Mittelstand kritisiert Rentenerhöhung für 2022

40 Prozent der Wahlberechtigten sind im Rentenalter

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat die angekündigte Rentenerhöhung für das kommende Jahr kritisiert. „Es ist sicher kein Zufall, dass die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, kurz vor der Bundestagswahl ein ordentliches Rentenplus für 2022 in Aussicht stellt“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Verbands, Markus Jerger, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Denn knapp 40 Prozent der Wahlberechtigten sind im Rentenalter.“

Die Politik dürfe „seriöserweise nicht verschweigen“, dass eine ordentliche Rentenerhöhung einen deutlichen Anstieg des jährlichen Steuerzuschusses an die Rentenkasse von derzeit bereits rund 100 Milliarden Euro bedeute. Die Bundesregierung „wedelt hier mit einem Scheck auf die Zukunft“. Jerger forderte eine „radikale Kurskorrektur“ im Rentensystem. Nach seinen Worten muss es eine Anhebung des Rentenalters sowie eine Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung umfassen.

„Die Beamtenpensionen haben sich zu einer tickenden Zeitbombe für die Haushalte von Bund und Ländern entwickelt“, sagte der Verbandsgeschäftsführer. Roßbach hatte zuvor gesagt, es sei davon auszugehen, dass die 2021 pandemiebedingt ausgebliebene Rentenerhöhung „im kommenden Jahr in gewissem Umfang nachgeholt wird und die Rentner 2022 ein ordentliches Plus bekommen werden“. Wie viel mehr es sein werde, wisse man jedoch erst im nächsten Frühjahr. Derzeit lasse sich nicht abschätzen, wie sich die vierte Corona-Welle auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirke. +++

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