Polizei fahndet nach Berliner Anschlag bundesweit nach Verdächtigem

Polizei

Berlin. Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vom Montagabend fahndet die Polizei offenbar bundesweit nach einem Verdächtigen. Die Ermittler hätten in dem Terror-Lkw ein Ausweisdokument gefunden, berichtet „Spiegel-Online“. Demnach handele es sich bei dem Verdächtigen um einen tunesischen Staatsbürger. Die Ermittler haben laut „Spiegel“ beim Generalbundesanwalt eine Öffentlichkeitsfahndung beantragt. Bei dem Ausweisdokument handele es sich offenbar um eine Duldungsbescheinigung. Bei dem Anschlag am Montagabend, bei dem ein Lkw auf dem Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in eine Menschenmenge gerast war, kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, darunter auch der polnische Beifahrer, der vermutlich erschossen wurde.

Bevölkerung gibt über 500 Hinweise nach Berliner Terroranschlag

Allein am extra geschalteten Hinweistelefon seien bis Dienstagabend 508 Hinweise zum Breitscheidplatz eingegangen, teilte die Polizei mit. Das Telefon ist unter der Rufnummer 030-54024111 geschaltet. Im Internet bitten die Ermittler zudem darum, Fotos und Videos vom Geschehen hochzuladen, anstatt sie in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Auch hier seien schon viele Dateien eingegangen, die sehr hilfreich seien, so die Polizei.

Hackerangriff auf BKA-Hinweisportal nach Berlin-Anschlag

Auf das Hinweisportal des Bundeskriminalamtes (BKA) zu dem Berliner Terroranschlag hat es einen Hackerangriff gegeben. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auf der BKA-Internetseite können Zeugen Videos oder Fotos von dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hochladen. Das BKA bestätigte den Vorfall gegenüber den Zeitungen. Am Dienstag zwischen 17 und 19:30 Uhr sei das Portal aufgrund einer sogenannten DDos-Attacke nicht erreichbar gewesen. Gegenmaßnahmen seien sofort ergriffen worden, sodass die Seite am Abend wieder funktioniert habe, teilte eine Sprecherin des BKA mit. In Fachkreisen wird das Portal „Boston Cloud“ genannt. Nach den Anschlägen auf den Boston-Marathon 2013 hatten die US-Behörden eine Datenbank eingerichtet, mit deren Hilfe Tausende Bilder und Filme ausgewertet werden konnten. Ein Portal nach diesem Muster richtete nun auch das BKA für den Anschlag in Berlin ein. Mit der DDos-Attacke führten die unbekannten Hacker durch massenhafte Anfragen eine Überlastung dieses Portals herbei. +++


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4 Kommentare

  1. Die Polizei macht sich immer unglaubwürdiger: erst präsentiert man einen, von einem Zeugen verfolgten Mann ausländischer Herkunft, dann war der es nicht. Und nun hat man schwupps einen neuen Verdächtigen, dessen Papiere zufällig im LKW gefunden wurden. Und Lutz Bachmann wußte laut Spiegel schon 2 Stunden nach der Tat, daß es sich um einen Tunesier gehandelt hat.

    Wie geht das???????

    Ach ja, die Untersuchung des LKW hat wohl eine ganze Zeit gedauert. Deshalb wohl das lange Gefasel von verhafteten Tätern, die es dann wieder nicht waren. Und es dauert eben, bis alle Spuren und alle Beweise incl. Papiere gesichert und ausgewertet sind.

    Nur haben offenbar die Pressestelle und die verantwortlichen Politiker heutzutage nicht mehr die Zeit, zu warten, bis belastbare Fakten auf dem Tisch liegen. Da fantasiert man lieber unhaltbare Dinge zusammen, um der Presse Futter zu geben. Doch da könnte man auch gleich einen Wahrsager beauftragen oder die Ergebnisse auslosen.

    Geht´s noch????

    Vor vielen Jahren hat man in solchen Fällen erst mal eines gemacht: Verhängung einer Pressesperre! Doch heute im Zeitalter der Lügen und Halbwahrheiten a la Facebook mischt offensichtlich auch die Polizei da kräftig mit. Willkommen in der neuen digitalen Halbwelt!

    Auch dieser Kommentar wird sich in 5 Minuten selbst zerstören! ;-)

  2. Vielleicht stand der Täter heute in der Döner Bude neben mir, ich konnte ihn aber nicht erkennen bzw. Hinweise zu seiner Festnahme liefern da nicht nicht weiß wie dieser aussieht.

    Warum werden Namen und Foto des Verdächtigen nicht veröffentlich wenn dessen Dokumente vorliegen?

    Deutschland mach sich auch hier mal wieder lächerlich….

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