Polizei verstärkt Kontrollen zur Faschingszeit

Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU)

Der Fasching lockt zahlreiche Besucher auf die Straßen – besonders zu den Umzügen kommen viele Feiernde. Ende Januar trafen sich Vertreter der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval e.V. (IGMK) und des Karneval-Verbandes Kurhessen e.V. im Innenministerium, um über Sicherheitskonzepte zu sprechen. Das Landespolizeipräsidium schickte daraufhin Anweisungen an alle Polizeistellen in Hessen.

„Unsere Ordnungskräfte passen besonders gut auf“, sagte Innenminister Roman Poseck in Wiesbaden; „nach den furchtbaren Vorfällen in Mannheim, Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg haben wir mehr Beamte eingesetzt und kontrollieren strenger – das gilt auch für den Fasching.“ „In Hessen bereiten sich alle Sicherheitskräfte gründlich auf den Fasching vor und sorgen dafür, dass jeder ausgelassen feiern kann.“

Unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten erstellen Polizei und Organisatoren zusammen Sicherheitspläne. Sie passen diese an aktuelle Lagen an und achten auf besondere Umstände in den Regionen. Im Moment gibt es keine Anzeichen für geplante Terroranschläge während des Faschings – ein allgemeines Risiko besteht aber immer. Die Behörden arbeiten daran, mögliche Gefahren abzuwehren. Die Anwesenheit vieler Polizisten schreckt außerdem Sexualstraftäter ab und verringert Überfälle, Gewalt und Taschendiebstähle.

Spezialeinheiten und zusätzliche Einsatzkräfte stehen in Hessen bereit, falls sie schnell gebraucht werden. „Die Behörden tun alles für maximale Sicherheit bei den Veranstaltungen. Auch in angespannten Zeiten sollen Traditionen weiterleben und Feiern stattfinden. Ich danke allen Einsatzkräften für ihren Dienst und wünsche den Karnevalisten eine tolle fünfte Jahreszeit.“ +++

Sonderförderprogramm
Die Hessische Landesregierung hatte nach der schrecklichen Tat im nordhessischen Volkmarsen ein Sonderförderprogramm für den Schutz öffentlicher Plätze aufgelegt. Mit dem Sonderförderprogramm „Zufahrtssperren gegen Fahrzeugattacken im öffentlichen Raum“ wurden zwischen 2021 und 2024 gezielt kommunale Schutzmaßnahmen gegen Fahrzeugangriffe gefördert. Dazu zählten die Neuerrichtung, die Erweiterung oder auch die Erneuerung von bereits bestehenden Schutzelementen zur Sicherung von Innenstädten oder öffentlichen Plätzen. Das Land stellte hierfür rund 900.000 Euro bereit.

„Mit dem im Jahr 2021 aufgelegten Sonderförderprogramm ist es uns gelungen, unsere Innenstädte und öffentlichen Plätze noch besser vor Angriffen geschützt. Die Maßnahmen tragen auch dazu bei, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Wo viele Menschen zusammenkommen, braucht es Sicherheit. Daher setzen wir alles daran, dass Karnevalisten unbeschwert die Veranstaltungen besuchen können. Es ist dabei die gemeinsame Verantwortung von Veranstalter und gastgebender Kommune, aber natürlich auch der Hessischen Polizei, eine Veranstaltung durchzuführen, die fröhliches Feiern bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit garantiert“, so der Minister abschließend.

Unter der Präventionsmarke „Gemeinsam Sicher in Hessen“ (GSIH) reagiert die Hessische Polizei auf die vielfältigen Bedarfe der Sicherheitsarbeit auf Großveranstaltungen und Festen bei uns in Hessen. Hierfür wurde die Teilmarke „Gemeinsam Sicher bei Veranstaltungen“ geschaffen. Die Polizei sorgt dabei bereits in der Präventionsarbeit für eine engere Verzahnung aller beteiligten Akteure, um Absprachen und ein gemeinsames Vorgehen noch besser vornehmen zu können.


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