Parteienforscher: AfD könnte Volkspartei werden

AfD

Berlin. Nach Einschätzung des Dresdner Politikwissenschaftlers Werner Patzelt könnte die Alternative für Deutschland (AfD) nach ihrem Triumph bei den Landtagswahlen unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Volkspartei werden. „Sarkastisch müsste man sagen: An einem Wahlabend, an dem die SPD weithin als Volkspartei gilt, ist die AfD, die wesentlich mehr Stimmen gewonnen hat, erst recht eine Volkspartei. Allerdings ist die AfD noch keine stabile politische Kraft“, sagte Patzelt im Interview mit dem „Handelsblatt“.

Sie sei noch eine sehr junge Partei, die womöglich noch „einige innere Klärungsprozesse“ hinter sich bringen müsse. Und sie habe noch kein Parteiprogramm. „Kurzum: Die AfD könnte zur Volkspartei werden, wenn sie sich nach innen wie nach außen dauerhaft stabilisiert.“ Patzelt nannte drei weitere Bedingungen für eine dauerhafte Etablierung der AfD. „Erstens: Die Einwanderung kommt nicht zum Ende, und die Integrationsprobleme erweisen sich als sehr schwierig.“ Eine weitere „Stellschraube“ sei die Frage, „ob die CDU wieder anfängt nach rechts zu integrieren oder ob die CDU den rechten Rand sich selbst überlässt“.

Wenn die CDU AfD-Wähler weiter ausgrenze, dann blieben die bei der AfD. Die dritte Stellschraube betreffe die AfD selbst. Sie müsse dafür zu sorgen, „dass rechtsradikale und unberechenbare Mitglieder in der Partei keine herausragenden Funktionen erhalten“, sagte Patzelt. „Sie sollte sich vielmehr von Rechtsradikalen trennen. Und das Spitzenpersonal sollte gemäßigt auftreten und keine Skandale anzetteln“, fügte er hinzu. „Wenn das gelingt, dann kann die AfD sich stabilisieren, andernfalls geht es mit ihr den Bach runter.“ +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. “Sarkastisch müsste man sagen: An einem Wahlabend, an dem die SPD weithin als Volkspartei gilt, ist die AfD, die wesentlich mehr Stimmen gewonnen hat, erst recht eine Volkspartei. Allerdings ist die AfD noch keine stabile politische Kraft”

    „Sarkastisch“ und „könnte“ ?

    Der AfD ist gelungen, was die „etablierten“ Parteien seit Jahren,
    um nicht zu sagen, seit Jahrzehnten an ihrem reichen und fetten Ar…
    vorbeigegangen ist: Sie haben die Wahlbeteiligung wieder in akzeptable
    Bereiche gebracht.

    Keine der etablierten Parteien hat ein vernünftiges Konzept
    um die Massenmigration zu Lasten der Steuerzahler aufzuhalten.

    Keine der etablierten Parteien hat bisher eine vernünftige Antwort
    auf die Sicherheitsprobleme, geschweige denn eine Antwort auf
    das aggressive Auftreten straffälliger Migranten.

    Verträge mit einem Unrechtsstaat wie der Türkei sind keine Lösung, sie sind ein Armutszeugnis für die eigene Politik.

    Die etablierten Parteien hatten viel Zeit um Lösungen zu finden,
    statt diese Zeit vernünftig zu nutzen wurde lediglich der eigene Machterhalt ins Auge gefasst, in dem man die Bevölkerung beschimpft
    und die AfD verteufelt hat.

    Wenn die Altparteien jetzt noch einen Rest an Glaubwürdigkeit retten
    wollen, dann bleibt nur die Absetzung der Regierung per Misstrauensvotum,
    und Aufräumen des von Frau Merkel und Herrn Gabriel angerichteten Chaos.

    Die Sicherung unserer Grenzen ist nicht Sache der Türkei,
    es ist unsere ureigenste Aufgabe.

    Jeder abgelehnte Bewerber, jeder Wirtschaftsflüchtling
    und jeder straffällig gewordene Migrant, egal aus welchem Land
    er stammt, muss umgehend aus dem Land entfernt werden.
    Ohne Möglichkeit, jemals wieder deutschen Boden zu betreten.

    Die verbleibenden Menschen müssen vernünftig integriert werden,
    nicht für unseren Arbeitsmarkt, sondern um den Frieden im Land
    zu erhalten.

    Sobald die Kämpfe in den Regionen beendet sind,
    sind auch die verbleibenden Flüchtlinge rückzuführen,
    sie werden für den Wiederaufbau in ihren Ländern gebraucht.

    Also liebe Altparteien:

    Es ist Zeit aufzuräumen.
    Oder den Stuhl freizumachen, damit Andere aufräumen können.

    Je länger das Chaos weitergeht,
    desto unschöner wird das Aufräumen.

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