Mit Hightech gegen Tretminen

Alsfeld/Lollar. Mit Hightech gegen Tretminen: Der Bosch Konzern hat am Standort Lollar einen mobilen Tier-DNS-Scanner entwickelt. Das neue Gerät bietet weltweit vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wie der Leiter der Unternehmenskommunikation bei Bosch, Thomas Pelizaeus, mitteilte, liegensogar schon Anfragen aus Asien vor. Als erstes wird der Scanner jedoch in Alsfeld eingesetzt werden. Mit ihm soll ein Ärgernis, welches nach Auskunft von Bürgermeister Stephan Paule bei vielen Mitbürgern schon lange für Unmut sorgt, gelöst werden. Es geht um die Hinterlassenschaften der vierbeinigen Mitbürger. Trotz in der Vergangenheit zahlreich aufgestellter Hundetoiletten werden vielerorts immer noch die städtischen Grünanlagen durch Hundekot verunstaltet. Die Verursacher bleiben oft unbekannt.

„Damit ist jetzt Schluss“, kündigte das Ordnungsamt an. Durch den mobilen Tier-DNS-Scanner könne berührungslos die Tier-DNS des „Verursachers“ aus der Hinterlassenschaft gescannt werden. Diese werde dann mit den bei der Stadtverwaltung hinterlegten Daten abgeglichen. Die Ergebnisse seien wie bei einem Vaterschaftstest zu 99,99 Prozent genau und folglich gerichtsfest. „Wer zukünftig die Hinterlassenschaft seines Hundes nicht beseitigt, muss mit erheblichen Strafen rechnen“, so das Ordnungsamt. Mindestens 100 Euro Bußgeld im Erstfall, bei Wiederholungstätern sind Bußgelder bis zu 1.000 Euro möglich.

Damit das System jedoch funktionieren kann, muss eine städtische DNS-Datenbank aufgebaut werden. Zukünftig soll das System hessenweit zum Einsatz kommen, sodass auch auswärtige Hunde identifiziert werden können. Zunächst werden alle Alsfelder Hundebesitzer aufgefordert, umgehend Ihren Hund während der Sprechzeiten der Stadtverwaltung Alsfeld im Bürgerbüro zum DNS-Scan vorzuführen. Um aufgrund des hohen Andrangs Wartezeiten zu vermeiden, wird um Terminvereinbarung bei den Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros unter der Telefonnummer 06631-1820 gebeten. +++ fuldainfo – pw

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