Fulda. Für die Fuldaer CDU war der Auftritt der Bundeskanzlerin auf dem Fuldaer Uniplatz der Höhepunkt des Wahlkampfs. Vor etwa 4500 Menschen, darunter viele CDU-Mitglieder, hat die Kanzlerin für die hiesige Union in ihrem etwa einstündigen Auftritt die Wahlkampftrommel gerührt. Der Auftritt wurde von massiven Protesten begleitet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Merkel sagte: „Ich bin sehr gerne in dieser schönen historischen Stadt“.
Merkel hat sich in der etwa 30-minütigen Rede gegen Steuererhöhungen ausgesprochen und Familien sollen weiter entlastet werden. Zur Dieseldiskussion sagte Merkel, dass die Autofahrer nicht die Zeche zahlen dürften. Außerdem bekannte sich die Kanzlerin klar zu Europa und lobte die Arbeit von Michael Brand, er mache einen guten Job. Hessens Ministerpräsident Bouffier hat in seiner Rede verkündet, dass Fulda in 2021 den Hessentag und 2023 die Landesgartenschau ausrichten wird. +++
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Eines muss man der CDU lassen, Brand ruft und die Parteigrößen kommen nach Fulda. Da gab es in Lauterbach eine Veranstaltung mit Schäuble, die eher an eine Show, wie an eine Wahlkampfveranstaltung, erinnert. Klare Aussagen Fehlanzeige. Und die meisten Medien, die dort auftauchen, sind mehr als nur CDU-nah. Sie liefern verlässlich die vielen bunten Bilder und es wird oft der größte Mist bebildert. Hauptsache viele Fotos, die super von der inhaltslosen Hofberichterstattung ablenken. Ähnlich lief es dann in Fulda. Nur hier waren ungewöhnlich viele Buh-Rufe und Pfiffe zuhören. Hätte man die Kanzlerin lieber in der Halle empfangen sollen? Dann hätte man auch hier ein perfektes Szenario liefern können. Nein nicht nötig, die paar Störenfriede werden von den befreundeten Medien einfach niedergeschrieben. Wie gesagt, Wahlkampf kann die CDU.
Wie aber sieht es mit den anderen Parteien in der Region aus? Die SPD, holt jemanden nach Fulda, den man eigentlich loswerden wollte: Sigmar Gabriel. Martin Schulz hatte wohl Angst ins schwarze Fulda zureisen, dann ist das rote Kassel angenehmer, bekommt man hier doch die Zuneigung, die man so dringend nötig hat. Bauchpinselwahlkampf ist das. Zumal alle Parteien dieselben Themen haben.
Die FDP holte den eurokritische FDP-Politiker Frank Schäffler nach Fulda und die anderen Parteien? Sorry! So wird das nichts mit den Veränderungen. So bleibt alles, wie es ist! Schwarz eben. Ebenso verhält es sich beim Wahlkampf zum Landrat. Der amtierende kann sich beruhigt zurücklehnen. Die Herausforderer besetzen keine Themen und bringen so Woide auch nicht in Bedrängnis. Prima Wahlkampf oder doch eher Krampf?
Direkt nach dem Ende von Merkels Wahlkampfauftritt um 19:50 Uhr begann es dermaßen zu schütten, dass man denken könnte: Jetzt mischt sich selbst Petrus in den Wahlkampf ein.
Ich bin mir sicher, daß die mächtigste Frau Europas, die bei ihrem Heimflug nur knapp dem Sturm entkommen ist (oder sie ist doch mit dem Auto heimgefahren), sofort danach einen bitteren Protestbrief an den lieben Gott geschickt hat.
Und wo bitte schön ist da der Bischof Dyba gewesen? Sonst hat das doch auch immer geklappt mit der Überwachung von Petrus. Hat der seelige Herr Bischof da gestern im Himmel geschlafen? DAS wird noch Konsequenzen haben!
Man kann die armen CDU Lokalpolitiker, die gestern unterwegs waren nur bedauern, daß die Abstimmung mit dem lieben Gott und Petrus (sicher wählt der SPD) nicht geklappt hat. Ob die Frau Kömpel evtl. dahinter steckt?
Vor allem, wenn man sich ansieht, daß das Gewitter ausgerechnet über Fulda hereinbrach, also über die Mitte Deutschlands. Und die stand gestern im Regen.
Was hätte das für tolle Fotos gegeben: Merkel, Bouffier, Brand, der OB und alle anderen mit ihren teuren Klamotten: pudelnass und die Frisur hält auch nicht mehr.
Von daher: Glück gehabt und knapp davon gekommen.
Nur Sarah Conner hatte wohl nicht so viel Glück.
Aber die macht ja auch keine Politik.
Satire Ende!
Schlussbemerkung: In früheren Zeiten hätten die Menschen ein solches Wetterereignis als böses Omen gedeutet. Evtl. ist da ja was dran. Die Klima-Katastrophen (siehe Schweiz) werden heftiger und die Politik hat darauf keine Antworten, die wirklich überzeugen könnten. Nur Mogelpackungen und dies im Übermaß.
Auch hier keine Werbeberichterstattung …