Pegida hinterm Zaun – Wie man mit Rechtsextremen umgehen soll

Berlin. Seit den ersten Demonstrationen vor einem Jahr hat es große Unsicherheit darüber gegeben, wie mit Pegida umzugehen sei. Und letztlich auch mit ihrem politischen Arm, der AfD. Das ging bis hin zu Sigmar Gabriels naivem Besuch in Dresden. Inzwischen ist klar: Mit den Anführern sollte man nicht reden. Wie radikalisiert sie inzwischen sind, ist bei der „Jubiläums-Demonstration“ am Montag deutlich geworden.

Die Mitläufer wiederum kann man mit Reden nicht überzeugen. Allerdings, wenn deren Nachbarn und Kollegen sagen, dass sie sich gedanklich verrannt und sich zu nützlichen Idioten von Rechtsradikalen gemacht haben, ist vielleicht etwas gewonnen. Deshalb ist die Arbeit all jener, die offen gegen Pegida auftreten, so wichtig. Wohlgemerkt: Man darf gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik sein, das sind sogar Teile der CDU. Die Politik sollte sich nicht an dem einen Tag darüber beschweren, dass es eine schweigende Minderheit gibt, und dann am anderen Tag empört sein, wenn sich diese Minderheit meldet. Allerdings, die Grenze ist überschritten, wenn mit Bedrohungen oder gar direkter Gewalt gearbeitet wird, ob gegen Flüchtlinge oder gegen kommunale Verantwortliche. In Teilen des Landes, vor allem im Osten, haben führende Politiker und sogar die Sicherheitskräfte in der Vergangenheit viel zu viele Augen zugedrückt. Das ermutigt die Radikalen und fanatisiert den Protest.

Dieser rechte Rausch muss im Keim erstickt werden. Politisch kann man gegen die Ausländerfeinde kein Wettrennen um das schärfste Asylrecht gewinnen; da sind sie immer das Original. Die einzige schlüssige politische Antwort auf sie lautet: Alle Verantwortlichen müssen intensiv an den realen Problemen des Flüchtlingszustroms arbeiten. Die verschwinden ja nicht, bloß weil man eine stramm multikulturelle Haltung hat. Konkret heißt das derzeit, die vom Krieg geschundenen Menschen, die es bis zu uns geschafft haben oder bereits auf dem Weg sind, gut organisiert und anständig zu behandeln und sie schnell zu integrieren. Oder zählt das Wort Anstand nicht mehr? Es heißt aber auch, den Zustrom zu stoppen, wenigstens schnell auf erträgliche Größenordnungen abzubremsen. Da werden auch unschöne Maßnahmen dabei sein, Frontex-Einsätze und große Lager an den EU-Grenzen etwa. Wer sagt, es könne immer so weitergehen, es gebe keine Obergrenze, der ermuntert den rechten Widerstand ebenfalls. Ein Zaun um Deutschland allerdings war nicht unter den Ideen, für die vor 26 Jahren Menschen im Osten massenhaft auf die Straße gegangen sind – ganz besonders übrigens in Dresden, so die Lausitzer Rundschau. +++ fuldainfo

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4 Kommentare

  1. @Die kleine Feder:

    Aus meinem Kommentar spricht keine Menschenverachtung,
    aus meinem Kommentar spricht Realismus.

    Echte Flüchtlinge sind keine Untermenschen,
    Sie sind Menschen, Nichts desto Trotz kann kein Land der Welt
    das leisten, was Sie und einige Andere sich vorstellen.

    Kein Land kann es sich leisten, unbegrenzt Menschen aufzunehmen.
    Kein Land kann unbegrenzt Menschen ernähren, geschweige denn
    Allen den gleichen Standart bieten.

    Und ja, ein guter Teil Derer, die in dieses Land kommen,
    wollen sich „an den reich gedeckten Tisch setzen“.
    Weil es Ihnen versprochen wurde, von Politikern wie Frau Merkel,
    von Institutionen wie „Pro Asyl“ und von den Schleppern,
    die sie nach Deutschland gebracht haben.

    Es sind Viele dabei, die aus sicheren Ländern kommen,
    in denen kein Krieg herrscht. Selbst Jene, die ursprünglich
    aus einem Kriegsgebiet stammen, sind durch viele Länder gereist,
    in denen sie sicher waren, in denen sie aber nicht so versorgt wurden, wie es hier, in Deutschland, geschieht.

    Das hat auch nicht das Geringste mit „brauner Denke“ zu tun,
    die einzig „ewig Gestrigen“ sind die Menschen, die uns nach
    mehr als 70 Jahren immer noch Schuldgefühle einreden wollen.

    Von Denen, die an diesem Krieg beteiligt waren, lebt Keiner mehr,
    und es wird Zeit, das man sie in Frieden ruhen lässt.

    Die heute noch lebenden Generationen haben mit diesem Krieg
    nichts zu tun gehabt, sie waren da noch nicht einmal geboren,
    somit ist es verwerflich, ihnen dafür Schuldgefühle einreden zu wollen.

    Ich werde übrigens den Teufel tun, und meine Heimat verlassen,
    ich stehe zu meiner Vergangenheit, auch zu meiner Vergangenheit als UN-Soldat. Ich habe meine Pflicht erfüllt, und soweit geholfen, wie die Politik uns hat helfen lassen.

  2. @Michael

    Aus Ihrem ganzen Kommentar spricht nur Eines: Menschenverachtung.

    Für Sie sind offenbar nur Deutsche Menschen. Alle anderen und insbesondere Flüchtlinge sind für sie wohl nur Untermenschen,
    die sich an unseren reich gedeckten Tisch setzen wollen.

    Genau diese braune Denke ist es, von der manche gedacht haben,
    daß sie nicht mehr existiert.

    Ich distanziere mich von Ihrer Art und sage Ihnen: In Südamerika
    gibt es genügend von Ihrer Sorte. Wandern Sie lieber aus.

    Hier ist nur Platz für Menschen, die sich dem Humanismus und der
    Nächstenliebe verbunden fühlen. Und die aufgrund der eigenen Ver-
    gangenheit begreifen, daß diese Menschen, die jetzt zu uns kommen, unsere Hilfe benötigen. Genau das ist nämlich das Fundament unserer
    christlichen Gesellschaft.

    Und nicht solche abscheulichen, menschenverachtenden Gedankenspiele.

  3. Sehr geehrte „kleine Feder“,

    Sie werfen Dinge zusammen, die definitiv nicht zusamen gehören.

    Die Flüchtlinge der ehemaligen DDR, und die Flüchtlinge des 2. Weltkriegs
    waren Deutsche, die von ihrer Heimat abgeschnitten wurden.

    Unsere Brüder, mit gleicher Sprache, gleicher Kultur und gleichen
    Wertevorstellungen.

    Diese mit den Flüchtlingen gleichzusetzen, die jetzt um die halbe Welt reisen,
    um nach Deutschland zu kommen, nur damit es ihnen hier wirtschaftlich besser
    geht, als in ihrer Heimat, ist ekelhaft.

    Das wir Menschen, insbesondere Frauen und kleinen Kindern kurz- oder auch
    mittelfristig Schutz und Hilfe bieten, bis sich deren Männer und Väter
    endlich wieder einkriegen, und aufhören sich gegenseitig aus dem Leben zu
    sprengen, ist eine Sache.

    Millionen aufnehmen zu wollen, und diesen eine Zukunft vorzuheucheln,
    die es so nicht geben kann, ist eine ganz andere Sache.

    Ein Großteil dieser Menschen ist weder in der Lage sich zu integrieren,
    weil wir gar nicht so viele Lehrer bereitstellen könnten, wie nötig wären,
    geschweige denn Willens, sich zu integrieren.

    Gebiete wie sie bereits in Neukölln oder Marxloh entstanden sind,
    werden sich immer mehr ausbreiten.

    Ist es das, was Sie sich wünschen?
    Das Deutschland sich den Menschen anpasst und unterordnet,
    die diese Kriege erst ausgelöst und möglich gemacht haben?

    Junge Männer die weder unsere Gesetze noch unsere Wertvorstellungen respektieren?

    Wenn ihnen soviel an diesen Menschen liegt,
    es gibt bessere Möglichkeiten zu helfen,
    als das eigene Land zu ruinieren.

    Hilfe vor Ort kostet einen Bruchteil dessen,
    was es kostet diese Menschen hier zu versorgen.

  4. Man sollte auch einmal daran erinnern, daß viele Menschen, die heute hier in Frieden leben, einst als Flüchtlinge völlig mittellos nach dem zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, nach 1989 und davor aus der ehemaligen DDR oder danach aus Russland hierher gekommen sind.

    So mancher, dem es heute wieder prächtig geht, sollte also genau nachdenken, woher er kommt und ob das fair ist, sich gegen Menschen zu wenden, die nichts anderes wollen, als sie selbst damals: hier eine neue Heimat finden und in Frieden leben.

    Pegida und die AFD sind der Brandsatz, der schnell zu einem Flächenbrand führen könnte, wenn sich Bürgerinnen und Bürger sowie Politikerinnen und Politiker nicht auch weiterhin entschlossen gegen diesen braunen Mob stellen.

    Wehret den Anfängen!

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