
Rund 140 Gäste waren der Einladung des CDU-Stadtverbandes Fulda zu seinem traditionellen Neujahrsempfang am gestrigen Mittwochabend ins Antonius Café „An St. Kathrin“ in Fulda gefolgt.
Auch im Namen seiner Vorstandskollegen wünschte der Vorsitzende des Stadtverbandes, Bürgermeister Dag Wehner den zahlreichen anwesenden Parteimitgliedern sowie Mandats- und Funktionsträgern für das bevorstehende Jahr 2024 „Glück, Gesundheit, Schaffenskraft und Zuversicht“. Getreu dem Motto des gestrigen Abends „20 Jahre Musical Sommer Fulda“ freute sich der Stadtverbandsvorstand die geschäftsführenden Gesellschafter des Fuldaer Musical Produktionsunternehmens „spotlight musicals“, Peter Scholz (Produzent) und Dennis Martin (Komponist, Libretto), willkommen heißen zu können. Die beiden Macher der erfolgreichen Musicals „made in Fulda“ warfen einen Blick zurück auf ihre Anfänge als Veranstaltungskünstler und gaben einen Ausblick auf den Jubiläumsreigen im Jubiläumsjahr 2024.
Weiter wurden der Oberbürgermeister der Stadt Fulda und Vorsitzende des CDU Bezirksverbandes Osthessen sowie Präsident des Hessischen Städtetages Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der CDU-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises 14 (Fulda I) Thomas Hering MdL, Fuldas frühere Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger (CDU), Dr. Alois Rhiel (CDU) (Wirtschaftsminister des Landes Hessen a.D.) und Gerhard Möller (CDU) vom Stadtverbandsvorsitzenden besonders begrüßt. Außerdem: Die Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (CDU), die Vorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion, Patricia Fehrmann, sowie Hausherr und Gastgeber des gestrigen Abends, Rainer Sippel (alleiniger Vorstand der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch). Aus der Ferne wurden Landrat Bernd Woide (CDU) und sein Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU) begrüßt, die aufgrund der zeitgleich stattfindenden Kreisausschusssitzung später zur Veranstaltung stießen.
„Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich auf das vergangene Jahr 2023 zurückschaue, so sind mir vor allem die vielen, tollen Veranstaltungen im Rahmen unserer zweiten Ausrichtung der Landesgartenschau in Fulda in Erinnerung geblieben. Ich erinnere mich in großer Freude an die tolle Eröffnungsfeier, die wir feiern durften, unzählige Begegnungen mit unterschiedlichsten Gruppen – darunter Delegationen unserer Partnerstädte in Europa, Selbsthilfegruppen, etc. – wir hatten eine tolle Begehung zusammen mit der CDU-Fraktion in der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung auf der Landesgartenschau, es gab tolle Konzerte – nicht zu vergessen, die tolle Abschlussveranstaltung, die in ganz lockerer Atmosphäre von unserem Oberbürgermeister abgehalten wurde und bei der im Rückblick auf diese tollen Tage hier in Fulda viel Wehmut mitklang“, so der Stadtverbandsvorsitzende und Bürgermeister der Stadt Fulda Dag Wehner in seinen einleitenden Worten seines traditionellen Rückblicks zu Jahresbeginn. Neben den vielen positiven Erinnerungen an 2023 habe es, so Wehner, aber auch, insbesondere in politischer Hinsicht, hitzig geführte Debatten gegeben, wie beispielsweise über das Heizungsgesetz oder über die Inflation sowie die Teuerung in nahezu allen Lebensbereichen. Weiter erinnerte der Stadtverbandsvorsitzende an die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage mit ihren Auswirkungen auf die Goodyear-Schließung am Standort Fulda, die für das Jahr 2025 angekündigt wurde oder die bereits dritte Insolvenz des Konzern Galeria Karstadt Kaufhof. „Ein weiteres Thema, das uns stark gefordert hat, war sicherlich die Unterbringungen der Geflüchteten aus der Ukraine und die Debatte auf bundespolitischer Ebene“, so Wehner, der auf das Erstarken rechtsextremer Gruppen und der AfD mit Sorge blickt. Positiv sei ihm aber auch die Landrats- und Landtagswahl am 8. Oktober des vergangenen Jahres in Erinnerung geblieben, bei der die Mandatsträger aus der Region mit guten Ergebnissen aufwarten konnten. So konnte sich der Landtagsabgeordnete im Wahlkreis 14 (Fulda Stadt), Thomas Hering MdL, mit seinem Ergebnis bei der letzten Landtagswahl im Oktober 2023 von 42,4 % im Vergleich zur Landtagswahl in 2018 über einen Zugewinn von noch einmal 3,4 % freuen.
Ein herzliches Dankeschön vonseiten des Stadtverbandsvorsitzenden galt in diesem Zusammenhang den fleißigen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie dem Abgeordneten selbst für sein Engagement. Landrat Bernd Woide (CDU) sei es bei der vergangenen Landratswahl mit 62,9% erneut gelungen, die Wahl – trotz kleiner Verluste – für sich zu entscheiden. Und auch die Stadt Fulda habe im Jahr 2023 „Kurs gehalten“ – sei es bei der Schaffung von Wohnraum in Sickels, Haimbach sowie im Waidesgrund oder in der Stärkung der Innenstadt mit dem Erwerb der ehemaligen Kerber-Immobilie. Hohe Investitionen wurden mit dem Neubau der Kita „St. Pius“, der Kita in Lehnerz, die aktuell neu gebaut wird, sowie der Einrichtung in Edelzell getätigt. Und auch sonst habe die Stadt in Sachen Betreuungseinrichtungen und der Bildung (Bonifatiusgrundschule in Fulda und Grundschule in Haimbach) ihre Hausaufgaben gemacht. Investiert hat die Stadt Fulda aber auch im Sport. Die Sanierung des Sportparks „Johannisau“ neigt sich dem Ende. So sollen bereits im April im neu sanierten Sportpark 7.500 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz finden. Mit der Fertigstellung der Sanierung der Black-Horse-Halle in Fuldas Westend hofft man zukünftig wieder auf zwei komplett sanierte Sporthallen zurückgreifen zu können. In vielerlei Hinsicht herausragend seien die kulturellen Veranstaltungen in Fulda, allen voran der „Fuldaer Musical Sommer“ und die „Domplatzkonzerte“ gewesen, diese viele hunderttausend Gäste aus Nah und Fern nach Fulda lockten. So verspreche auch das Jahr 2024 wieder ein Jahr mit vielen kulturellen Highlights zu werden, allen voran das 20-jährige Jubiläum des Fuldaer Musical Sommers, das mit einer großen Open Air Musical Gala (16.08.2024) auf dem Fuldaer Domvorplatz und dem Musical „Bonifatius“, (22.08.2024) ebenfalls auf dem Domvorplatz gefeiert wird. Verkörpert wird Bonifatius erstmalig von Thomas Borchert. Freuen dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer aber auch in 2024 wieder auf die „Fuldaer Domplatzkonzerte“, die „PIANALE“ und anderen Festen wie das „Fuldaer Schützenfest“ oder das „Genussfestival“.
Die Europawahl im Juni dieses Jahres sieht der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Bürgermeister der Stadt Fulda wegen dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien im Parlament jedoch mit Sorge. „Angesichts der Prognosen, die einen Rechtsruck erwarten lassen, ist es durchaus legitim, die Europawahlen mit einer gewissen Sorge zu sehen“, so Wehner. Nicht völlig in 2024 von der Bildfläche verschwunden sein werden die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten, „die uns auch in den kommenden Monaten beschäftigen werden“. Und auch der Blick in die Vereinigten Staaten von Amerika mit den anstehenden Präsidentschaftswahlen könne uns alles andere als zuversichtlich stimmen. Hierzu führte der Stadtverbandsvorsitzende aus: „Wenn man sich die Ergebnisse von letzter Nacht vergegenwärtigt, kann man den dortigen anstehenden Präsidentschaftswahlen durchaus mit Sorge entgegensehen. Dort zeichnet sich im Moment das ab, was wir aus europäischer Sicht bislang vielleicht ganz anders beurteilt haben. In den USA wird der Wahlkampf zwischen den beiden älteren Herren – und das ist jetzt gar nicht negativ gemeint – so ausgehen, dass Donald Trump erneut als der Kandidat der Republikaner hervorgehen wird. All seine innerparteilichen Mitbewerber scheiden nach und nach aus dem Rennen aus. Das ist nicht unbedingt das, was wir uns auf europäischer Ebene gewünscht haben, doch wir werden mit den Konsequenzen dieser Wahl in Stellung gehen müssen.“ Und weiter: „Insgesamt wird das gesellschaftliche Klima für uns als Partei rauer. Und ich glaube, wir alle sind angesichts dieser Entwicklung gefordert, Position zu beziehen, für die Demokratie in unserem Land aktiv einzugestehen.“ In diesem Zusammenhang erinnerte Wehner an das Gesagte des CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz. „Wenn nur 10 Prozent derjenigen, die momentan zum Demonstrieren auf die Straße gehen, sich parteipolitisch engagieren würden, dann wäre uns sehr geholfen“, zitierte der Stadtverbandsvorsitzende den Oppositionsführer in Berlin.
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende äußerte sich im Rahmen des Neujahrsempfanges dankbar und erleichtert, dass Dr. Heiko Wingenfeld Fulda als Oberbürgermeister nun doch erhalten bleibt. Wingenfeld, der auch Präsident des Hessischen Städtetages und Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Osthessen ist, war im Vorfeld von Rheins Kabinettsbesetzung in den Fokus gerückt und Gegenstand hessenweiter Spekulationen. „Ich bin froh, dass uns die Suche nach Deinem Nachfolger erspart geblieben ist. Denn in dieser Qualität hätten wir keinen gefunden“, sagte Bürgermeister Wehner auf dem Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Fulda am Mittwoch in Fulda. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld wünschte den Anwesenden in seinem kurzen Redebeitrag „ein gutes neues Jahr“ und „die Kraft und die Zuversicht, die Herausforderungen, die 2024 für uns bereithält, gut meistern zu können“. Keineswegs selbstverständlich sei es gewesen, im vergangenen Jahr die Landesgartenschau durchzuführen – gerade auch im Hinblick der Pandemiejahre. So habe es Städte wie Rostock gegeben, die eine Bundesgartenschau zurückgegeben hatte „oder auch Schweinfurt, die schweren Herzens darauf verzichtete, ihre Landesgartenschau durchzuführen.“ In diesem Kontext erinnerte Dr. Wingenfeld an die Landesgartenschau 1994 in Fulda durch einen Kabinettsbeschluss der Hessischen Landesregierung, die seinerzeit Dr. Wolfgang Hamberger, seinerzeit Oberbürgermeister der Stadt Fulda, aus dem Fürstensaal heraus auf den Weg gebracht hatte. Schön sei es, im vergangenen Jahr daran angeknüpft haben zu können. Aufgrund seiner verschiedenen Mandate wie das der Präsidentschaft des Hessischen Städtetages oder der Vorsitz des CDU-Bezirksverbandes Osthessen haben es ihm ermöglicht, mit an den Koalitionsverhandlungen mit teilgenommen haben zu dürfen. „Ich bin jetzt 18 Jahre in politischer Verantwortung, und ich habe es noch nie erlebt, dass Koalitionsverhandlungen auf eine so breite Basis gestellt wurden und dass so viele kommunale Vertreter mit in die Verhandlungen mit eingebunden wurden. Es gab 10 Arbeitsgruppen mit insgesamt 200 Teilnehmern – davon 100 von der CDU. Am Ende durfte ich in der Verhandlungsgruppe mit sieben Teilnehmern sein, dies erfüllt mich mit Stolz“, so Wingenfeld. Erstmalig wurden die Koalitionsverhandlungen auch außerhalb der hessischen Landeshauptstadt geführt. So tagte beispielsweise die Arbeitsgruppe „Umwelt und Landwirtschaft“, „dort, wo seinerzeit schon Bonifatius die besten Ideen hatte, nämlich auf dem Frauenberg Fulda.“
Eine große Errungenschaft im 184 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag der christlich-sozialen Hessenkoalition sei nach Wingenfeld die Erhöhung der Pauschalförderung für die Krankenhäuser von aktuell 390 Mio. Euro auf 550 Mio. Euro. „Hierfür haben wir hier in Fulda wirklich gekämpft“, so Dr. Wingenfeld, der ergänzte: „Die Gesundheitsförderung ist eines unserer zentralen Anliegen.“ Ein weiterer Meilenstein für Fulda sei nach Dr. Wingenfeld die Ausbildung von Medizinstudierenden. So konnte im vergangenen Jahr in Fulda der „Campus Fulda der Universitätsmedizin Marburg“ an den Start gehen und im Oktober des letzten Jahres knapp 60 Studierende des Faches Humanmedizin im Fuldaer Stadtschloss begrüßt werden. „Dass nach 1804 die Ausbildung von Medizinstudenten wieder in Fulda stattfindet, ist eine große Errungenschaft“, so Wingenfeld gestern in Fulda. Erstmals in einem Koalitionsvertrag in Hessen verankert werden konnte nach vielen Jahren großer Bemühungen der „Fuldaer Musical Sommer“. Bislang profitierte Fulda nicht von Landesmitteln bezugnehmend kultureller Förderungen. Zwar ist das Oberzentrum nicht in Besitz eines Staatstheaters oder Landesmuseums, wartet dafür aber mit dem „Fuldaer Musical Sommer“ seit nunmehr zwei Jahrzehnten mit einem bundesweit beachteten Kulturangebot auf. Dass es seit vielen Jahren nicht gelang, für den „Fuldaer Musical Sommer“ Landesmittel zu erhalten, enttäuschte nicht zuletzt Wingenfelds Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters, Dr. Wolfgang Hamberger, Dr. Alois Rhiel und Gerhard Möller. „Seit Jahren haben wir versucht, für den Fuldaer Musical Sommer Fördermittel zu bekommen; in diesem Jahr ist es uns gelungen, den Fuldaer Musical Sommer im Koalitionsvertrag von CDU und SPD zu verankern“, so Fuldas Oberbürgermeister, Dr. Heiko Wingenfeld. Über das Erfolgsgeheimnis ihres „Musical Sommers“ sprachen auf dem Neujahrsempfang nicht zuletzt die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der spotlight musicals GmbH, Peter Scholz und Dennis Martin, deren Musicals in der Vergangenheit mehr als 750.000 Gäste begeisterten und immer wieder aufs Neue Sommer für Sommer unzählige Menschen in die Domstadt ziehen. Ein besonderer Dank der Musicalmacher ging gestern Abend nicht zuletzt an Dominik Höhl von der Fuldaer Tourist-Information sowie seiner Vorgängerin, Elisabeth Schrimpf, die vieles möglich machten und denen Scholz und Martin viel zu verdanken haben. +++ jessica auth
