Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), hat angesichts der jüngsten Erhebung über den Rückgang der Einwohnerzahl in Ostdeutschland gefordert, die ländlichen Räume nicht zu vernachlässigen. „Die Erhebung belegt sehr deutlich: Ursache des massiven Bevölkerungsverlusts ist die schlechte Entwicklung im Osten nach der Teilung unseres Landes“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Das verursacht einen Teil des Frustes und der gesellschaftlichen Probleme heute.“ Gleichzeitig sei die seit 1989 bestehende Möglichkeit, gefahrlos den Wohnort zu wechseln, aber auch „Ausdruck der angestrebten und gewollten Freiheit“. Hirte fügte hinzu, er „unterstütze ausdrücklich die Forderung“, bei der staatlichen Strukturförderung „den ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen“. Einer am Mittwoch bekannt gewordenen Erhebung des Ifo-Instituts zufolge ist die Einwohnerzahl in Ostdeutschland auf den Stand des Jahres 1905 zurückgefallen. Zugleich leben auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik so viele Menschen wie nie zuvor, teilte das Institut in Dresden am Mittwoch mit. Verantwortlich für diese Entwicklung sei die deutsche Teilung. +++
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