Pforder See: Dauerhafte Zuleitung von Fuldawasser könnte Lösung bringen

Pfordt. Wie inzwischen herausgefunden wurde, war Sauerstoffmangel Ursache für das Fischsterben im großen Pforder Baggersee. Wer sich unter uns noch erinnern kann an die Zeiten, als es noch keine funktionstüchtigen Kläranlagen gegeben hatte, dem dürften auch die vielen Bilder in die Erinnerung zurück kehren, bei denen oft nach trockenen Wetterperioden, einhergehend mit niedrigen Wasserständen in den Flüssen, große Fischsterben zu beobachten waren.

Als der Sportfischerverein vor einigen Jahren eine Bestandsaufnahme bezüglich Sauerstoffgehalt und Fischbesatz in den Tiefen des Sees fachmännisch durchführen ließ, waren die Ergebnisse für die anwesenden Petri-Jünger nicht ermutigend. Ab einer gewissen Tiefe waren weder genügend Sauerstoffgehalt und damit einhergehnd auch nahezu kein Fischbesatz festgestellt worden.Auch damals war nahezu immer der absterbende starke Algenbewuchs, der durch das phosphorhaltige und ungeklärte Wasser begünstigt worden war, schuld an diesen nahezu alljährlichen Katastrophen. Beim Absterben sieser Gewächse war der Sauerstoffgehalt stark nach unten gesunken, sodass die Fischequalvoll ersticken mussten. Glücklicherweise waren nach dem Bau der Kläranlagen so gut wie keine Fischsterben mehr zu beklagen. In all den Jahren sind mir als jahrzehnetelanges aktives Mitglied des Sportfischervereins diese schlimmen Bilder von damals noch immer vor Augen. Ähnliche Beobachtungen am Gartenteich Und dass die lange Trockenheit am Pfordter See diese schlimmen Folgen hatte, lässt sich durch eine Parallelbeobachtung an einem Gartenteich weitgehend bestätigen.

Auch hier hat es in den vergangenen Jahrzehnten noch nie ein Sterben der Zierfische gegeben. Dieses konnte aber auch in den letzten Tagen nur deshalb hier verhindert werden, weil der Sauerstoffmangel, auch ohne absterbendem Algenbewuchs, insbesonders morgens aufgefallen war, weil die Fische an der Oberfläche des Wassers nach Luft schnappten. Durch Frischwasserzugabe, die durch ein etwa 60 Zentimeter über dem Wasser endendes Rohr in den Teich fiel, konnte relativ schnell genügend Sauerstoff erzeugt und alle Fische am Leben erhalten werden. Am Pfordter See könnte die dauerhafte Zufuhr von Fuldawasser durch ein Rohrsystem, wie das bei vielen Teichanlagen geschieht und bereits erwogen wird, solche Katastrophen verhindern, zumindest wenn sie durch fehlenden Sauerstoff ihre Ursache hätten. +++ fuldainfo | hans schmidt

[ad name=“Textwerbung“]

Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*