Neujahrsempfang der CDU Eichenzell ganz im Zeichen des Bürgermeisterwahlkampfes

Rothmund: Was uns nicht hilft, ist, wenn wir Politik außerhalb der Gremien machen

Der Neujahrsempfang der CDU Eichenzell war ein Jahresauftakt nach Maß. Am Freitagabend verweilten rund 120 Gäste in bester Neujahrslaune im Kultursaal des Eichenzeller Schlösschens und verfolgten mit Interesse die eindrucksvolle Rede von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Der bekannte Politiker aus Wiesbaden war der erste, der seinem Parteifreund Johannes Rothmund zu seiner Kandidatur beglückwünschte und ihm im Wahlkampf Unterstützung zusicherte. Johannes Rothmund verfügt über ein gutes Netzwerk zu vielen prominenten Politikern und griff gerne auf die Unterstützungszusage von Dr. Thomas Schäfer zurück, den er am Freitagabend freundschaftlich im Eichenzeller Schlösschen willkommen hieß. Joachim Bohl, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Eichenzell und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Eichenzeller Gemeindeparlament, begrüßte die zahlreichen Gäste und wünschte ihnen alles erdenklich Gute für das neue Jahr. Neben Staatsminister Dr. Thomas Schäfer konnte Joachim Bohl weitere, prominente Kommunalpolitiker und Persönlichkeiten aus der Region willkommen heißen. So gaben sich CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand, die ehemalige Landtagsabgeordnete Margarete Ziegler-Raschdorf, der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda Frederik Schmitt, der Bezirksvorsitzende des CDU Bezirksverbandes Osthessen und Oberbürgermeister der Stadt Fulda Dr. Heiko Wingenfeld, die Bürgermeisterin der Gemeinde Ebersburg Brigitte Kram, die Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal Marion Frohnapfel sowie der Bürgermeister der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) Manfred Helfrich und der Bürgermeister der Gemeinde Eichenzell Dieter Kolb die Ehre, um gemeinsam mit den Eichenzeller Christdemokraten aufs neue Jahr anzustoßen. CDU-Urgestein Edwin Balzter, Vorsitzender der Eichenzeller Gemeindevertretung, und Julian Rudolf, Vorsitzender der Jungen Union Eichenzell, zeigten sich begeistert über die Anwesenheit der Honoratioren, beide Kommunalpolitiker sorgten für eine gute Betreuung der Gäste.

Benedikt Stock, Kreisvorsitzender der Jungen Union, moderierte professionell und gut gelaunt den Empfang. Er motivierte die Gäste dazu, dem Hessischen Finanzminister aus Wiesbaden mal das zu sagen, was sie ihm schon immer mal sagen wollten. Staatsminister Dr. Thomas Schäfer brachte zu Beginn seiner Festrede deutlich zum Ausdruck, dass er es bei seiner täglichen Arbeit bevorzuge, dass die Menschen in guter Laune gehalten werden. Der Applaus bestätigte, dass er mit dieser Aussage die richtigen Eingangsworte gefunden hatte. In seiner Rede informierte er sachlich und kurzweilig über die allgemeine Finanzausstattung in der Region Fulda und machte auch deutlich, das im politischen Alltag gern vergessen wird, darauf hinzuweisen, was man geleistet hat. Das sei gerade auch für die Region Fulda typisch, befand er. Der Hessische Finanzminister ging in seinen Ausführungen auch kurz auf die aktuelle Situation über die Straßenausbaubeiträge ein und der Entscheidung des Landes, das die Gemeinden selbst entscheiden können, ob sie die Straßenbeiträge abschaffen oder belassen. Insgesamt lobte der Hessische Finanzminister die guten Leistungen der Region Fulda und sicherte seine Unterstützung zu, wo er hilfreich den Gemeinden im Landkreis zur Seite stehen kann. Wichtig sei, so der Finanzminister, mehr Miteinander, denn so komme man auch einen Schritt weiter. Bezogen auf Eichenzell, zeigte er sich zuversichtlich, dass ein gutes Miteinander Johannes Rothmund sicherlich tragen könne. Im abwechslungsreichen Dialog mit Bürgermeisterkandidat Johannes Rothmund ging es auch um das Programm „Starke Heimat Hessen“ und über das Landesentwicklungsprogramm.

Rothmund, der sich selbst intensiv mit dem Landesentwicklungsprogramm beschäftigt hat, ermutigte dazu, dass die entwickelten Kriterien bei diesem, wichtigen Thema auch intensiv angewendet werden. „Die Region und Eichenzell muss sich weiterentwickeln und wir müssen in der Lage sein, uns mit weiteren Baugebieten und neuen Gewerbeansiedlungen stetig weiter zu entwickeln“, so Rothmund. Bezugnehmend zum Programm „Starke Heimat Hessen“ verwies er darauf, dass dieses Thema entschieden sei und der Landkreis Fulda in der Summe durch die Finanzausstattung des Förderprogramms klar profitiere. Finanzminister Schäfer lobte im weiteren Verlauf des interessanten Dialogs auch den Länderfinanzausgleich ab 2020 , der zur Folge hat, das in Hessen die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen unterm Strich zu Haushaltsverbesserungen im Jahr 2020 in Höhe von rund 600 Millionen Euro führen. „Davon können dann auch viele Kommunen in Hessen deutlich profitieren“, so der Finanzminister.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde eine lebhafte Diskussion mit Finanzminister Thomas Schäfer und Johannes Rothmund gestartet, wo speziell Themen behandelt wurden, die Eichenzell betreffen und womit sich die Bürger beschäftigen. Einstiegsthema war die Diskussion um die Großstadt Fulda. Hier bezog Johannes Rothmund eine klare Position und brachte zum Ausdruck, dass er neben den berechtigten Interessen der Gesamtgemeinde Eichenzell auch immer die gesamte Region im Blick habe. „Zukunft ist, dass wir uns als kommunale Familie verstehen und in der Region gemeinsame Projekte angehen, die Sinn machen“, sagte er. Die effektive Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen sei ihm im Hinblick seiner Kandidatur als Bürgermeister sehr wichtig. Er lobte die vielfältige Industrie und Wirtschaft, deren guten Arbeitsplätze und wünschte sich hier eine Weiterentwicklung der bisherigen Bemühungen für eine florierende Gemeinde. Viel Applaus erfuhr Rothmund bei seiner Aussage, dass man immer miteinander und nicht gegeneinander reden muss, wenn es in einer Gemeinde zu Konflikten kommt und dass man die besten Gespräche zunächst erst mal ohne die Öffentlichkeit führt. Das Thema „Großstadt Fulda“ hat auch den anwesenden Heinz Reuen beflügelt, der klar Stellung bezog, dass die Gemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell zur Barockstadt Fulda gehören. „Fulda für sich allein ist eher eine größere Kleinstadt“, befand er. Johannes Rothmund informierte darüber, dass die Region immerhin über 250.000 Einwohner hat und er lobte die Region als einen sehr erfolgreichen Landkreis in Hessen. „Wir sollten die Region Fulda behutsam entwickeln und wir sollten weiterhin konstruktiv zusammenarbeiten mit allen Gemeinden der Region“, so Rothmund. Bei der Diskussionsrunde wollte Manfred Neidhart als ehemaliger Gemeindevertreter den Standpunkt zum Thema „Interkommunale Zusammenarbeit“ von Rothmund erfahren. Auch hier erklärte Rothmund, dass man bei diesem Thema auch die Gesamtregion im Blick haben müssen während der anwesende Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld dieser Sichtweise deutlich zustimmte.

Das frühere Eichenzeller Gemeindeparlamentsmitglied Otto Gruß bedauerte, dass in Eichenzell und der Region immer mehr Landwirtschaften sterben und stellte die Frage, wer in Zukunft die Ländereien begrasen soll. Hingegen erleichtert zeigte er sich, dass das Problem mit der Brecheranlage gut gelöst werden konnte und dass die Straßenbeiträge in Eichenzell nun der Vergangenheit angehören. Bürgermeisterkandidat Rothmund bedauerte seinerseits, dass der Einflussbereich der Kommune im landwirtschaftlichen Bereich nur sehr gering sei. Er plädierte dafür, dass die noch bestehenden Landwirtschaften wenigstens auf eine gute, wirtschaftliche Basis gestellt werden müssen. Dafür möchte er sich als möglicher Bürgermeister auch intensiv stark machen. Johannes Rothmund: „Ich bin ein Freund der Landwirte und ich bin kein Freund davon, dass weitere Flächen versiegelt werden.“ Der Eichenzeller Landwirt Christoph Müller wünschte sich bei der Diskussion, dass der Feld- und Radwegeausbau besser gefördert werden müssen. Finanzminister Schäfer bedauerte, dass es diesbezüglich leider nur eingeschränkte Fördermöglichkeiten gibt

Der Vorsitzende der Eichenzeller Gemeindevertretung, Edwin Balzter, wollte in Erfahrung bringen, wann in Eichenzell endlich das vorhandene Nahmobilitätskonzept umgesetzt werden könne, nachdem die Bürger immer wieder dazu aufgefordert werden, doch etwas für die Umwelt zu tun und sich mehr mit dem Fahrrad zu bewegen. Rothmund bekundete, das er – sollte er am 26. Januar gewählt werden – sich dafür einsetzen wolle, dass die Feldwege in der Gemeinde gepflegt und ausgebaut werden und der Radwegeausbau weiter verbessert wird. Das bestehende Nahmobilitätsprogramm für die Gemeinde Eichenzell möchte er bestmöglich umsetzten, wenn ihm die Wähler das Vertrauen als Bürgermeister schenken sollten. Rothmund machte deutlich, dass die Nahmobilität die Gemeinde sicherlich noch viele Jahre beschäftigen wird und das hier gute Möglichkeiten geschaffen werden müssen, dass die Bürger praxisnah und umweltfreundlich von allen Eichenzeller Ortsteilen in die Städte befördert werden können. Hierzu Johannes Rothmund: „Man sollte sich heutzutage auch öfters mal überlegen, ob man nicht auch auf ein Auto verzichten kann.“ Die Gemeinde Eichenzell sei bei diesem Thema aber bereits auf einem guten Weg und es gelte nun, die anderen Kommunen zu einem eigenen Nahmobilitätskonzept zu motivieren.

Im Nachgang an die Diskussion bedankte sich Johannes Rothmund bei Finanzminister Dr. Thomas Schäfer mit einem Geschenk (Leckereien aus der Region) und brachte zum Ausdruck, dass er sich über sein Kommen gefreut habe. Der Besuch, so Rothmund, von Finanzminister Schäfer ist auch ein Zeichen dafür, dass das Netzwerk gut funktioniert und ein ‚Miteinander reden‘ sehr wichtig ist.“ Dr. Thomas Schäfer sei für die Region da und er antwortet sehr zügig, wenn man Fragen an ihn hat, so Rothmund. Zum Ende des Neujahrsempfangs lobte Johannes Rothmund die sehr engagierten Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Eichenzell und deren mutige Entscheidungen zum Wohle der Bürgerschaft. „Was wären die Kommunen ohne eine starke Gemeindeverwaltung?“ Lobenswert erwähnte Rothmund auch die bisherigen Leistungen von Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos), der des Öfteren mutige Entscheidungen in seiner Amtszeit bewiesen habe. Weiter brachte er zum Ausdruck, dass ihm alle Ortsteile in Eichenzell sehr am Herzen liegen und er sich als Bürgermeister um die Anliegen aller Ortsteile intensiv bemühen möchte.

Rothmund dankte Bürgermeister Kolb für seine mutigen Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde Eichenzell

Abschließend der Veranstaltung teilte Bürgermeisterkandidat Johannes Rothmund diese Verlautbarung mit: „Das Jahr 2020 liegt vor uns und bis zum 26. Januar sind es nur noch zwei Wochen. Seit gut einem Jahr bin ich jetzt in der Gemeinde Eichenzell unterwegs und das nicht nur im Kernort, sondern auch in den Ortsteilen; Habe den unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten beigewohnt, Vereine besucht und mich den Bürgerinnen und Bürgern persönlich vorgestellt. Und ich verspreche, dass ich die Haushalte, die ich bisher noch nicht besucht habe, bis zum 26. auch noch schaffe. Zu Anfang des Jahres möchte ich vor allem eines betonen: Wie stark und gut aufgestellt ich die Gemeinde Eichenzell bis jetzt erfahren habe. So habe ich auch in den persönlichen Gesprächen, die ich bisher führen durfte, gemerkt, dass wir eine verdammt starke Gemeinde, mit verdammt starken Ortsteilen sind mit einem sehr lebendigen Vereinsleben. Für mich gilt es – sollte ich am 26. Januar gewählt werden – diese Strukturen zu erhalten, zu unterstützen und zu fördern. Und vielleicht schaffen wir es gemeinsam, die Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, diese Unterstützung aufzubringen. Letztlich gilt es für die Kommune Eichenzell, das, was wir haben, zu erhalten und weiter auszubauen. Und die kleinen Schwächen, die wir haben, schaffen wir im Gemeinsamen zu lösen. Was uns sicherlich nicht hilft, ist, wenn wir Politik nicht in den Gremien machen und stattdessen bei den Bürgern, in Veranstaltungen. Denn dies ist am Ende kein Weg, auf dem wir konstruktiv eine Gemeinde weiterentwickeln können.

Ich stehe sicherlich nicht dafür, dass ich mich über Themen an prominenter Stelle versuche intensiv in der Öffentlichkeit zu streiten, sondern versuche im Gespräch, mit demjenigen, den es betrifft, eine vernünftige Lösung zu finden. Ich bin überzeugt, dass dies bei eigentlich fast allen Themengebieten möglich ist. Ich vertrete die Meinung: Wir gehen dann an die Öffentlichkeit, wenn wir eine Lösung für das Problem gefunden haben. Und wenn sich alle Beteiligten daranhalten, bin ich sehr optimistisch, dass dies möglich sein wird. Was wäre eine Kommune ohne eine starke Verwaltung? Wir haben in der Gemeindeverwaltung Eichenzell – und auch das durfte ich erfahren – sehr motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter, die sich für die Kommune einsetzen. Hier müssen wir Mut machen, Eigenverantwortung zu übernehmen, aber auch Mut machen, wieder Entscheidungen vorzubereiten, den nächsten Schritt zu gehen. Und dazu gehört sicherlich auch, dass wir ermutigen, keine Angst davor zu haben, auch einmal einen Fehler zu machen. Denn auch das gehört dazu. Wenn ein Fehler passiert ist, möglicherweise auch mir, der Verwaltung oder dem zukünftigen Bürgermeister von Eichenzell, dann muss man dazu stehen, sagen, was passiert ist, mit offenen Karten spielen, … – dann kann man darüber reden und gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Wenn man aber von vornherein Angst davor hat, mutige Entscheidungen zu treffen oder mutige Schritte zu gehen – und hier hat Bürgermeister Dieter Kolb in den vergangenen Jahren gezeigt, wie es gehen kann – dann wird eine Gemeinde nicht nur stillstehen, sondern sie wird auch hinter anderen Regionen zurückfallen. Und da glaube ich, dass ich jemand bin, der diesen Mut mitbringt. Ich bringe auch den Fleiß mit und vielleicht auch die ein oder andere Kenntnis. Und ich bringe auch ein Netzwerk mit – ganz gleich, ob auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene. Ich wünsche mir, dass wir im Juni alle gemeinsam hier zusammenstehen und Dieter Kolb als Bürgermeister dieser Gemeinde verabschieden, dem ich sehr dankbar bin, für das, was er in den vergangenen Jahren für die Gemeinde Eichenzell geleistet hat. Und dass wir gemeinsam den nächsten, mutigen Schritt gehen für die Gemeinde Eichenzell, für die Ortsteile, die mir besonders am Herz liegen, für die gesamte Region. Und dann bin ich auf die Zukunft in und mit Eichenzell gespannt, in die wir zusammen gehen werden, miteinander für Eichenzell.“ +++ ub/ja

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