Berlin. Die Bundesregierung ist verärgert über die Forderung von EZB-Präsident Mario Draghi nach öffentlichen Investitionsprogrammen, mit denen die Konjunktur in der Eurozone belebt werden soll: Anfang der Woche habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) telefonisch zur Rede gestellt, berichtet das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Sie wollte demnach wissen, ob die EZB für eine Abkehr von der Sparpolitik in der Eurozone sei, die die Notenbanker bislang mitgetragen hatten.
In einer Rede vor Notenbankern hatte Draghi kurz zuvor auf Spielräume in den öffentlichen Haushalten für Investitionen verwiesen. In dem Telefonat mit Merkel verteidigte sich Draghi mit dem Hinweis, dass er in seiner Rede direkt im Anschluss an seinen umstrittenen Vorschlag auch weitere Strukturreformen in den Krisenländern gefordert habe. Um die Bundesregierung weiter zu besänftigen, rief der EZB-Chef anschließend Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an, um seine Position zu erläutern. Merkel und Schäuble unterstrichen, dass sie am Sparkurs festhalten wollen, berichtet das Nachrichten-Magazin weiter. +++ fuldainfo
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