Politologe nennt Bolton-Entlassung “gute Nachricht” für Europa

Der Politologe Thomas Jäger sieht die Entlassung des bisherigen Nationalen Sicherheitsberaters der USA, John Bolton, aus europäischer Sicht als positive Entwicklung. “Dass er draußen ist, das ist eine gute Nachricht”, sagte der Wissenschaftler von der Universität Köln am Mittwoch im Deutschlandfunk. Jemand, der wie Bolton auf jede Frage mit Krieg antworte, sei nicht mehr am Ohr des Präsidenten. “Er wollte seine Ziele umsetzen und nicht die von Trump.” Laut Jäger ist es dennoch nicht nur positiv, dass Bolton gehen musste. Er sei einer der wenigen gewesen, die sich noch trauten, US-Präsident Donald Trump offen zu widersprechen. Am Dienstag hatte Trump die Entlassung des Nationalen Sicherheitsberaters per Kurznachrichtendienst Twitter verkündet. Einen Nachfolger will er in der nächsten Woche benennen. Bolton war nach Michael Flynn und H. R. McMaster bereits die dritte Person in Trumps Amtszeit, die dieses Amt bekleidete. +++

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1 Kommentar

  1. Bolton war einer der schlimmsten Kriegstreiber im US-amerikanischen Establishment. Wie ich an dieser Stelle schon kommentierte, wollte Bolton noch in diesem Jahr das iranische Regime durch einen Krieg stürzen. Dies hatte er öffentlich vor seinen Anhängern so angekündigt. Trump hatte wohl kein Interesse daran, dafür das Leben amerikanischer Soldaten zu opfern. Er vertritt die Interessen seines Landes eher wie ein Geschäftsmann, unorthodox und ungewöhnlich für einen Politiker. Trump ist der erste US-Präsident seit Jahren, der die USA nicht noch in einen weiteren illegalen Krieg geführt hat. Dennoch ist er bestimmt kein Friedensengel, denn in seinem näheren Umfeld gibt es noch genug Hartliner, die Probleme eher militärisch lösen möchten. Dass Trump trotz seiner Abneigung gegen neue Kriege in Europa und in Deutschland so verschrien ist, ist bedauerlich. Oder schätzen wir den Krieg zur Lösung politischer Probleme mehr als den Frieden?

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