Premiere von „Kiss me, Kate“ begeisterte das Publikum

Bad Hersfeld. Am Mittwochabend stand mit „Kiss me,Kate – Küss mich, Kätchen“ die dritte Premiere der diesjährigen Hersfelder Festspiele auf dem Programm. Wie auch bereits bei Don Quijote wurden selbst die anwesenden Fußballfans, die an diesem Abend der Kultur den Vorzug gaben, belohnt von den hervorragenden Leistungen der stimmgewaltigen Schauspieler, die innerhalb von 2,5 Stunden in ihren Darbietungen über sich hinauswuchsen. Auch am Ende dieses Musicals wollte der Beifall bis hin zu Standing Ovations scheinbar nicht enden, so hatten sich die Akteure in die Herzen ihrer Gäste hinein gespielt.

In der lebendigen und farbenfrohen Darstellung des „Stückes im Stück“ geht es um eine Theatergruppe, die Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“, darstellen will. Produzent Fred Graham (Thomas Borchert) übernimmt in der Aufführung die Rolle des Petrucchio, für die Rolle der zu zähmenden Katharina hat er seine Exfrau Lilli Vanessi (Katherine Mehrling) ausgesucht, die kurz vor der Eheschließung mit einem amerikanischen Diplomaten steht, der gleichzeitig Geldgeber des Stückes ist.

Fred, dem schnell anzumerken ist, dass er noch viel für seine geschiedene Frau empfindet, hat eine Affäre mit Lois Lane (Marie-Anjes Lumpp), die er in „seiner“ Shakespeare-Aufführung die Rolle von Katharinas jüngerer Schwester Bianca spielen lässt.

Auch Lilli ist noch nicht über die Zeit mit Fred hinweg und ihre Liebe blüht neu auf, als sie von Fred kurz vor der Aufführung einen Blumenstrauß geschenkt bekommt. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sie während der Aufführung bemerkt, dass dieser nicht für sie, sondern für Lois gedacht war.

Ihre Wut und Enttäuschung führen dazu, dass Lilli, bereits als Katharina auf der Bühne, ihren Gefühlen freien Lauf lässt. Sie tritt, beißt und ohrfeigt Fred alias Petrucchio, der nun ebenfalls zu härteren Maßnahmen greifen muss. Die Schauspielkollegen, die nicht wissen, was um sie herum gerade geschieht, improvisieren geschickt und es gelingt, den ersten Akt über die Bühne zu bringen.

Nachdem Fred Lilli vor dem Publikum übers Knie gelegt hat, weigert sich diese in der Pause, das Stück weiter zu spielen. Jetzt kommt das Schicksal Fred in Form von zwei Gangstern zur Hilfe, die Lilli wieder auf die Bühne zwingen. So entwickelt sich ein Verwirrspiel mit Happy End.

In der humorvollen Inszenierung mit Musik und Gesangestexten von Cole Porter unter der Regie von Stefan Huber zeigten die Schauspieler, die durch ein Orchester unter der musikalischen Leitung von Christoph Wohlleben unterstützt wurden, sowohl stimmliche als auch darstellerische Leistungen, die die Zuschauer begeisterten und Lust auf mehr machten. +++ fuldainfo – hans schmidt

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