit kurzer Zeit Stipendien. Die Stipendien richten sich an Absolventinnen und Absolventen der fachgebundenen Hochschulreife (Fachabitur), die beim Erwerb von einem dualen Studium mit verkürzter Berufsausbildung profitieren. Ein weiterer Baustein zur Förderung junger Menschen im Unternehmen, ist die sogenannte „Talentschmiede“, die vor einigen Jahren firmenintern auf den Weg gebracht wurde. Das Programm vermittelt jungen Führungskräften weitere Fachkenntnisse und Wissenswertes durch gezielte Unterrichtseinheiten, um ihren Wissensschatz zu erweitern, und um sich mit weiteren Führungskräften „von Morgen“ aus weiteren Marken auszutauschen.

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

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