Pre-Study Fulda feiert Jubiläum

Seit 2009 bietet die Hochschule ein Vorbereitungssemester für internationale Studierende an

Pre-Study Fulda, das studienvorbereitende Vorsemester für internationale Studierende an der Hochschule Fulda, feiert Jubiläum. In zehn Kohorten haben mittlerweile rund 400 internationale Bewerberinnen und Bewerber das Programm absolviert, um sich auf ihr Studium in Fulda vorzubereiten. Das Vorsemester bietet Deutschkurse auf verschiedenen Niveaus, (Fach-)Brückenkurse für den jeweils angestrebten Studiengang, Informationen zum Leben und Studieren in Deutschland sowie eine Einführung in Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Viele der Absolventinnen und Absolventen haben sich nach erfolgreichem Abschluss des Programms für ein Studium an der Hochschule Fulda immatrikuliert oder – wenn es das Wunschstudium in Fulda nicht gab – an einer anderen deutschen Hochschule eingeschrieben. Auch die diesjährige DAAD-Preisträgerin Kulthoum Fumo, die im Oktober im Stadtschloss die Auszeichnung entgegennahm, absolvierte zunächst das Pre-Study-Programm, verbesserte hier ihre Deutschkenntnisse und bereitete sich fachlich auf ihren Masterstudiengang Public Health vor.

Reaktion auf steigende Zahl internationaler Studierender

Die Hochschule Fulda war eine der ersten Hochschulen in Deutschland, die ein Propädeutikum für internationale Bewerberinnen und Bewerber einrichtete. „Als sich 2008 abzeichnete, dass die Zahlen der internationalen Studierenden kontinuierlich steigen, haben wir entschieden, ein Vorbereitungssemester für internationale Bewerberinnen und Bewerber anzubieten“, gab Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar im Rahmen einer Feierstunde einen Einblick in die Historie des Programms. Das war ein innovativer und richtiger Schritt: Seit 2008 hat sich die Zahl der internationalen Studierenden an der Hochschule Fulda mehr als verdoppelt: von 574 auf mittlerweile 1250. „Das Programm hat vor diesem Hintergrund wichtige Arbeit geleistet, um die internationalen Studierenden bestmöglich auf ihr Studium vorzubereiten und ihnen gleiche Startchancen zu gewähren“, betonte Khakzar. „Es spielt daher eine wichtige Rolle in unseren Internationalisierungsaktivitäten.“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Herkunftsländern

Fast 30 Studiengänge aus sechs Fachbereichen nehmen inzwischen am Pre-Study-Programm teil. Jedes Sommersemester begrüßt das International Office in dem Vorbereitungsprogramm rund 50 internationale Studienbewerberinnen und -bewerber aus etwa 20 Herkunftsländern und allen Kontinenten. Die größte Gruppe mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam bislang aus Afrika, vorrangig aus Kamerun. Aus Asien waren rund 100 Studierende vertreten. Die wichtigsten Herkunftsländer waren hier Bangladesch, China und Indien. Von den rund 40 Europäern, die sich bis jetzt für das Pre-Study-Programm der Hochschule Fulda entschieden haben, stammten die meisten aus der Türkei, der Ukraine und der Russischen Föderation.

Muster für Spezialprogramm für Flüchtlinge

Im Herbst 2015, als rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen, darunter viele Hochqualifizierte, lieferte Pre-Study Fulda die Blaupause für ein studienvorbereitendes Spezialprogramm für diese Zielgruppe. „Wir waren in der glücklichen Lage, dass wir schon ein Propädeutikum hatten und konnten so aus dem Stand ein Spezialprogramm für diese Zielgruppe einrichten“, erläuterte Winnie Rosatis, Initiatorin der Programme und Leiterin des International Office an der Hochschule Fulda. „Einige hessische Hochschulen haben damals auf unsere Erfahrungswerte zurückgegriffen und Angebote nach unserem Modell erstellt. Aber auch zuvor schon wurde Pre-Study Fulda über die Grenzen Hessens hinaus zum Vorbild für ähnliche Programme.“

Weiterentwicklung zum Orientierungsangebot

Die Weiterentwicklung des Programms für Flüchtlinge hat wichtige Erkenntnisse und Ansätze für die nächste Generation an Propädeutika für internationale Studierende geliefert. Hier sollen die Weichen komplett neu gestellt werden. Winnie Rosatis schwebt vor, das Vorbereitungssemester zu einem Orientierungsangebot zwischen Studium und Berufsausbildung auszubauen. „Es geht darum, internationale Bewerberinnen und Bewerber zu befähigen, den ihrem jeweiligen Potenzial und ihren beruflichen Zielen bestmöglich entsprechenden (Aus)Bildungsweg zu finden.“ Dass dies gelingen kann, zeigen inzwischen zwei eindrucksvolle Beispiele: Eine Pre-Study-Absolventin arbeitet nach erfolgreichem Studium als Softwareentwicklerin und IT-Beraterin in einem IT-Unternehmen, ein Absolvent ist als Controller in der chemischen Industrie tätig. +++

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