Oettinger rechtfertigt seine Äußerung über AfD-Chefin Petry

AFD

Berlin. EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat sein umstrittenes Zitat über AfD-Chefin Frauke Petry gerechtfertigt. „Ich bin einfach empört über Frau Petry“, sagte Oettinger der „Bild“. „Das war ja keine Regierungserklärung von mir, sondern eine persönliche Stellungnahme, da ich finde, dass Frau Petry uns Schaden zufügt.“ Er werde auch in Brüssel ständig darauf angesprochen. „Ich ärgere mich einfach maßlos über sie und ihre Äußerungen als Parteivorsitzende. Das ist eine Schande für Deutschland.“ Oettinger hatte am Montag Abend am Rande einer Veranstaltung mit Blick auf Petrys Ansichten zum Schusswaffengebrauch an deutschen Grenzen gesagt: „Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“

Forsa-Chef verteidigt Oettinger-Attacke gegen Petry

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, hat EU-Kommissar Günther Oettinger für seine drastische Kritik an AfD-Chefin Frauke Petry verteidigt. „Ich habe viel Verständnis für Herrn Oettinger. Es ist doch harmlos, was er gesagt hat im Vergleich zu dem, was so manche AfD-Leute von sich geben. Ich habe kein Mitleid mit Frau Petry, wenn man sie hart attackiert“, sagte Güllner dem „Handelsblatt“. Der Forsa-Chef warnte zugleich vor einem milderen Umgang mit der Partei. „Im Prinzip ist es richtig, die AfD anzugreifen und auszugrenzen. Diese Partei und ihre Anhänger sind unbelehrbar, mit denen können sie nicht diskutieren“, sagte der Forsa-Chef. „Das ist wie mit Oskar Lafontaine, mit dem können sie auch keine vernünftige Diskussion führen, weil er andere Argumente nicht gelten lässt.“ Güllner betonte überdies, dass die AfD-Wähler eine sich „lautstark artikulierende Minderheit“ seien. „Man muss ihnen klarmachen, dass sie nicht für das deutsche Volk stehen. Das Volk wählt nicht die AfD“, sagte der Meinungsforscher. „Die AfD speist sich aus einem braunen Bodensatz, der immer da ist“, erläuterte er. „Deshalb sollte man auch nicht den Fehler begehen und sie hofieren. Wenn man die AfD salonfähig macht, treibt man ihnen Wähler zu.“ Diese Erfahrung habe auch schon die CDU machen müssen, „als sie einst auf die Republikaner zuging und der Partei zum Sprung in den Stuttgarter Landtag verhalf“. Oettinger hatte am Montagabend auf einer Veranstaltung in Berlin erklärt: „Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“ Petry hatte zuletzt mit einer Äußerung zum Schusswaffengebrauch an der deutschen Grenze Kritik hervorgerufen: „Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen“, hatte Petry dem „Mannheimer Morgen“ gesagt.

Petry wirft Oettinger „unappetitliches Kopfkino“ vor

AfD-Chefin Frauke Petry hat EU-Kommissar Günther Oettinger scharf attackiert: „Herr Oettinger, Ihr Kopfkino ist unappetitlich. Ich frage mich, was Ihre Frau wohl dazu sagt“, so Petry gegenüber „Bild“ mit Blick auf Äußerungen Oettingers vom Montagabend. Oettinger hatte auf einer Veranstaltung in Berlin erklärt: „Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“ Petry hatte zuletzt mit einer Aussage zum Schusswaffengebrauch an der deutschen Grenze Kritik hervorgerufen: „Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen“, hatte Petry dem „Mannheimer Morgen“ gesagt. +++ fuldainfo

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1 Kommentar

  1. Und diesen Mann hat die Union zum EU-Kommissar gekrönt! Schande über die Union!
    Interessant zu wissen, wem die CDU so alles Heimat und Stimme gibt!

    „Die Kommentare anderer Leute:
    teils Verschwörer der übelsten Sorte,
    teils dumpfbackige, hirnlose Beute
    einer versponnenen, verbohrten Kohorte.“

    In seinem Song „Der Tastatur-Revoluzzer“ hat Sigismund Ruestig das hemmungslose Posten und Kommentieren in den digitalen Medien – wie derzeit speziell bei Flüchtlingsthemen anschaulich in vielen Communities dokumentiert – aufs Korn genommen:

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Viel Spaß beim Anhören.

    Rock-Blogger und Blog-Rocker Sigismund Rüstig posted auf multimediale Weise Meinungen und Kommentare zu aktuellen Reiz-Themen in Form von Texten und Liedern. Nicht alle Medien verstehen dieses Format!

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