Musikalische Vielfalt auf hohem Niveau in der Christuskirche

Mit stehenden Ovationen hat das Publikum in der vollbesetzten Christuskirche in Fulda das Wohltätigkeitskonzert des Gesangvereins „Singphonie“ Hofbieber beendet. Das Konzert fand zugunsten des Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienstes Main-Kinzig-Fulda sowie des Hilfsangebots der Diakonie Fulda für Menschen mit psychiatrischer Erkrankung statt und bot ein breit gefächertes musikalisches Programm.

Chor-, Orchester- und Bläsermusik spannten einen Bogen vom Barock bis zur Moderne. Zu hören waren unter anderem Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Piazolla, McBroom, Beck, Henderson, Young und Orth. Präsentiert wurden ruhige, rhythmische und ausdrucksstarke Kompositionen, die das hohe musikalische Niveau der Mitwirkenden unterstrichen.

Die Frauengesangsgruppe „Choronas“ unter der Leitung von Beatrix Hoyer-Sailer überzeugte mit einem homogenen, sphärischen Klang und interpretierte „Hebe deine Augen auf“. Das Kammerorchester „Collegium Musikum“, dirigiert von Jens-Uwe Schunk, brachte sinfonische Musik, eine Serenade und Piazollas „Oblivion“ zu Gehör. Die präzise abgestimmte Dynamik erfüllte dabei den gesamten Kirchenraum.

Auch die Bläser des Musikvereins Blankenau zeigten eine beachtliche Leistung. Von der Empore aus präsentierten sie drei durchkomponierte, anspruchsvolle Stücke aus geistlicher, Gospel- und zeitgenössischer Musik und begeisterten damit das Publikum. Der Pianist Axel Daniel begleitete den gastgebenden Chor Hofbieber souverän und vielseitig.

Die „Singphonie“ Hofbieber selbst bot ein breites Repertoire in vier Sprachen und unterschiedlichen Stilrichtungen – von klassisch bis modern. Das siebenstimmige „Halleluja“, Bachs „Wach auf, mein Herz“ gemeinsam mit den Bläsern sowie das hebräische „Ose Shalom“ mit kleinem Orchester stellten das stimmliche Können des Chores eindrucksvoll heraus. Abgerundet wurde der Auftritt durch zwei Werke mit Orchesterbegleitung: das „Ave Maria“ von Caccini und Mendelssohn-Bartholdys „Verleih uns Frieden gnädiglich“.

Die musikalische Gesamtleitung lag bei Chorleiter Werner Dietrich, der zugleich sein 40-jähriges Chorleiterjubiläum feierte. Die Schirmherren des Konzerts, der ehemalige Dekan Bengt Seeberg sowie Musical- und Musikproduzent Peter Scholz, hoben die Bedeutung der Unterstützung von Menschen hervor, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht am öffentlichen Leben teilnehmen können. Es gehe um Teilhabe, Anteilnahme und bestmögliche Hilfe, betonten sie.

Moderiert von Frederike Ziegler und Ingo van Ophuysen endete das Konzert mit dem anspruchsvollen Chorsatz „O, du stille Zeit“ von Bresgen – ein stimmungsvoller Übergang in die Adventszeit. +++


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