Partikeltherapieanlage steht unmittelbar vor der Realisierung

Wiesbaden. Das Rhön-Klinikum AG (RKA) hat bei ihrer Bilanzpressekonferenz in Frankfurt über den Abschluss der Verhandlungen und das weitere Vorgehen informiert. Danach haben sich die Rhön-Klinikum AG mit der Siemens AG, dem Universitätsklinikum Heidelberg sowie der Philipps-Universität Marburg auf Eckpunkte hinsichtlich des Erwerbs der Partikeltherapieanlage, dem Betrieb der Anlage sowie der Forschungskooperation verständigt. Die notwendigen Gremienbeschlüsse sowohl im Investitionsausschuss als auch im Aufsichtsrat zur Umsetzung in entsprechende Verträge und Regelungsabsprachen hat RKA getroffen.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Wissenschaftsminister Boris Rhein zeigten sich sehr erfreut, dass die Partikeltherapieanlage in Marburg unmittelbar vor der Realisierung steht. „Damit kann auch in naher Zukunft mit der Behandlung schwerstkranker Menschen begonnen werden. Dies ist zugleich auch ein wichtiges Signal für den Wissenschaftsstandort Hessen.“

„Wir haben von der Rhön-Klinikum AG heute ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Partikeltherapieanlage eingefordert. Dieses Bekenntnis ist erfolgt, verbunden mit der Ankündigung, bereits 2015 die ersten Patienten zu behandeln. Demzufolge ist klar, dass wir die Klageschrift am 2. Mai nicht einreichen werden, sondern die Umsetzung der Eckpunkte in Verträge abwarten“, erklärten Bouffier und Rhein. „Auf dieses Signal haben viele, teils schwerstkranke Patienten gewartet, in der berechtigten Hoffnung auf eine Behandlungsmethode auf höchstem Niveau. Gleichzeitig schafft die Anlage die Voraussetzung, medizinische Spitzenforschung am Standort Marburg und in Mittelhessen weiter voranzutreiben. Dies wird auch den Wissenschaftsstandort Hessen insgesamt weiter voranbringen.“

Darüber hinaus könnte die Zusammenarbeit zweier Unikliniken länderübergreifend beispielgebend sein, da hier hervorragende Forschungskapazitäten kooperieren. Bouffier und Rhein kündigten an, dass das Land erst nach Zeichnung der Verträge und der sorgfältigen Prüfung durch das Land abschließend über die Klageerhebung entscheiden wird.

Beer: Patienten müssen nun zügig von Partikeltherapie profitieren können

„Die Ankündigung der Rhön-Klinikum AG, dass die Realisierung der Partikeltherapie kurz vor der Realisierung stehe, bewerten wir grundsätzlich als positiv. Dieser Ankündigung müssen nun jedoch zeitnah entsprechende Taten folgen, so dass die Patienten endlich von der Möglichkeit einer Partikeltherapie profitieren können. In der vergangenen Legislaturperiode haben wir uns stets dafür eingesetzt, dass dieses zweifellos vielversprechende Verfahren zum Wohle der Patienten durchgeführt werden kann. Entsprechend hoffen wir auf ein Ende der langandauernden Hängepartie, behalten uns jedoch aufgrund der bisherigen Erfahrungen bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme berechtigte Zweifel an den Aussagen vor“, erklärte Nicola Beer, wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag. +++ fuldainfo

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