Öffentliche Gebäude sollen nur noch auf 19 Grad geheizt werden

Auf Deutschland kommen in diesem Herbst und Winter strenge Energiesparvorschriften zu. Unter anderem sollen öffentliche Gebäude nur noch auf höchstens 19 Grad geheizt werden dürfen. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir werden über das Energiesicherungsgesetz Verordnungen erlassen“, wird er zitiert. Erste Eckpunkte hatte Habeck bereits im Juli vorgestellt, unter anderem mit der Vorgabe, dass private Pools nicht mehr beheizt werden dürfen. „Zusätzlich soll in öffentlichen Liegenschaften – Krankenhäuser, soziale Einrichtungen natürlich ausgenommen – nur noch auf 19 Grad geheizt werden“, kündigte Habeck nun an. Zudem sollten Gebäude und Denkmäler nachts nicht mehr angestrahlt und Werbeanlagen nicht beleuchtet werden. „Auch in der Arbeitswelt sind mehr Einsparungen nötig“, so der Minister. Darüber werde gerade mit dem Arbeitsministerium und den Sozialpartnern gesprochen.

Energieversorgung laut Umfrage wichtigstes Thema

Die Energieversorgung ist laut einer Umfrage aktuell das am häufigsten genannte „wichtigste Thema“ der Bundesbürger. 24 Prozent meinen, dass sich die Politik zuerst darum kümmern sollte, so eine Yougov-Umfrage, die am Freitag veröffentlicht wurde – und damit 11 Prozentpunkte mehr als zu Beginn des Sommers. Im Juni sagten erst 13 Prozent, die Energieversorgung sei wichtigstes Thema, im Juli 21 Prozent. Die Werte waren im März, also nach Beginn des Krieges in der Ukraine, erstmals deutlich gestiegen. Bei den Unter-30-Jährigen ist mit 19 Prozent aber weiter Umwelt- und Klimaschutz das wichtigste Thema, so wie bei 15 Prozent aller Bundesbürger – was damit Rang zwei bedeutet. Dahinter folgen Rente/Altersvorsorge und die Schere zwischen Arm und Reich mit je acht Prozent, dann Einwanderung/Asylpolitik und Wohnen/Mieten mit jeweils sechs Prozent. Der Fachkräftemangel wird von Yougov offenbar gar nicht separat als potentiell zu lösendes Problem abgefragt, „Wirtschaft“ allgemein wird aber von vier Prozent der Befragten als wichtigstes Thema genannt. +++


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