Polizeieinsatz am Münsterfeld – OB ruft zur Sachlichkeit auf

Kritik an Demir

Fuldas OB Dr. Heiko Wingenfeld

Fulda. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld reagierte bestürzt auf die Nachricht von dem Geschehen am Freitag im Münsterfeld. „Unsere Gedanken sind bei den verletzten Personen und deren Angehörigen.“ Es müsse nun abgewartet werden, was die Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben. Gleichzeitig rief der OB zur Sachlichkeit auf.

In diesem Zusammenhang kritisierte er die Äußerungen von Abdulkerim Demir vom Wochenende, der offenbar bewusst den Eindruck in der Öffentlichkeit erweckt habe, er spreche zu diesem Thema in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Fulda. Wingenfeld forderte: „Ich verlange, dass sich Herr Demir von seinen – durch die bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in keiner Weise belegbaren -Anschuldigungen gegen die eingesetzten Beamten distanziert oder zumindest öffentlich klarstellt, dass er sich lediglich als Privatperson geäußert hat.“

Es sei nicht akzeptabel, so Wingenfeld, wie Demir einerseits das Verhalten des 19-Jährigen verharmlose und andererseits eine Demonstration unterstütze, aus der heraus pauschal eine drastische Bestrafung des Beamten gefordert werde. „Solche Vorverurteilungen passen nicht zu unserem Rechtsstaat“, so Wingenfeld, der ergänzte: „Ich bin froh, dass wir in einem freiheitlichen Rechtsstaat leben, wo einerseits Demonstrationen möglich sind, aber man anderseits auch sicher sein kann, dass die Justiz unabhängig ermittelt und auch diesen Fall objektiv überprüfen wird.“ +++

HINWEIS: Wir halten uns in solchen Fällen solange zurück, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind. Wilde Spekulation sind und waren - wegen einigen Klicks mehr - noch nie unsere Sache. +++ red
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5 Kommentare

  1. So, wie es fdi macht, ist es richtig. Statt dümmliche Kommentare zu verfassen, lediglich die Stellungsnahmen von OB, etc. veröffentlichen. Dass man das Pressestatement von Hohmann nicht gebracht hat, finde ich übrigens völlig richtig. Merkel die Schuld zugeben und sonstigen, geistigen Müll, muss man nicht verbreiten. Danke!

  2. Es spricht einmal mehr für fuldainfo, dass sich die Redaktion nicht an Spekulationen beteiligen will.

    Warum werden nicht die Ergebnisse der Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und LKA abgewartet?

    Der Hessische Rundfunk dagegen hat in der Hessenschau noch am gleichen Tag (13.04.18) den sogenannten Bundessprecher Thomas Wüppesahl vom „Verein der kritischen Polizisten“ (korrekt: Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten massive Kritik am Einsatz verlautbaren lassen: “Alles sieht danach aus, dass unverhältnismäßig gearbeitet worden ist. Der Flüchtling warf mit Steinen und griff mit einem Schlagstock an. Viele Polizeibeamte, jedenfalls eine große Überzahl an Beamten, waren vor Ort.” Insofern habe es “verschiedene taktische Möglichkeiten” gegeben – der Gebrauch einer Schusswaffe seitens der Polizei sei aber die allerletzte Option.
    Eine kurze Internet-Recherche ergibt: 1. der angebliche Verein hat 2 (in Worten zwei!) Mitglieder (Quelle: Wikipedia). 2. Der Bundessprecher Thomas Wüppesahl ist demnach nicht zuletzt als verurteilter Straftäter wohl alles andere als unabhängig und unumstritten (Quelle: Wikipedia Thomas Wüppesahl). Was hat die HR-Journalisten bewogen diesen bei der noch völlig unklaren Sachlage eine solche Stellungnahme abgeben zu lassen?
    Damit nicht genug, am 16.04.18 wird in der Hessenschau zweimal von 12 auf den jungen Mann abgefeuerten Schüssen gesprochen, obwohl Staatsanwalt Wilke klar sagt, dass 12 Schüsse abgefeuert wurden, wie viele davon Warnschüsse waren sei noch unklar.
    Vielleicht haben sich der Vorsitzende des Fuldaer Ausländerbeirats und andere auch durch die ungeprüfte Übernahme solcher fragwürdigen Informationen zu den unwürdigen und bisher nicht belegten Vorwürfen, ungerechtfertigter Forderungen und unangemessenen Aktionen verleiten lassen.

    • Das liegt wohl einfach daran, daß es viele Nachrichtenmagazine, aber nur wenige, wie Fuldainfo gibt, die noch zu unterscheiden wissen zwischen Gerüchten und nachweisbaren Fakten.

      Das betrifft nicht nur die Anzahl der Schüsse sondern auch ob der Täter evtl. Drogen genomen hatte. Auch darüber ist von Seiten der Staatsanwaltschaft bisher nichts aber auch gar nichts veröffentlicht worden, da solche Bluttests im Kriminallabor eben auch eine ganze Zeit lang dauern. Jedoch an verschiedenen Stellen kann man mittlerweile schon lesen, daß der Täter KEINE Drogen genommen hätte. Woher zum Kuckuck nehmen diese Pseudoschreiberlinge dann solche Informationen? Aus Facebook? Oder von Trumps Twitter?

      Die Erklärung für die vielen “Pseudomeldungen von Pseudojournalisten” ist einfach: only bad news are good news!

      Ob dabei die Pseudojournalisten nun beim HR oder bei ON oder der FZ arbeiten ist wurschtegal. Gründliche auf Fakten (!) basierende Arbeit kennen die eben nicht. Das gibts wohl nur hier.

      • In einer solchen Situation vielleicht auf Klickraten oder hohe Zuschauerzahlen abzuzielen oder was auch immer die Journalisten vom HR dazu bewogen hat, hier eine Art „Agitation“ zu betreiben, kann fatale Auswirkungen haben und das hat gerade ein ÖR-finanzierter Sender nicht nötig und sollte es keinesfalls tun.

        Herr Demir sollte auf Relativierungen seiner Anfeindungen und bisher unbelegten Vorwürfe verzichten und mindestens eine ehrliche und eindeutige öffentliche Entschuldigung erklären.

  3. Man muss realistischer Weise feststellen, dass es seitens der Geflüchteten-Lobby ein enormes Aggressionspotenzial in Richtung des deutschen Staates, seiner Organe und der deutschen Zivilgesellschaft gibt, das sich schon bei kleinsten Anlässen in völlig unangemessener Weise entlädt. Diese haltlosen Anschuldigungen gegen die Polizei waren ja nur ein Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn wirklich mal eine kritisch-unklare Lage in solch einem Fall bestehen sollte. Davor, was dann passiert, habe ich heute schon Angst.

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