Para-Radsportler Maximilian Jäger schnappt sich gleich zweimal den Titel des Deutschen Meisters

Foto: privat

Was für Erfolge für den regionalen Behindertensport, besser gesagt: den mit Handicap. Para-Radsportler Maximilian Jäger wurde in den vergangenen Tagen zweifacher Deutscher Meister: zunächst schnappte er sich den Titel im Straßenrennen - und seit vergangenen Sonntag auch den im Einzelzeitfahren.

Rheinbach bei Köln war Ende Juni Jägers erster Anlaufpunkt. Zwar nahmen an der Konkurrenz über die 1,6 Kilometer lange Strecke nur zwei Fahrer teil - Jäger aber erklärt warum und er beziffert den Reiz aus seiner Sicht. Sein Konkurrent Thomas Neuhäuser nimmt nur an nationalen Wettkämpfen teil - Jäger indessen erwarb in jüngster Vergangenheit hinreichend internationale Meriten. „Ich bin der einzige deutsche T2er“, sagt er, also in dieser Startklasse MT2 - mit Tricycle, dem Dreirad. „In Deutschland ist es schwierig, Nachwuchs zu finden“, konkretisiert der Titelträger. Dreimal überrundete er Neuhäuser, und nach Absprache mit seinem Trainer Frederik Hähnel schälte sich die Konkurrenz als Gewinn für Jäger heraus. „Ich hab‘ das als Trainingswettkampf gesehen. Als Intervall-Training gestaltet. Über elf Runden. Eine Runde bin ich richtig schnell angegangen und gefahren, die andere eher im Grundlagen-Tempo. Immer im Wechsel.“

Ehe Maximilian Jäger am vergangenen Sonntag den zweiten Titel eines Deutschen Meisters hinzufügte. Im bayerischen Leerstetten (ein Markt von Schwanstetten im Landkreis Roth) ging es bei den „Offenen Titelkämpfen“ (also auch internationale Starter waren startberechtigt) über 19,6 Kilometer. Aus deutscher Sicht starteten Jäger und Neuhäuser, und auch Wolfgang Steinbichler aus Österreich. „Dem hab‘ ich 20 Sekunden abgenommen und wurde mit diesem Vorsprung auch Deutscher Meister“, blickt Maximilian stolz auf seinen Erfolg zurück. 2025 verlief schon bis hierher äußerst erfolgreich für Jäger: Den beiden Titeln als Deutscher Meister gingen die sehenswerten Platzierungen bei den Weltcups in Belgien und im italienischen Maniago voraus. In Belgien hatte Jäger die Wettkämpfe wie folgt abgeschlossen: Fünfter wurde er im Zeitfahren, Vierter auf der Straße. In Maniago wurde er Erster im Zeitfahren, auf der Straße erneut Vierter.

Doch abgeschlossen ist die Saison keineswegs, es sollen weitere vordere Platzierungen folgen. Zwei Wettbewerbe stehen in Maximilian Jägers Fokus: am 27. Juni das Bergzeitfahren am Schauinsland bei Freiburg im Schwarzwald - ehe im Anschluss an diesen Wettkampf das zweiwöchige Trainingslager in Vorbereitung auf die im August anstehende WM im belgischen Dronse beginnt. Mit frischem Optimismus und Selbstbewusstsein rüstet sich der doppelte Titelträger auf diese Ereignisse. Diese Erfolge machten ganz einfach Appetit auf mehr. Maximilian kann diesen Konkurrenzen guten Gewissens entgegen sehen. +++ rl


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*