Eine große Überraschung bedeutete der Nikolausbesuch in der Reception Class des Bildungsunternehmens Dr. Jordan für die Jungen und Mädchen – und gleichermaßen für die Seniorinnen, die seit Mitte Oktober einmal im Monat „die Schulbank“ im Bildungsunternehmen Dr. Jordan drücken. Dabei geht es weniger um Lehrstoff, sondern um das gesellige Beisammensein und den Austausch zwischen den Kleinen und Großen.
Der Leiter der sozialen Betreuung des Mediana Wohnstiftes, Marcus Schrödter, war begeistert von der Idee, diesen monatlichen Austausch ins Leben zu rufen: „Es steckt ein Konzept dahinter, ein ausgearbeitetes Programm über den monatlichen Austausch und das hat uns sehr gefallen.“ Ebenso begeistert sind die Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren und die Seniorinnen, die Älteste ist übrigens stolze 96 Jahre.
Die Schulleiterin der Privaten bilingualen Grundschule, Wiebke Warncke, verdeutlicht die Idee dahinter: „Eine Reihe unserer Kinder hat aufgrund der großen Entfernung nur selten Kontakt zu den Großeltern. Dieser Austausch bringt die Generationen zusammen, bedeutet eine hohe Emotionalität und ist für alle Beteiligten immer ein besonderes Erlebnis. Das möchten wir pflegen.“ Das Pilotprojekt läuft jetzt mit großem Erfolg seit Oktober dieses Jahres und von allen Seiten wird die Fortsetzung des regelmäßigen Treffens bekräftigt. Bei den bisherigen Begegnungen standen Themen wie das gegenseitige Vorstellen mithilfe eines Steckbriefes, das Basteln eines Teelichts oder das Einstudieren von Liedern zu St. Martin im Blickpunkt.
Anlässlich des Nikolaustreffens stellten die Mädchen und Jungen den Seniorinnen zahlreiche Fragen, zum Beispiel, ob es den Nikolaus schon früher gegeben habe und welche Geschenke er mitbrachte oder welche Lieder gesungen wurden. Es versteht sich von selbst, dass diese Lieder gemeinsam mit der Klassenmentorin Tatjana Höck geübt wurden und danach auch die selbstgebackenen Kekse gute Abnehmer fanden.
Für die Zukunft ist geplant, dass die Senioren auch zu den sogenannten „Assemblys“, den Schulveranstaltungen, eingeladen werden. Des Weiteren sollen die Bewohner des Wohnstifts auch in die Ferienbetreuungen miteinbezogen werden. Sowohl die Senioren als auch die Schüler wollen sich Gedanken über das gemeinsame Programm machen. So war es der Wunsch der Mediana-Bewohner, sich einmal im „Wettkampf“ mit den Schülern am Tischkicker auszuprobieren. Marcus Schrödter hat angefragt, ob die Kinder nicht einen Programmpunkt anlässlich der hauseigenen Weihnachtsfeier übernehmen möchten. +++ pm
