Bundeskanzler Friedrich Merz gerät wegen seines Kommunikationsstils und mangelnden Vertrauens zunehmend unter Druck. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv halten nur noch 22 Prozent der Bundesbürger seine Äußerungen für angemessen. Eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent ist dagegen der Ansicht, Merz solle seine Worte sorgfältiger wählen.
Damit hat sich die Zustimmung zu seinem Auftreten innerhalb weniger Monate weiter verschlechtert. Im Oktober 2025 hatten noch 30 Prozent seine Äußerungen positiv bewertet. Auch beim Vertrauen fällt das Bild negativ aus: Nur 11 Prozent der Befragten glauben, dass es Merz im Laufe des Jahres gelingen wird, das Vertrauen der Bürger deutlich zurückzugewinnen. 82 Prozent trauen ihm dies nicht zu.
Die Zustimmung zum Kanzler sinkt damit weiter. Selbst unter Anhängern der Union spricht sich inzwischen eine Mehrheit für einen vorsichtigeren Kommunikationsstil aus. Für die Umfrage wurden 1.002 Personen im Zeitraum vom 30. April bis 4. Mai 2026 befragt.
Auch ein Jahr nach Amtsantritt stößt die schwarz-rote Bundesregierung in der Bevölkerung auf massive Kritik. Nach der Forsa-Umfrage sind lediglich 11 Prozent der Bundesbürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden. 87 Prozent äußerten sich unzufrieden.
Im Vergleich zum Juli 2025 ist die Zustimmung damit deutlich zurückgegangen. Damals hatten noch 38 Prozent die Arbeit der Bundesregierung positiv bewertet. Besonders schlecht schneidet die Koalition in zentralen Politikfeldern ab. Rund 80 bis 90 Prozent der Befragten zeigten sich unzufrieden mit den Maßnahmen zur Infrastruktur, zur Begrenzung der Preissteigerungen, zur Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
Etwas besser bewertet wird die Regierung lediglich beim Thema Begrenzung illegaler Zuwanderung. In diesem Bereich äußerten sich 32 Prozent zufrieden. Allerdings überwiegt auch hier die Kritik mit 60 Prozent deutlich.
Zugleich zeigt sich die Bevölkerung gespalten bei der Frage, ob das Regieren angesichts der aktuellen Krisen schwieriger geworden ist. 45 Prozent sehen erschwerte Bedingungen, während 48 Prozent dies nicht so einschätzen. Eine klare Mehrheit von 76 Prozent weist zudem die Einschätzung zurück, die Bürger hätten überhöhte Erwartungen an die Regierung.
Die Umfrage wurde von Forsa im Auftrag von RTL/ntv durchgeführt. Befragt wurden 1.002 Personen zwischen dem 30. April und dem 4. Mai 2026. +++

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