Post und Hermes: Keine Einschränkungen im Weihnachtsgeschäft

Gaming-Verband befürchtet Engpässe im Weihnachtsgeschäft

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Deutschlands größte Paketdienstleister Deutsche Post DHL und Hermes rechnen bis zum Jahresende nicht mit Einschränkungen für Kunden. „Wir haben in den letzten Monaten unsere Kapazität weiter ausgebaut“, sagte Tobias Meyer, Konzernvorstand der Deutschen Post DHL für den Bereich Post und Paket Deutschland, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seitens der Deutschen Post und DHL Paket gehe er nicht von Einschränkungen aus. Schwierigkeiten könnte es allerdings bei der Verfügbarkeit gewisser Güter geben, etwa der Konsumgüterlektronik: „Hier signalisieren uns Kunden, dass sie Lieferengpässe erfahren, die sich auch auf das Weihnachtsgeschäft auswirken könnten“, sagte Meyer.

Der Post-Konzernvorstand stellt sich darauf ein, dass es insbesondere in den Ballungsräumen eine Herausforderung werden könnte, Personal zu finden. Ein Hermes-Sprecher teilte auf Anfrage der Funke-Zeitungen mit, dass zu Weihnachten bis zu 15.000 Zusteller für Hermes im  Einsatz sein werden. „Nachdem die Hermes Germany bereits im vergangenen Weihnachtsgeschäft Rekordmengen transportierte, erwarten wir in diesem Jahr eine nochmalige Steigerung der Sendungsmengen“, so der Sprecher. Zwar sei es schwierig, Personal zu finden. „Einschränkungen wie in Großbritannien sehen wir für Deutschland aktuell nicht“, sagte der Sprecher.

Gaming-Verband befürchtet Engpässe im Weihnachtsgeschäft

Der Verband der deutschen Games-Branche „game“ hingegen warnt vor Engpässen im Weihnachtsgeschäft. „Wir gehen davon aus, dass einige Gaming-Produkte im Weihnachtsgeschäft daher nur schwer zu bekommen sind“, sagte „game“-Geschäftsführer Felix Falk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zu den besonders begehrten Geräten gehörten dabei Spielekonsolen und Grafikkarten. „Aber auch bei anderen Gaming-Geräten kann der Chipmangel zu einem knapperen Angebot führen.“ Der Games-Markt sei im ersten Halbjahr um 22 Prozent gewachsen, so Falk. Im Weihnachtsgeschäft rechne man nun ebenfalls mit einer hohen Nachfrage. „Wer plant, zu Weihnachten Gaming-Hardware zu verschenken, sollte auf jeden Fall möglichst früh seine Geschenke besorgen“, empfahl Falk. Bei Computerspielen oder Guthabenkarten erwartet der „game“-Geschäftsführer dagegen keine Engpässe. Auch die Fahrradindustrie hat weiterhin Probleme in der Lieferkette. „Wer ganz genau weiß, was es sein soll,  und bei Farbe, Ausstattung, Einzelteilen sehr festgelegt ist, kann Pech haben und lange warten müssen“, sagte Burkhard Stork, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Wer flexibler sei, komme schneller zu einem neuen Rad, mit oder ohne Elektrounterstützung. Sein Tipp für Weihnachten: „Jetzt was Schönes kaufen, was im Laden steht oder lieferbar ist.“ Wenig Probleme hat dagegen die Unterhaltungselektronik. „Im Segment Unterhaltungselektronik gehen wir aktuell nicht von eine Knappheit an Geräten für den Endverbraucher aus“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) den Funke-Zeitungen. Vier von fünf Kunden hätten beispielsweise in diesem Jahr laut einer aktuellen ZVEI-Umfrage beim Kauf eines TV-Geräts keine Lieferverzögerungen hinnehmen müssen. „Insgesamt sind die Lieferzeiten hier – wenn ein Gerät mal nicht sofort mitgenommen werden kann – mit durchschnittlich ca. zwei Wochen immer noch kurz“, sagte Weber. Probleme könne es dagegen bei Haushaltsgroßgeräten geben. „Bei Elektro-Haushaltsgroßgeräten kann derzeit nicht jeder Kunde damit rechnen, sein Wunschgerät wie gewohnt gleich mitnehmen zu können oder innerhalb der gewohnt kurzen Frist geliefert zu bekommen“, warnte Weber. Allerdings seien die Produktgruppen unterschiedlich stark betroffen. +++

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