Fulda/Haimbach. Am Freitag stattete Staatsministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) im Rahmen ihrer Sommertour dem Antonius-Hof in Haimbach einen Besuch ab. Intention der Ministerin war es mit den Vertretern des Netzwerkes, ehemals Antoniusheim Fulda, und des Biosphärenreservates Rhön über die Themen „Öko-Aktionsplan“, „Modellregion Ökolandbau Region Fulda“ sowie „Soziale Landwirtschaft“ zu sprechen.
"Die Nachfrage nach Biolebensmitteln wächst in Hessen kontinuierlich, sodass das Angebot an hessischen Bioprodukten nicht ausreicht, um die Nachfrage zu stillen. Diese Lücke wollen wir Stück für Stück schließen, damit die hessische Landwirtschaft von diesem Trend auch wirtschaftlich profitieren kann", so Landschaftsministerin Priska Hinz während ihres Amtsbesuches heute in Fulda. Benötigt werden hierfür verbesserte Strukturen in der Erzeugung, der Verarbeitung und der Vermarktung von regionalen sowie ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Deshalb startete das Land jetzt den Ökoaktionsplan. Ein Baustein des Planes sind die kürzlich ausgerufenen Öko-Modellregionen, zu denen auch der Landkreis Fulda zählt. "Der Landkreis Fulda erfüllt als Öko-Modellregion eine vorbildliche Funktion für ganz Hessen Innerhalb des Kreises ragt der Antoniushof aufgrund seiner herausragenden Arbeit im Ökolandbau noch einmal ganz besonders heraus. Ich begrüße das Engagement für nachhaltige und soziale Landwirtschaft sehr, lobt die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin.
Auf den Ackerflächen des traditionsreichen Biobauernhofes werden unter anderem Kartoffeln, Gemüse sowie Ackerbohnen und Klee zur Tierfütterung angebaut. Die Erzeugnisse des Hofes werden unter der Eigenmarke "Antonius-Bio" im eigenen Laden und zudem auf dem Wochenmarkt zum Verkauf angeboten. "Der Direktvertrieb ist eine wichtige Säule für den Ökolandbau. Die hessischen Ökobetriebe brauchen neben einer funkionierenden Direktvermarktung auch eine bessere Verknüpfung regionale Einzelhändler. So kann es gelingen, der bestehenden Nachfrage nach Biolebensmitteln gerecht zu werden", weiß Ministerin Hinz. Der Antonius-Hof erfüllt darüber hinaus auch eine soziale und integrative Komponente. Hier arbeiten überwiegend Menschen, die einer besonderen Unterstützung bedürfen: "Die Betreiber des Antonius-Hofes haben es verstanden, ökologische Lebensmittelverarbeitung, Fürsorge und Ausbildung, Transparenz, globales Denken und lokales Handeln mit Kundennähe zu verbinden. So wurde ein wertvolles Stück ökologische Agrar-Kultur geschaffen", so Hinz weiter.
Im Kontext ihrer Sommervisite stattete Ministerin Hinz im Anschluss auch der Dorfschmiede Freienseen einen Besuch ab. Dieses, ein 2012 begonnenes Projekt im Landkreis Gießen, beherbergt eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren mit einem Dorfladen, betreuten Wohneinheiten sowie einem Begegnungscafé. Dieses Projekt zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie mit zukunftsfähigen Ansätzen, die wertvolle Bausubstanz im Ortskern erhalten werden kann und gleichzeitig ein Nahversorgungsangebot geschaffen wird. "Das Projekt demonstriert, dass Dörfer - trotz demographischem Wandel - für junge und alte Menschen lebendig und attraktiv bleiben können. Die hessische Landesregierung setzt sich zum Beispiel mit dem `integrierten kommunalen Entwicklungskonzept´ - besonders für die Entwicklung im ländlichen Raum - ein", so Hinz. Das Land Hessen fördert Laubach seit 2014 über das hessische Dorfentwicklungsprogramm. "Unser Ziel ist, den idyllischen Lebensrauf in Freinseen mit zukunftsfähiger Infrastruktur zu stärken sowie wertvolle Bausubstanz im Ortskern zu erhalten. Im Zusammenspiel zwischen Bürgerbeteiligung und Förderprogrammen schützen wir das Dorf gegen die Auswirkungen des demografischen Wandels", kommentiert Priska Hinz. Hinz ist seit Januar 2014 Hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. +++ fuldainfo
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