Obdachloser stirbt nach Wochen im Koma

Ein brutaler Angriff mit tödlichem Ausgang erschüttert Hanau. Ein 58-jähriger obdachloser Mann ist nach einem Gewaltverbrechen gestorben, das sich bereits Anfang Mai ereignet hatte. Das bestätigten nun die Staatsanwaltschaft Hanau und das Polizeipräsidium Südosthessen. Der Mann hatte den Angriff zunächst überlebt, lag jedoch wochenlang im Koma – Mitte August erlag er schließlich seinen schweren Verletzungen.

Die Tat geschah am späten Abend des 4. Mai vor einer Apotheke in der Nürnberger Straße. Dort wurde der Mann attackiert, warum und wie genau, ist bislang unklar. Fest steht: Die Verletzungen waren so gravierend, dass die Ermittler davon ausgehen, dass sie direkt zu seinem Tod führten. Aus einem schweren Gewaltverbrechen ist nun offiziell ein Tötungsdelikt geworden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen entsprechend ausgeweitet. Doch trotz intensiver Nachforschungen fehlt von dem Täter bislang jede Spur. Zeugenaussagen und Videoaufnahmen zeichnen lediglich ein grobes Bild: Gesucht wird ein etwa 1,70 Meter großer Mann mit athletisch-muskulöser Statur. Zur Tatzeit soll er eine blaue Jacke und eine Bluejeans getragen haben. Nach dem Angriff flüchtete er zu Fuß, seine Spur verlor sich an der Kreuzung Nürnberger Straße und Gärtnerstraße.

Die Polizei hofft nun auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders gesucht werden mindestens drei weitere Zeugen, die sich zum Tatzeitpunkt in der Nähe aufgehalten haben sollen: eine bislang unbekannte Person auf einem E-Scooter sowie zwei offenbar arabisch sprechende Männer. Sie könnten wichtige Beobachtungen gemacht haben.

Die Ermittler bitten dringend um Hinweise. Wer etwas gesehen hat oder Angaben zur Tat oder zum flüchtigen Täter machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06181 100-123 oder per E-Mail an hinweise-k10-hanau@polizei.hessen.de zu melden. Jeder Hinweis könnte helfen, das Verbrechen aufzuklären – und einem bislang unbekannten Täter das Handwerk zu legen. +++


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